26 Aug 2018

Valle Maira - September 2018

Submitted by Bernd

Nach dem Februar, nach der ersten, sogenannten Wintervalle ist es nun auch für das Jahr 2018 (wie 2016 und 2017) bereits die zweite Tour in die Valle Maira.


Am Donnerstag, den 30.08.2018 soll es losgehen; und am Montag den 03.09. hat mich die Valle wieder; soweit alles gut geht. Auch bei der allfälligen Zwischenübernachtung -sind es diesmal Übernachtungen- bewege ich mich auf vertrauten Pfaden. Einmal mehr in diesem Tal einquartiert, welches von Landeck hoch zum Reschenpass -vorher mit Abzweig nach St. Moritz-  führt. Habe meist in Pfunds übernachtet, aber diesmal und bereits zum zweiten Male in Prutz. Im Gegensatz zum Februar diesen Jahres, wo aus Zeitgründen wirklich nur eine Zwischenübernachtung zu absolvieren war, so habe ich mich diesmal, in einem anderen Haus, gleich für vier Tage dort einquartiert.

Soweit es machbar ist, nutze ich für mehrere Tage bevorzugt eine kleine Wohnung mit Küche oder wenigstens Kochecke. Meine Gewohnheiten in Sachen Nahrungsaufnahme haben sich mit zunehmenden Alter gewandelt und ein noch so tolles Frühstücksbuffet kann und will ich heute nur noch ansatzweise nutzen. Die Zeiten sind (für mich) vorbei, wo man bereits zum Frühstück hineinstopfen konnte, was nur ging; gar noch etwas vom Buffet mitgenommen und dann bis zum Abendessen hingekommen ist.

Meine meist gut bestückte Kühlbox ist immer dabei und wird nach Ankunft in den bereitstehenden Kühlschrank umgeladen.

Gedacht, geplant; und meine Vorliebe für "booking.com" (Schleichwerbung?) ist bekannt. Für schlanke 125 Euro waren diesmal vier Tage in einem kleinen Appartement, im Turala d'rin; und mir dann sehr recht. Prutz ist das Gateway bzw. Eingangstor zum Kaunertal, welches mir noch nicht bekannt ist. Es zieht sich hoch bis zum Kaunertaler Gletscher und beinhaltet wohl auch eine Panorama-Mautstraße. Insofern liegt Prutz also günstiger als das rund zwanzig Kilometer weiter oben, weiter südlich gelegene Pfunds. Wenn es sich lohnt, sich vom Erlebten und Gesehenen anbietet, dann werde ich -wie üblich- einen separaten Blogtext zu den Tagen im Kaunertal schreiben.

Die Tour am Donnerstag (30.08.2018) nach Prutz sollte dann so aussehen ...

Im Gegensatz zur Wintervalle, wo ich mir vorab eine östereichische Viginette besorgt hatte, aus Sicherheitsgründen auch die Inntal- und teilweise die Brenner-Autobahn genutzt habe, so fahre ich diesmal wieder ganz klassisch über Garmisch und den Fernpass. Dann über Landeck hoch nach Prutz und am Montag weiter über St. Moritz auf mir gut bekannten Schweizer Landstraßen, komme erst bei Mailand wieder auf die kostenpflichtige italienische Autostrada. Ebenfalls bereits Tradition dürfte am Montag, gleich hinter Pfunds auf östereichischer Seite abzweigend, der Abstecher in die zollfreie Schweizer Enklave Samnaun gelten. Nicht ganz hoch in das Dorf, sondern gleich die erste Tankstelle ist das Ziel. Anschließend auf der Schweizer Seite, auf einer abenteuerlichen engen Straße mit noch engeren Tunneln geht es dann wieder abwärts bis zur Einmündung in die Bundesstraße nach St. Moritz.

- - - - -


Später als vorgenommen, erst gegen 8:39 geht es am 30.08. in Berlin los. Kann nur hoffen, nicht wieder in so einen Stau zu kommen, wie im letzten September. Da ging gut zwei Stunden lang zwischen Füssen und Reutte nichts mehr. Ok, diesmal fahre ich über München und Garmisch; aber man weiss ja nie ...

Der erste, ebenfalls beinahe schon obligatorische Halt wird nach knapp zwei Stunden in Eisenberg erreicht. Tanken, die menschlichen Bedürfnisse erledigen und einen Expresso trinken. Dann geht es weiter. Zwei, drei kürzere Pausen später und ohne jeglichen Stau ist das an der Kaunertalstraße gelegene Prutz erreicht; deutlich vor 18 Uhr. Die kleine Wohnung hat alles, was man so braucht, das Internet läuft recht performant; und so steht einem selbst zubereiteten Abendessen inklusive dem obligatorischen Glas Wein nichts mehr im Wege.

 

Freitag, der 31.08.2018:

Das Wetter sieht nicht so toll aus, wie hier und hier zu sehen ist. Abends sitze ich immer gern mit einem guten Glas Wein in der Sonne, auf dem Balkon oder der Terrasse. Das ist hier und wie man es erahnen kann (theoretisch) ebenfalls möglich, nur müsste das Wetter dann auch mitspielen. Man wird sehen, was die Tage noch bringen.

Auf jeden Fall, bin ja nicht aus Zucker, geht es nach dem Mittagessen dann mal hoch ins Kaunertal. Wenigstens bis zur Mautstation ; den Eintritt kann man sich bei diesem Wetter, diesen Sichtverhältnissen wohl sparen. Wieder etwas tiefer im Tal ist Laufen angesagt, die Burgruine nur einmal die Woche zu besuchen; heute gerade nicht. Der Regen wird stärker, wäre ansonsten dieser Weg dann noch viel weiter zu verfolgen. Ok, es reicht, unter den Umständen.


Bilder, Videos und weiterer Text werden in den nächsten Wochen eingestellt - soweit es sich zeitlich machen läßt !

 

Samstag, der 01.09.2018:

Das Wetter ändert sich nicht grundsätzlich, soll es heute jedoch weniger Regen geben. Zeit für eine Rundwanderung über die Burg Laudeck.

 

Sonntag, der 02.09.2018:

Der wahrscheinlich schönste Tag dieses Aufenthalts. Fahrt zum Kaunertaler Gletscher mit einigen kleineren Wanderungen.

 

Montag, der 03.09.2018:

Von Prutz nach San Damiano Macra, diesmal wieder über den Berninapass.

 

Dienstag, der 04.09.2018:

Die erste Wanderung steht an. Von St. Peyre (oberhalb von Stroppo) als Rundkurs mit gut viereinhalb Stunden Dauer.

 

Mittwoch, der 05.09.2018:

Mein Wanderfreund muß nach Turin und ich erhole mich.

 

Donnerstag, der 06.09.2018:

Die zweite Wanderung führt uns auf einen Rundkurs im Valle Grana, dem südlich gelegenen Nachbartal der Valle Maira.

 

Freitag, der 07.09.2018:

Heute geht es mit dem Wagen bei Acelicco hoch auf 1810m und dann zum Monte Media.

 

Samstag, der 08.09.2018:

Ruhetag! Wir fahren zum Einkaufen nach Cuneo und holen anschließend eine bereits 2016 mit uns on tour gewesene Wanderfreundin vom Bahnhof ab. Wir bekommen per SMS Bescheid, dass sie erst einen späteren Zug genommen hat, haben als noch etwas Zeit.

Und diese Zeit nutzen wir für einen Spaziergang in Sachen Widerstand; der als Erinnerung erstellten Dokumentation gegen die im zweiten Weltkrieg hier wütenden deutschen SS-Brigaden.

Das Monument in Form eines stachelbewehrten Igels symbolisiert genau diesen Widerstand und es gibt hier in den Bergen kaum einen Wanderweg, an dessen markanten Punkten nicht ähnliche, natürlich kleinere Gedenksymbole stehen.

Hier also ganz konkret in diesem und jenem Bild dokumentiert.

Und wer noch tiefer einsteigen möchte, mag diese Website besuchen, gern auch mit der dort angebotenen Funktionalität etwas spielen.

 

Sonntag, der 09.09.2018:

Die für diese Tage bislang härteste Wanderung führt uns vom Bergdorf Chresta, oberhalb von San Damiano hoch zum Monte Birrone. Bei eher schlechtem Wetter waren wir vor einem Jahr schon mal auf diesem Gipfel, hatten ausgehend vom Colle Birrone eine lange Schleife auf der ehemaligen Militärstraße gedreht und sind dann flach aufgestiegen. Diesmal soll es nun vom Colle an einem steilen Hang direkt hoch gehen zum Gipfel; zurück dann wieder wie schon bekannt und eher flach.

.

 

Montag, der 10.09.2018:

Mein Freund muß nochmals nach Turin und ich darf mich von dem gestrigen, harten Wandertag erholen.

 

Dienstag, der 11.09.2018:

Der Wanderfreund hat einen Termin in Cuneo und ich begleite ihn. Weil schon mal dort, so bietet es sich an, danach ins Valle Stura zu fahren, wollen wir hoch zum Lago Robulent wandern.

 

Donnerstag, der 13.09.2018:

Gestern war Ruhetag, heute dito ... und morgen am Freitag wollen wir einen umfangreichen Rundkurs in Angriff nehmen, müssen dazu mit zwei Autos unterwegs sein, eines vorab am Zielpunkt im Nachbartal abstellen.

- - - - -


Am Nachmittag erreicht mich die Information, dass es im Familienumfeld einen ernsthaften Krankheitsfall gegeben hat.

So schade es für unsere weiteren Wanderpläne ist, aber ich muß kurzfristig zurück. Morgen, am Freitag also nach Cuneo zum Einkaufen und Tanken, dann nach Dronero zur Bank und nachmittags wird gepackt.

Samstag (15.09.2018) erfolgt die Rückfahrt, ist die Zwischenübernachtung in Pfunds bereits reserviert.

...