22 Apr 2019

Ein klimagewandeltes Narrenschiff

Submitted by Bernd

Zitat: Die stetige Zunahme an Windkraftanlagen zeugt nicht von Modernisierung der Technologie, auch nicht des Energiesystems, sondern von der geringen Energiedichte des Windes und auskömmlichen Subventionen, die exzessiven Ausbau möglich machen.


Ein Text, der bis vor zwanzig Jahren sofort den Grünen zugeschrieben worden wäre, ein kritischer Text was die andauernde, heute jedoch grün grundierte Umweltzerstörung angeht, ein derartiger Text erscheint aktuell -welch' Blasphemie-  in einem eher konservativen, gern auch schon mal als "neurechts" (ab)qualifizierten Medium:

Wer baut auf Wind, baut auf Satans Erbarmen ...


Nun, Richard Wagner, von dem diese Worte stammen sollen, der war kein Techniker, war stattdessen Komponist und Antisemit sowieso. Attribute, welche den vor rund zweihundert Jahren gelebt habenden Musiker umgehend der Abqualifizierung zuführen dürften, wenn es um das heutige Basiselement in Sachen Klimawende geht.

Der Autor von Tichys Einblick dagegen ist Diplom-Ingenieur, klingt wie ein (heute) aus der Zeit gefallener Grüner und kann seine Argumente wider die Windkraft sogar verständlich, (mir) deutlich machen. Es lohnt sich also, diesen Text zu lesen, gern auch kritisch zu hinterfragen. Und natürlich gespannt zu sein auf die angekündigte nächste Folge.

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Nachtrag 06.05.2019:

Und die zweite Folge kommt sogleich; erschreckt (mich) in dieser dort aufgezeigten Dimension, was an Infrastruktur für die Windräder gebraucht wird, beinahe auf Dauer den (Wald)Boden beeinträchtigt und gar zerstört. Die dort im Artikel angehängten Bilder machen deutlich, was mir bislang so noch nicht bewußt war. Welche Schneisen in den Wald geschlagen werden müssen, wie und in welcher Tiefe der Boden verfestigt werden muss, welche Zugänge Montage- und Wartungsbereiche über die gesamte Betriebszeit eines Windrades und bis hin zur Demontage angelegt und freigehalten werden müssen, das ist in seinen Dimensionen wohl mit den Braukohletagebauen vergleichbar;  jedoch eben nicht zusammenhängend, sondern -auch optisch- schön getrennt.

Damit es nicht so auffällt ...

Verschleiß, Havarien und die weitgehend ungeklärte Frage nach der Demontage und der Entsorgung runden im Artikel von Frank Henning das Thema ab, jeder Punkt für sich genommen bereits ein "no go" für den weiteren Ausbau dieser (eigentlich) vorsintflutlichen Wahnsinnstechnik.

Ähnlich wie bei den (richtigerweise) bislang nicht akzeptierten e-mobilen Spielzeugen kann man nur hoffen, dass die zuständigen Genehmigungsbehörden in den Gemeinden diesem Treiben der Windkraftlobby zukünftig einen Riegel vorschieben; darüber hinaus sehr genau prüfen, was in den kommenden Jahren nun wirklich an Rückbau und Entsorgung passiert.

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