6 Mai 2013

Alpentour - Mai 2013 - Unterwegs...I

Submitted by ebertus

Gedanken und Planungen zum Auftakt:     Vorbereitung...

Der unvermeidliche zweite Teil der Tour:  Unterwegs...II

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 02.05.2013 / gegen 10:00 - Bye Berlin, auf der B101 geht es einmal mehr hinaus in die Welt... Nur wenige Minuten vorher war Abfahrt, wurde der Reisecomputer des Navigationssystems auf "0" zurück gesetzt. "Hinten raus" geht es seit mehr als zwanzig Jahren, mussten wir West-Berliner,wenngleich im Süden wohnend immer über Zehlendorf, Dreilinden die Stadt zum Transit westwärts verlassen. Wenn anstelle der etwas kürzeren Südroute (über Leipzig, Jena, Eisenach) auf der Nordroute (über Braunschweig, Kassel) nach Rhein/Main fahrend, so gönne ich mir ab Kassel und nach dem Stück auf der A49 immer mal gern den Weg über die B3 und erst bei Marburg geht es dann wieder auf die Autobahn. Bad Zwesten ist so ein kleiner Ort an der Landstraße, weitere folgen und die entsprechenden Gaststätten für den kleinen Mittagsstopp, die gibt es in genügender Zahl. 409 Kilometer sind seit dem Start in Berlin vergangen, verfahren und die Ankunft in Rodgau sollte schon passen..

Kurz vor 16:00 Uhr wird Rodgau dann erreicht. Erst noch schnell tanken und den Wagen (gerade die Räder) waschen. Dort beim Toom geht das sehr gut und nicht zuletzt preiswert. Danach werden in der kleinen Werkstatt meines Vertrauens die Winterräder gegen die Sommerräder getauscht. Weiter geht's und gegen 18:00 ist Heppenheim erreicht. Später und auf Vorschlag bzw. Empfehlung der Tochter geht es dann zum Empanada, einem spanischen Lokal in der Innenstadt von Heppenheim. Die Spaghetti mit getrockneten (und auch frischen) Tomaten in dieser würzigen Marinade, dazu zwei Gläser spanischen Rose - das ist schon toll und darüber hinaus ein würdiger Abschluß dieses ersten Tages "on tour".

 

03/04. 05.2013 - Wegen dem anstehenden Umzug ist Einiges zu tun; oder den jungen Leuten nicht über Gebühr im Wege rum zu stehen. Immerhin kann der vollgepackte Wagen nun weitgehend entladen werden. Das, was dann umgekehrt für Berlin bestimmt ist, das nehme ich nach der Alpentour auf dem Rückweg mit; dann nochmals über HP heimwärts ziehend. Bei Ikea in Mannheim-Sandhofen sind am Samstag einige Möbel zu kaufen, zu transportieren, wobei mein Part überwiegend daraus besteht, immer mal ein Auge auf die kleine Enkelin zu werfen. Und die verhält sich weitgehend lieb und ruhig in ihrem Kinderwagen.

 

05.05.2013 / 07:56 - Heute geht die Tour auf dieser Route nun richtig los, recht früh und quer durch den vielfach noch in einem diffus-diesigen Morgennebel liegenden Odenwald, gar mit einer Begegnung der nicht alltäglichen Art (Video).

Bei Eberbach wird der Neckar erreicht (Video), geht es -allerdings auf der anderen Seite des Flusses- am stillgelegten Atomkraftwerk Obrigheim vorbei und später bei Neckarsulm führt mein Weg auf die die A6. Bereits gegen 14:00 ist Ruhpolding erreicht, das Einschecken in einer mir bekannten Unterkunft ist lediglich Formsache. Nach einem entspannenden Nachmittagstee (incl. einem Stück Kirschkuchen) geht es später in die Sauna, der erste Gang in der Finnischen und mit Aufguss, der zweite, längere dann in der Bio-Heu Sauna. Nach dem Abendessen wird über dieses netterweise auch im Zimmer anliegenden WLan das zu erwartende Wetter für die nächsten Tage ermittelt, die dahingehende Planung weiter geführt.

Mit gewisser Verwunderung musste ich netztechnisch hier im Hotel drei Unterschiede gegenüber meinem Besuch im letzten Jahr feststellen. So wird 1. wird nun auch hier ein spezieller, wohl Personen- bzw. Zimmer bezogener WLan-Key benötigt und 2. ist über kostenlos zur Verfügung gestellten Telekom-Hotspot die Nutzung meines VPN-Tunnels (CyberGhost) nicht möglich; via dem UMTS-Stick dagegen schon. Als Punkt 3. muß außerdem die phasenweise äußerst fragile WLan-Verbindung genannt werden, allfällige Verbindungsabbrüche eingeschlossen. Aber Konkreteres wollte ich spontan nicht sagen, erfordert dies noch weitere Tests und wird dann ggf. Thema eines separaten Beitrages hier im Blog werden.

06.05.2013 / Vormittags - Nach dem Frühstück kurz um die Ecke zu Edeka gefahren, etwas eingekauft und dann nochmals das Wetter gecheckt. Es ist etwas gemischt heute, Sonne und Wolken im Wechsel und ein Schauer ist durchaus ebenfalls möglich.  Für die geplanten Events, die Fahrt zum Grundlsee und die Wanderung hoch zum Rauschberg bieten sich der Mittwoch und der Samstag an, was das Wetter betrifft. Vorab und damit ist schon mal das Programm für heute definiert, geht es mit der Gondelbahn (der Internetcheck ist positiv, was den heutigen Betrieb angeht) hoch zum Rauschberg. Der Sinn liegt darin, ein bis zwei Stunden zu wandern und dabei die Schneelage im oberen Bereich -soweit die Sicht reicht- mal zu prüfen (Video).

Denn tragisch wäre es, während der Wanderung wegen zu hohem Schnee aufgeben, umkehren zu müssen.

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Und...? Erstaunlich, aber dort oben liegt weniger Schnee als zur gleichen Zeit im letzten Jahr. Der medial zelebrierte, meinerseits nicht wirklich so gefühlte lange Winter war dann möglicherweise doch nicht so lang, nicht so kalt zumindest, und gerade im April gab es ja bereits recht warme Tage. Ok, das war ein kleiner, nützlicher Ausflug zum Auftakt und folgt nun am Nachmittag der erneute Blick auf das Wetter für die nächsten Tage; für Ruhpolding und die Steiermark. Der Mittwoch stabilisiert sich als Begleiter für die Grundlsee-Rundtour, aber anstelle des Samstages wird es nun wohl bereits der Donnerstag, wenn die Wanderschuhe mich hoch zum Rauschberg tragen mögen. Und morgen, quasi als Vorbereitung, als körperlicher Ertüchtigung und -gegenüber heute- noch etwas intensivere Einstimmung steht dann Joggen auf dem Programm; an der weissen Traun entlang und dennoch nicht zu weit, falls der immer mögliche Regen darnieder kommt.

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Die Bilder dieses Tages -und der vorherigen- werden später aufbereitet und hier eingestellt. Jetzt geht es erst mal in das hauseigene Schwimmbad, vielleicht in den Wirlpool und dann, ...ja man ahnt es, in die Sauna. Und in den Schwitzpausen wird, wie meist, gelesen. Aktuell "Schamland" von Stefan Selke über den, dessen Buch auch hier im Blog und mit Bezug auf einen Artikel bei Telepolis bereits berichtet, Selke zitiert wurde, ein separater Blogtext ggf. folgen mag.


07.05.2013 / Vormittags - Heute ist es diesig, regnerisch gar, wie der Blick aus dem Zimmerfenster zeigt:


Nun..., so bietet sich nach dem Frühstück Gelegenheit, die gestern eingefangenen Bilder vom Rauschberg aufzubereiten und hier einzustellen. Es darf dabei wieder ein wenig der Kunst gefrönt werden, konkret einer Kunstform des Angerer der Jüngere:

 

 

 

 

 

Das Gipfelkreuz darf natürlich nicht fehlen und ebenfalls die Drachenflieger-Absprungrampe. Insgesamt ist mann/frau da oben wohl in Gottes Hand; soweit mehr oder weniger gläubig.

Und es geht weiter mit der Kunst:

 

 

 

 

 


Dann mal zu dem Wesentlichen, dem originären Grund der Gondelbahnfahrt, des Besuches hier oben. So ist doch die aktuelle Schneelage zu prüfen und danach zu entscheiden, ob eine Wanderung über die Südroute nicht nur möglich sondern auch halbwegs angenehm sich gestalten wollte. Und der Eindruck ist positiv, überzeugt. Der Weg in Richtung Nordost-Abstieg, von mir im letzten Jahr zuerst und eben abwärts gegangen, der lag damals noch komplett unter einer Schneedecke begraben. Und jetzt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Auf der Rückseite des Rauschberg liegt insgesamt wesentlich weniger Schnee gegenüber einem nahezu identischen Termin im Vorjahr, wie die Bilder aus 2012 und nun aus 2013 unter ganz ähnlicher Perspektive zeigen. Wichtiger noch ist der Blick von dieser Brücke da oben hinab auf den Hang des Südaufstieges, also meine geplante Wanderroute hoch zum Rauschberg. Links ist die Lage in 2012 und recht nun in 2013 zu sehen. Der Unterschied ist erkennbar, wenngleich auf den ersten Blick nicht so gravierend. Da sei jedoch meinem praktischen Erleben gestern getraut; das wird schon...:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

07.05.2013 / Früher nachmittag - Es hat sich aufgeklart, kein Regen zur Zeit und (zum Joggen) angenehme 17 bis 18 Grad.

Und "break"..., war soeben beim Joggen an der weissen Traun festzustellen, dass dieses Flüsslein aktuell weniger Wasser führt als aus dem letzten Jahr in der Erinnerung, wo nirgends -so wie heuer gesehen- trockenen Fußes eine Querung im Flußbett möglich war. Als sog. Flachlandtiroler würde ich somit kühn behaupten, dass dies ein Indikator für die im Wesentlichen bereits beendete Schneeschmelze sein kann.

Und btw. ändert sich in den Bergen das Wetter (gefühlt) schneller als im Flachland. "You never know" sprach unser Guide, damals 1994 in den Bergen von Colorado, als er ein zusätzlicher Packpferd sattelte, auf diesem die entsprechende Regenschutzkleidung verstaute. Wir haben sie nicht gebraucht, aber man weiss es eben nicht...

Die aktuelle Wettervorschau gibt mir den wohl guten Ratschlag, meine geplante Wanderung hoch zum Rauschberg nun doch bereits morgen (Mittwoch) -und zwar am Vormittag- zu absolvieren; nachmittags ist Regen angesagt, kann es gar Gewitter geben. Nicht weil der Donnerstag schlechter geeignet wäre; im Gegenteil. Aber für die Rundtour zum Grundlsee wäre der Mittwoch grundsätzlich die schlechtere Wahl, könnte es (dort) eher den ganzen Tag Regen geben; ist somit der Donnerstag besser geeignet und nach der Prognose kpl. ohne Regen, kann teilweise recht sonnig werden. An beiden Tagen sollen die Temperaturen bei knapp zwanzig Grad liegen. Und die restlichen Tage? Freitag und Samstag ist es hier wie dort eher regnerisch, bleibt somit wohl kein anderes Zeitfenster übrig, ehe es am Sonntag dann weiter geht.

 

08.05.2013 / Sehr früh am Vormittag - Frühstück gegen acht und dann werden die "sieben Sachen" gepackt. Es soll relativ warm werden und daher kommen zwei Flaschen Wasser zu je 0,5 Liter mit in den Rucksack. Zwei zusätzliche T-Shirts, eine Jacke, ein Handtuch und etwas Creme ebenfalls. Vergessen hatte ich das Frottee-Stirnband, hätte es gebraucht...

Um 09:27 wird an der Kasse der Rauschbergbahn die notwendige Karte für die Talfahrt gekauft und dann geht es los. Noch hängt Morgennebel über den Bergen und zieht sich bis in die Niederungen. Erst geht es am Taubensee entlang und dann an der weissen Traun. Alles noch flach, leer sowieso und immer mal schaut schon der klare Himmer durch die Wolken.

 

 

 

 

Nach knapp dreissig Minuten ist der Einstieg in den Berg erreicht, geht es nun einen teilweise recht steilen, steinigen Trampelpfad hoch bis dann etwa zehn Minuten später bereits der Abzweig hinunter zur Allinger Stube erreicht ist. Nach weiteren zwanzig Minuten eng, steil und steinig aufwärts taucht dieser breite, mir vom letzten Jahr gut bekannte Forstweg auf, vermisse ich das vergessene Stirnband, läuft der Schweiss ungebremst von der Stirn in die Augen. Der Forstweg führt über viele Windungen wohl ebenfall hoch zum Rauschberggipfel, aber dem zu folgen dürfte dauern, könnte gar langweilig werden. Daher geht es links wieder hinein in den Berg und nach kurzer Zeit kommt diese Bank, läd zur ersten größeren Pause ein und bietet darüber hinaus noch eine schöne Aussicht.

 

 

 

 

 

 

 

Kurz nach 11 Uhr ist die (quasi) Mittelstation erreicht. Hoch ging es bislang etwas schneller als die angegebenen zwei Stunden, weiter hinauf werden die beschilderten zweieinviertel Stunden nicht reichen; das zeigt sich dann auch sehr konkret. Erst mal geht es nun wieder mal den breiten Forstweg entlang, mal mehr mal weniger steil und gegenüber dem letzten Jahr auch in den Schattenlagen bereits vollkommen schneefrei. Dazwischen bieten sich immer mal einige Baumstümpfe zum Platznehmen, zum Verweilen an und dann öffnet sich der Wald zum Zielhang hin, ist gar sehr weit oben diese Brücke zu erkennen; sie kommt jedoch immer näher.

 

 

 

 

 

Dann wird es noch einmal sehr hart, geht es rechts am Hang steil und äußerst steinig hoch. Gefährlich, sage ich mal und dennoch werde ich von einem jungen Mann überholt, kommen mir auf diesem Stück insgesamt vier Wanderersleut (darunter eine ältere Frau) entgegen. Mit letzterer unterhalte ich mich ein wenig, ehe sie dann und ausbalanciert von den Wanderstöcken beinahe abwärts weiter hüpft; faszinierend...

Gegen Ende dieser Herausforderung, diese Wegstückes scheint die Lichtung auf, ist gar noch ein richtiges Schneefeld zu queren. Dann, nach gut vier Stunden ist die Perspektive bekannt, das Zeichen ebenfalls, sind es dann nur noch wenige Meter zum Gipfel. Ok, mann wird nicht jünger und wärmer als im letzten jahr war es ebenfalls, sind die zwei Flaschen Wasser komplett verbraucht. Das letzte, verschwitzte T-Shirt wird gegen die Windjacke getauscht, und die nächste Gondelbahn gehört mir. Abschließend as dazu passende Video.

 

 

 

 

 

 


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09.05.2013 / 09:23

Start der Grundlsee-Rundfahrt, allerdings nicht "oben herum", also wie hier auf den Navi angezeigt über Salzburg (ist dem Rückweg vorbehalten), sondern diese Route weiter südlich auf kleinen Straßen östlich von Berchtesgaden über Hallein, an der Südseite des geografisch noch im Salzkammergut liegenden Hallstätter See vorbei, dann in die Steiermark und via Bad Aussee -wo es gar eine Bahnlinie gibt- zum Grundlsee. Der wird dann kurz nach 12:30 erreicht und an den Bootsverleih rechts der Straße, gleich eingangs am See mag ich mich gar auch nach rund fünfzig Jahren noch erinnern. Links hoch ging es dann, damals zu unserem Hotel.

 

 

 

 

 

Der Weg führt mich die Straße am See entlang und bei einem längeren Aufenthalt wäre eine Wanderung zum Toplitzsee nicht verkehrt. Ein Blick auf den Friedhof, in die recht bescheidene Kirche muss sein...

 

 

 

 

 

...und das nach wie vor einzige größere Haus/Hotel am Platz scheint mir eben das von vor fünfzig Jahren zu sein. Nach Rücksprache mit der aktuellen Chefin existierte das Haus und als einziges (größeres) Hotel bereits Ende der 1950er, könnte also beinahe nur dies hier gewesen sein. Behalte ich mal im Hinterkopf, gibt es aktuell nur noch Übernachtung/Frühstück, keine Vollversorgung, wie ich das damals als Bub so toll fand. Ja , WLan steht auch zur Verfügung, aber nicht im Zimmer, nur unten im allgemenen Aufenthaltsraum. Dann geht es zurück, diesmal auf der anderen, östlichen Seite des Hallstätter See entlang und abschließend mit dieser spektakulären Sicht von der Pötschenkehre hinab auf die Landschaft:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


10.05.2013 / Ganztägig - ist Regen angesagt, Gelegenheit also, die Bilder vom Rauschberg und vom Grundlsee aufzubereiten, außerdem ein wenig wegen der oben genannten VPN-Problematik zu recherchieren und zu testen. Aber dazu mehr in einem separaten Blogtext.


11.05.2013 / Vormittag zu Nachmittag - Nach dem Frühstück geht es kurz zum nächsten Supermarkt, wird Wasser (und Wein) eingekauft, mann weiss ja nie, was die nächsten Tage in Italien so bringen. Die Mail-Bestätigung für zwei Übernachtungen (incl. Frühstück) in Südtirol ist eingegangen und nun sollte es nur noch etwas aufklaren. Das tut es auch und gegen Mittag ist Aufbruch angesagt, zu einer kleinen Wanderung am Unternberg, dem zweiten Hausberg von Ruhpolding und etwas niedriger als der Rauschberg. Leider ist der oben im Nebel verschwindende Sessellift außer Betrieb und das Wetter stellt natürlich ein gewisses Risiko dar. Aber einfach mal (von oben) gucken, ansonsten rauf und runter fahren, das wäre als Abschluß und als erster Eindruck vom Berg nicht schlecht gewesen. Es bleibt somit lediglich eine knapp zwei stündige Wanderung entlang kleiner Schluchten, über darüber führende Wege und Stege im unteren Bereich und die auf der kleinen Tour liegende Alm hat gar noch Samstags Ruhetag; so what...

Ok, morgen früh soll es weiter gehen, wird dann hier als "Unterwegs...II" bei Gelegenheit aufgearbeitet.

 

Zeit für einen Kommentar

Stille ruht der See in Deinem hauseigenen Blog, seitdem Du wieder auf Tour bist, niemand will Dich mit
bissigen oder wohlgemeinten Kommentaren herausfordern, Dich zum Widerspruch provozieren oder zur Ziel-
scheibe der eigenen Eitelkeit machen.
Vielleicht versuche ich es mal: Wird Dir nicht ein wenig langweilig dabei, in diesem Dämmerzustand,
bei dem das Navigationssystem auf Knopfdruck die Richtung bestimmt, durch die Lande zu brausen - nur um
ab und zu den eigenen Kreislauf wieder hochzufahren? Wie haben wir uns nur vor 50 Jahren ohne Navi
zurechtgefunden - eigentlich mit weniger Problemen als heutzutage.
Gratuliere übrigens zur Zweitbesteigung des Rauschberges, dass es bei dieser Exkursion aber für Dich so auf-
reibend sein würde, lässt tief blicken - frei nach dem Motto: Wo ein Wille ist, findet sich auch ein Weg.
Vielleicht hätte Dir jemand das Stirnband nachschicken sollen, aber das Transpirieren soll ja gesund
sein.
Was gibt es sonst noch Bemerkenswertes während Deiner Abwesenheit?
Um die paar Meter Parkraum Deiner Limousine ist ein Kleinkrieg entbrannt, M. P. delektiert sich an
"50 Tips" und "Nie wieder" von Ulla Meinecke und der Krach um den neuen Hauptstadtflughafen geht
weiter - das größte Ärgernis ist aber die Verschleuderung von Steuergeldern zur Sanierung der Staatsoper.
Soviel aus der Heimat: Werde Deine Einträge weiterhin verfolgen, vielleicht gelingt Dir noch die eine
oder andere Besteigung eines Gipfels (mit der Rückfahrkarte für die Seilbahn im Gepäck), gefährliche,
unwegsame Pfade inklusive.

Bis bald - und weiterhin schöne Fahrt!

Martin P.

Gerade angekommen,

wobei der Gasthof "Zum Hirschen" definitiv nicht die Übernachtung damals in 1981 darstellt. Die war direkt an der Hauptstraße, der Hirsch dagegen ist etwas abseits gelegen. Dafür geht das Internet hier zuverlässiger als in Ruhpolding, wenngleich auch in Italien mittlerweile der WLan-Key auf den konkreten Gast hin vergeben wird. Aber davon, wie bereits geschrieben, in einem separaten "Tech-Blog". hehe...

Ja Danke, zweimal der Rauschberg, das reicht nun! Und ebenfalls Ja! Dem Navi sollte man den eigenen Denkapparat nicht vollkommen überlassen. Oder die Italiener sind da technisch noch nicht soweit, wie beispielsweise die Schweizer es bereits im letzten Jahr waren. Schickt mich das dumme Ding doch heute in Richtung "Grödnerjoch", wo bereits im Tal angeschlagen war, dass der Pass aktuell gesperrt ist. Habe das ernst genommen und sofort gewendet. Ok, der Umweg "kostete" mich rund zwei Stunden, führte jedoch dann über zwei andere Pässe mit faszinierenden Eindrücken. Stay tuned...