6 Aug 2012

Schneller, höher, weiter

Submitted by ebertus

Bild: Bernd Ebert


Dieses "RAZR" der Firma Motorola (rechts im Bild) war damals, vor rund zehn Jahren "das" Kulthandy überhaupt. Die Kiddies waren hin und weg, während ich selbst irgend ein schnödes Nokia (sponsored by Company) nutzen durfte - geduldet auch privat, was dann eben den kleinen Unterschied macht(e), wenn es an's Bezahlen geht; damals kaum einer günstigen Flatrate unterworfen.

 

 

 

 

 

Später, so ab 2006 hatte ich dann auch eines, in schwarz natürlich, welches heute noch im Familienkreis als Zweithandy im Einsatz ist. Dann ein silbernes (mittlerweile ebenfalls in Reservestellung) und aktuell ein bewußt nachgekauftes (produziertes) Modell in lindgrünem Metallic-Look - was bei dem Titelbild nicht so wirklich zur Geltung kommt. Ein dunkles Weinrot wäre auch nicht schlecht gewesen, ist aber im Familienkreis ebenfalls schon vergeben - und mann will sich ja irgendwie "absetzen", oder? Annehmen bzw. Auflegen durch Aufklappen bzw. Zuklappen sind schon bequem, zumal über den Außenbildschirm (bei zugeklappten Handy) bereits der Anruf(er) und ggf. mit Nummer bzw. gar im Klartext (soweit hinterlegt) signalisiert wird. Die Tasten sind relativ groß, sind gut zu treffen und haben einen angenehmen, die Eingabe rückmeldenden Druckpunkt. 

Telefonieren, that's all, und im Notfall mal eine SMS empfangen, gar schreiben (müssen). Für Wenigtelefonierer (like me) sind die zugrunde liegenden, alten Company-Rahmenverträge nach wie vor erste Wahl wegen dem minimalen Grundpreis. Andere Nutzer im Familienkreis müssen das natürlich neu überdenken, die eigenen Telefoniegewohnheiten dabei im Hinterkopf halten. Und alle 24 Monate steht ein Upgrade an, ist relativ kostengünstig ein neues Handy oder ein Smartphone zu erhalten. Nach diversen Recherchen sowie den Erfahrungen der Tochter mit dem ersten Galaxy (I9000) habe ich mich nun für ein Galaxy-S2 (I9100, links im Bild) der Firma Samsung entschieden. Eben nicht das aktuelle, das gehypte Spitzenmodell, aber dafür ausgereift, nicht soo (beinahe unangenehm) groß und bei Weitem nicht so teuer wie das neue S3. Gerade einmal fünfzig Euro als Zuzahlung waren zu leisten, während das Gerät aktuell für gut 400 Euro incl. Versand bei Amazon gelistet ist. Eine Internet-Flat ist bei meinem Nutzungsverhalten jenseits der Telefonie  nun natürlich erforderlich, kommt der neue Grundbetrag auf monatlich rund 17,- Euro.

Aber halt, für den "normalen" Bedarf ist das RAZR nach wie vor erste Wahl, betriebswirtschaftlich "abgeschrieben" allemal und via Multicard parallel im Einsatz. "Das Neue" ist vorerst ein Spielzeug, und die Anzeige des Titelbildes hier zeigt wohl schon, wo es meinerseits lang gehen soll. Eine Kamera einschließlich Video, Google-Maps, E-Mail und Internet sind neben schnöder Telefonie und SMS -letzteres durchaus zu nutzen wegen der dann eingeblendeten Tastatur incl. bequemen Editierfeld- nun das Maß der Dinge. Dazu kommen ein immer mal notwendiger Taschenrechner, ein Terminkalender sowie aktuelle Wetterinfos, letztere immer standortbezogen, was das eingebaute GPS-Modul ermöglicht. Wichtiger noch als der natürlich ebenfalls vorhandene MP3-Player ist das Radio:

Zu kritisieren wäre hier, dass bei Radiobetrieb und im Gegensatz zu dem MP3-Player nicht nur die Regelung bzw. Erhöhung derLautstärke begrenzt ist, sondern darüber hinaus auch keine Klangregelung angeboten wird. Bei einem etwas lauteren Umfeld dürfte dies, so meine Erfahrung mit anderen Geräten, die Hörbarkeit doch erheblich einschränken. Andererseits ist die Empfangsqualität hier in einem Berliner Aussenbezirk durchaus in Ordnung, wird die "passende" Musik ansonsten eh' über den Player zu Gehör gebracht.

 


Last but not least, was gerade diesen Blog hier betrifft, ist nun der Check anonymer Kommentare kurzfristiger machbar, weil die rudimentäre Prüfung/Freigabe jetzt auch ohne Zugriff auf PC oder Notebook möglich ist. Und überhaupt:  "Information at your fingertip" sagte bzw. versprach mal ein Computerguru und ansonsten sei dies bereits nach gut einer Woche mit dem S2 zugegeben:

Wusste nicht, wie ich bislang ohne überhaupt klar gekommen bin....

 

Nachtrag 09.08.2012:

Einige und beinahe essentielle, zumindest wichtige Anforderungen sind zu adressieren, was die Überführung des so genannten "Spielzeuges" dann irgendwann in eine produktive Phase überführt:

1. Sicherung der Konfiguration, was beispielsweise die von mir eingerichtete Oberfläche, die Mailaccounts und andere, über den Auslieferungszustand hinaus gehende Einstellungen betrifft.

2. Syncronisation bzw. Backup der anfallenden, mit Sicherheit zunehmenden Daten auf dem Gerät und auf der mittlerweile zusätzlich erworbenen microSDHC.

3. Konfiguration und Realisierung von Ausdrucken auf dem (Netz)drucker im lokalen LAN.

4. Funktional gleiche bzw. ähnliche Nutzung bestimmter Programme (Firefox, KeePass, MoneyManager, TotalCmd etc.) wie derzeit auf dem USB-Stick vorhanden.

Grundsätzlich ist das Installieren -und deinstallieren- von Anwendungen (Apps) zu testen, wobei meinerseits und jenseits möglicher, durchaus zu akzeptierender Kosten die gleichen Kriterien angelegt werden, wie bei PC oder Notebook. Als Blick über den zaun und perspektivisch hinführend zu der Verbindung mit einem stationären PC wäre ein sog. Dockingsystem zu begrüßen, was das Smartphone irgendwie und irgendwann via Bildschirm, Tastatur und Maus als vollwertigen, auch stationären Arbeitsplatz einbindet.

 

man kann sich sein neues Spielzeug natürlich schön reden,

aber Werbung für ein 2 Jahre altes MobileFon zu machen, kann ja nur unendlicher (krankheitsbedingter) Langeweile geschuldet zu sein.

Wenn das Gerät tatsächlich seinem originären Zweck dienlich sein sollte, kann doch nur ein solches mit großem Display (5")(wegen Internet und erleichterter Touch-Bedienung) und vor allem LTE-Fähigkeit einer Rezension wert sein. Ein Samsung S2 aber nicht.

Die leichte Ironie

des Titels von den "Fehlfarben" ist Dir hoffentlich nicht entgangen...?

Ansonsten hast Du ja schon mitbekommen, dass ich kein sog. "early adopter", kein Spieler, kein hipper Kiddie "sponsored by daddy" bin. Lasse gerne andere testen und gönne mir dann das, was ausgereift ist, "mir" nützlich und sinnvoll erscheint, wobei die Kostenfrage dabei nicht unbedingt an erster Stelle steht. Immerhin hat das S2 nach einem Update bereits Android 4.xy zu bieten.

Und btw. Letzte Woche im direkten (optischen) Vergleich mit einem IPhone5 war mir mein Display angenehmer, größer, leichter zu lesen als die winzige Schrift auf dem IPhone. Mit Sicherheit Geschmackssache, aber auch ein Stück weit altersbedingt. Und das S3 ist mir einfach zu groß, als (primär) Handy kaum noch zu gebrauchen. Da werde ich separat -vielleicht in einem Jahr- lieber gleich zu einem Tablet greifen; dann als Ersatz für mein Notebook. Dann (natürlich) gern auch mit LTE - oder was macht momentan da die Flächenabdeckung...?

"Werbung" ist gut, fehlfarbige Lyrik ist besser ...

"ausgereift" ist gut,

wird doch an solchen Geräten in postproduction nichts mehr verändert, das war vielleicht früher einmal so....... :-)

Ja, sehr gut, obwohl...

weil 1. fließen notwendige Fixes natürlich in den laufenden Produktionsprozess ein. Und 2. sorgen Firmware- und/oder Betriebssystemupdates in gewissen Grenzen für Zukunftsfähigkeit; zumindest für eine bestimmte Zeit.

Aber heje, heje... Du LTE-Fan; wie ist denn das nun mit der aktuellen Flächenabdeckung?

Damals, als das mit UMTS losging, da hatte ich für mein Notebook so eine Karte (PCMCIA, USB-Sticks kamen später) und natürlich "sponsored by company", obwohl kaum irgendwo Empfang war. Heute -bin nach wie vor viel unterwegs- muss ich selbst bezahlen, wollte daher schon eine gewisse Gegenleistung erhalten.

Es geht voran...

auch wenn meinerseits nicht unbedingt Geschichte gemacht wird; wie die Band "Fehlfarben" mal titelte.

Firefox (oben im Text unter Punkt 4. erwähnt) habe ich seit einigen Wochen auf dem Smartphone, ist wesentlich angenehmer, funktionaler zu nutzen als der eingebaute Browser; möglicherweise irgend so ein Telekom/T-Mobile-Kastrat, der ohne Mama und Papa nicht sein kann. Was fehlte, das waren meine ganzen, akribisch gepflegten Bookmarks (Lesezeichen). Via dem Add-on "XMarks" die Lesezeichen zwischen meinen zwei PC, dem Notebook und der Installation auf dem TrueCrypt-Stick automatisch auszutauschen und synchron zu halten, das ist Stand meiner Internet-Nutzung.

Und nun das Smartphone...? Donnerstag am späten abend, relativ allein im Handybereich der ersten Klasse eines ICE von Frankfurt nach Berlin, den Vierer-Tisch ab Braunschweig zur Exclusivnutzung, so hatte ich Zeit und Muße zum Testen. Das Notebook via UMTS/HSDPA angeschlossen, das Smartphone ebenfalls. "XMarks" für Android auf das S2 gezogen, mit dem vorhandenen Account verbunden und schon ging das Synchronisieren los. OK, das dauerte dann bei meinen Lesezeichen-Strukturen, den darin enthaltenen, vielen Bookmarks doch etwas. Zwischenzeitlich und gerade zwischen Wolfsburg und Berlin (Spandau) ging dann die Performance auch oft bis EDGE runter. Aber irgendwann war es dann fertig.

XMarks ist hier nicht im Browser integriert (wie man das stationär, vom PC/Notebook so kennt), sondern als extra Button auf dem Desk des Smartphones. Und dort waren nun meine komplette Leseleiste mit allen Substrukturen, aber auch die noch unsortierten zu finden. Über die Einstellungen ist zu wählen, ob man automatisch (oder manuell) synchronisieren will. Habe "Auto" gewählt, das zwischenzeitliche manuelle sync ist per Button immer möglich. Lesezeichen, welche auf dem Smartphone gelöscht werden (eher nur bei den unsortierten), die werden beim nächsten sync auch stationär gelöscht. Die andere Option, ob auch die neu eingegebenen Adressen im Firefox des Smartphone übernommen und synchronisiert werden sollen, das habe ich verneint, nutze ich das Smartphone doch nicht so wirklich zum freien surfen, möchte die Lesezeichenstrukturen vorerst am PC pflegen; und dort wesentlich übersichtlicher. Bei einem Tablet, wie am Wochenende im Bekanntenkreis erlebt, das könnte das dann durchaus anders sein.

Ergo: Bin sehr zufrieden bislang und so habe ich nun alle (für mich) wichtigen, notwendigen und sonstig angelegten Website-Zugriffe auch auf dem S2 zur Verfügung und immer aktuell. Der aktuelle Stand meiner lediglich zwei Desk-Seiten sieht nun so aus: