11 Sep 2012

Leonard Cohen

Submitted by ebertus

Bild: Bernd Ebert
 

Natürlich kennen wir Leonard Cohen, als Sänger und Songwriter, nicht zuletzt auch wegen seiner durchaus gehaltvollen Texte. Aber..., nicht eine DVD, nicht eine CD von Cohen ziert bislang das Regal mit den musikalischen Kostbarkeiten, bestenfalls ist mal ein Einzelstück in irgend einem Sampler enthalten.

 

 

 

Krankheitsbedingt konnten liebe Freunde ihre Karten nicht nutzen, machten uns ein nettes, wenn auch sehr überraschendes und kurzfristig daher kommendes Geschenk. Erst nachmittags aus Rhein/Main zurück, so war nicht viel Zeit und rechtzeitiges Erscheinen in der Berliner Waldbühne sehr empfohlen. Schon die Bahnfahrt ab Westkreuz -den ersten, möglichen Zug haben wir wegen Überfüllung ausgelassen- gab dann am Zielbahnhof Pichelsberg den deutlichen Hinweis auf ein großes Publikumsinteresse. Kurz vor 19:00 Uhr sind wir am Ziel, nur noch wenige Plätze im gebuchten Bereich frei.

Als es dann pünktlich (19:30) los geht, sind nun auch die wohl nummerierten Plätze direkt vor der Bühne komplett besetzt. Das Wetter ist noch halbwegs angenehm, es bleibt trocken und die Temperaturen liegen nur wenig unter zwanzig Grad. Langsam zieht die Dunkelheit über die Waldbühne herein und es kommen immer mehr die rechts und links der Bühne aufgestellten, großen Leinwände zur Geltung. Nach rund neunzig Minuten ist es Zeit für eine kleine Pause, darf mann/frau sich ein wenig die Beine vertreten - soweit der Platz reicht, wir uns relativ nahe am einem Treppenweg plaziert hatten.

Leonard Cohens Darbietung, seine Musik, sein Vortrag und über die sonore Stimme hinaus lebt auch ein Stück weit von den rotinierten BegleitmusikerInnen. Ein Artikel in der ZEIT macht dies noch etwas deutlicher, wartet mit (möglicherweise) unbekannten Details auf. "Suzanne" war dann eines der wenigen, auch uns bekannten Stücke und bei "First we take Manhattan...", war es Zeit für einen langsamen Rückzug, wollten nicht wieder wie die Ölsardinen in der S-Bahn stehen. Insgesamt war es ein schöner, beinahe noch sommerlicher Abend.