24 Jul 2014

Wenn zwei das Gleiche wollen ...

Submitted by ebertus

Starke Führer! Wer erinnert sich noch an diese Studie der TU-Berlin zu den neuen Montagsdemos? Wurde im Ergebnis von einigen der Befragten tatsächlich ein starker Führer gefordert?

Bei Telepolis fasst Florian Rötzer die Forderung nach Führung, nach etwas Handfestem sehr schön zusammen, in dem bereits gefühlten, dennoch erschreckenden Ergebnis möglicherweise repräsentativer als die erwähnte Studie; zumindest was die großmedial veröffentlichte Meinung betrifft.

Ok, ein neulinkes, neugrünes Medium hat Rötzer bei seiner Tour de Horizon, was den Konsens der medialen Eliten mit den Mächtigen, den alten und neuen Kriegsherren betrifft, noch vergessen, nicht erwähnt:

die taz, sie will es doch auch..., dass endlich gehandelt wird.

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Wer in Sachen der erwähnten Studie nachlesen möchte, der sei hier auf die Seite des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung verwiesen und relativ am Anfang gibt es einen Link (pdf-Datei) zu den Ergebnissen. Wie bereits an anderer Stelle und nicht ohne einen gewissen Sarkasmus verkündet: Man hätte diese Studie eher in die erfahrenen Hände des integren "Simon Wiesenthal Center" legen sollen - da käme dann wenigstens der gebroderte Augstein raus....

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Ansonsten und dergestalt selbst involviert? Ja!

So war ich doch zufälligerweise und gemeinsam mit einer Freitagsbloggerin an dem Tag am Brandenburger Tor, wurden wir von einer freundlichen  Institutsmitarbeiterin gefragt, ob wir an der Studie teilnehmen wollen; erhielten dann den individuellen Link-Code und die Adresse der Website.

Den Fragenkatalog durchgearbeitet so war mir nach einer kurzen, ergänzenden Stellungnahme für die der Fragebogen selbst keinen Platz bot. Auf der hier verlinkten Seite des Instituts nachlesbar:

ebertus 30. Mai 2014 um 12:35

Habe an der Befragung teilgenommen und mag, soweit Vergleiche zulässig sind, die Teilnehmer und die Atmosphäre ein ganzes Stück weit in das einordnen, was mir aus der Frühzeit der Grünen in Erinnerung ist. Und in welche Ecken wurden die gestellt?

Was mir an vielen Fragen ein Stück weit unangenehm aufstieß, das war dieser beinahe suggestiv-hibbelige, implizite wie explizite Bezug auf “Jüdisches”. So nach dem Motto: “Es sollte doch gelingen diese Neurechten zu entlarven, Godwin’s Law geht immer…”

 

Und dann dieses absolut unbefriedigende Ergebnis, weitgehendes Kaffeesatzlesen im medialen Mainstream; lediglich das mit dem erhofften Führer brachte etwas von der selbsterfüllenden Prophezeiung gemäß erkennbar suggestiver Fragestellungen.

Und nun das... siehe oben!