6 Mai 2014

Kölner Stadtanzeiger und Berliner Zeitung

Submitted by ebertus

Paywall.>.>.>.>Next! Im Grunde ist es Realsatire, nach den Erfahrungen der letzten Wochen. Wenn sich "Embedded Journalism" hinter die Bezahlschranke zurück zieht.

Es bleibt spannend, wird täglich spannender, was der sog. Qualitätsjournalismus uns staunenden Konsumenten da bietet. Mag jetzt keinen meiner vielen Blogtexte hier und bei derFreitag zum Thema verlinken, stattdessen das Handelsblatt.

Knapp zehn Euro sind mit Sicherheit angemessen für das, was täglich und aus quasi erster, integrer, seriöser Hand über die Welt im Großen wie im Kleinen zu wissen ist. Nur sind diese ganzen, qualitätsjournalistisch ummantelten Agenturmeldungen leider, leider nach wie vor immer noch via  FreeMedia zu lesen; die oft identische Bebilderung eingeschlossen. Hat man früher und ohne Internet nie so bemerkt. Da sind nun und in notwendiger Verhinderung eines Erkennens hofberichterstattender Einheitsmeinung endlich (frei nach Chomsky) nichtverschwörerische, pontemkinsche Propagandasysteme zu bilden. In der DDR ging das auch lange gut, war oft nur die Sprache etwas hölzern.

 Im Ernst, und das ebenfalls genannte E-Paper für schlappe 23,85 Euro wollte ich mir dann doch vorab mal als Einzelausgabe anschauen; ohne Abo. Nach meinen Erfahrungen mit so einem E-Paper der taz (Wochenendausgabe) ist das, ist eine formatige Zeitung selbst auf einem relativ großen Tablet weniger als Geschmackssache zu verstehen, fühlt man sich eher lost in...

Dagegen hilft bestenfalls eine endgerätebezogene APP, von der aber in dem verlinkten Artikel nichts zu lesen ist. Was ja dann auch sofort einen nicht ganz unwichtigen Nebenkriegsschauplatz eröffnet, würden alle interessierten Leserinnen die das Angebot ganz herkömmlich via PC oder Notebook nutzen, erst einmal ausgesperrt.

Aber halt, auch dafür naht Hilfe, vielleicht... Statt der sonst üblichen zehn freien Artikel soll es hier nun nur noch sieben geben. Auch gut, die kleine Frage dabei wäre lediglich, wie den diese sieben (oder zehn) getriggert, hochgezählt werden; so ganz ohne Anmeldung. Meine Erfahrung beispielsweise mit der englischsprachigen israelischen Tageszeitung Haaretz lautet wie folgt:

Grundsätzlich muss man sich auch für die (in dem Falle zehn) frei lesbaren Artikel registrieren und in jedem Einzelfall anmelden. Das wiederum hat den netten Nebeneffekt von regelmäßigen Werbemails, welche immer mal wieder an das nun hoffentlich endlich kostenpflichtige Registrieren erinnern. Bei mir hatte dieses geforderte Anmeldeverfahren -keine Ahnung wie andere das beurteilen- genau den gegenteiligen Effekt.

Während ich früher bei Haaretz regelmäßig und oft sehr spontan herein geschaut habe, so schaffe ich seitdem nicht mal mehr diese zehn freien Artikel...