4 Jul 2014

Der große Irrtum - KINO im freiLand

Submitted by ebertus

Auf der Suche nach dem (Markt)wert des Menschen. Ein filmischer Reisebrief durch das Deutschland der Jahre 2007 bis 2011, gerichtet an die eigenen Kinder, wenn sie erwachsen sind.


Ein reisender Kameramann, Familienvater von drei Kindern, beobachtet das Dilemma, wenn die Fähigkeiten von Menschen keinen Marktwert mehr erringen. Was dann? Er stößt dabei auf ein Experiment, das Antwort darauf sucht: "Bürgerarbeit". Und auf einen etwas anderen Beruf: Den "Bürgerarbeiter".

Eine dokumentarische Filmerzählung von Dirk Heth und Olaf Winkler / D 2012 / 105 Minuten

Am Donnerstag, dem 3. Juli 2014

Beginn der Filmvorführung: 20.00 Uhr Anschließend Filmgespräch mit Dirk Heth und Olaf Winkler (open end).

freiLand Potsdam (Café / Haus 2), Friedrich-Engels-Str. 22, 14473 Potsdam, Eintritt: 3 Euro

Bezug über die Filmemacher, deren Website zur Dokumentation

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Der Hintergrund für diesen Blogtext:

Bei einem von der Freitagsbloggerin Daniela Waldmann initiierten Gesprächsabend am 29.06.2014 in der Berliner UFA-Fabrik lernte ich den Filmemacher Frank Sputh kennen. Er gab mir den Hinweis auf oben erwähnten Filmabend, welcher dann weniger als "Alternativer Salon", denn als "Kino von unten" verstanden werden darf, meiner morgigen Teilnahme sicher sein kann.

Sehr grundsätzlich und wie auch in einem anderen Blog, dem von Costa Esmeralda hier erwähnt, so scheint mir dieses "act local, think global" einmal mehr die notwendige, die mit konkretem Leben zu erfüllende Handlungsanweisung jenseits von Institutionen und Parteipolitik, jenseits von Eventkultur und Liveticker.

Diese Institutionen, diese politischen Parteien haben den Konsens mit der Mehrheit der Menschen schon längst aufgekündigt und sollte daher von uns nicht weiter gefüttert, in ihrem an einem äußerst partikularen Interesse ausgerichteten Tun unterstützt werden. Insofern verstehe ich die von Daniela initiierten Salons und ganz im Sinne des frühen Rainer Werner Fassbinder als Antiteater wider den medialen Mainstream, wider die Kulturindustrie.

Mehr noch, und insofern wären die Erfahrungen der DDR, der dortigen faktischen Parallelgesellschaften neu zu entwickeln, neu zu begründen. Dem Staat und seinen Institutionen nur soviel geben, wie unter Vermeidung ernsthafter Sanktionen unbedingt nötig scheint; ansonsten sich verweigern, dezentrale und flache Hierarchien bilden, sich vernetzen, nicht gegeneinander ausspielen lassen.

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