18 Okt 2013

Genderama

Submitted by ebertus

Seit einigen Tagen wird über dieses Freitags-Gespräch dreier Damen zum (wohl auch?) Feminismus der aktuellen Bundeskanzlerin diskutiert. Mal sachlicher, mal weniger und es war für mich im Grunde kein Anlass gegeben, dem Thema, dem Blogtext näher zu treten, mich gar zu beteiligen. Wenngleich mir die freitagsexterne Antje Schrupp nicht vollkommen unbekannt ist, ich einige ihrer Texte nicht nur gelesen, möglicherweise gar hier irgendwo darauf verlinkt bzw. daraus zitiert habe; schlußendlich die Gedanken der Bloggerin nachdenkenswert fand.

Gestern nun stellte der freitagsbekannte Joachim Petrick einen längeren Blogtext ein, der auf eine launige Art mir das oben genannte Gespräch nebst bis dahin aufgelaufener Kommentare näher brachte. Positive Ironie, sich selbst und andere auf die Schippe nehmen, das wäre meine -gern ignorant, nicht verstehend zu nennende- Herangehensweise bei einem derart (auch) emotional aufzuladenden Thema; was ja ansonsten und wenn man es ernst nähme, eine in Demut hervorgebrachte politische Korrektheit gerade zu herausfordert bzw. einschließt, der Diskurs sich andernfalls in durchaus bekannt-zelebrierter Aggressivität verlieren kann.  Das habe ich dem Joachim dann sinngemäß auch in zwei kurzen Kommentaren hineingeschrieben und mit der relativierenden Annahme, dass diese, meine Meinung nicht zuletzt dem persönlichen Erleben, der fortschreitenden biologischen Prozesse geschuldet sein kann - Demut eben.

Heute früh war der Petrick-Blog noch da, gerade eben zurück vom Leben da draussen, ist er es nun nicht mehr ...

 

Vollkommen frei drehend

Freitagskritik ist ja hier eher die Ausnahme, wenngleich nicht verboten. Die aktuellen Ereignisse sowohl vor, als auch den Dunstschweif dieses oben verlinkten Freitagsgespräch aka "Meilenstein" begleitend, sie mögen hier jedoch für eine Ausnahme gut sein. Als gegenüber @Magda vollkommen freidrehend ist dieser Avatar namens @Columbus mit Sicherheit ein Highlight, was die sog Qualitätsblogger dort angeht. Keine Ahnung in welcher Inkarnation der möglicherweise in echt existiert, aber Nähe muss da wohl fürchterlich sein.

Im Meilenstein macht sich dieser Columbus wohl nur locker, läuft sich etwas warm für die kommenden Aufgaben, gar Herausforderungen. Qualitätshaltig zur Sache geht es/er dann im Blog von @Magda, bescheinigt dieser Bloggerin unter anderem nun seinerseits ein Frei- bzw. "völliges Durchdrehen". Mein eher (Nicht)verhältnis zu/mit Magda ist zwar Fakt, aber das hat die Frau nun wirklich nicht verdient. Habe mich daher selbst auf einen kleinen, etwas ironischen Kommentar dort beschränkt und wollte Grunde erst nicht gauben, dass diese immer mal gelesenen Primitivanwürfe der anonymen Kampftrolle aka Barshai oder Forenboy gegenüber Magda noch zu toppen wären. Weit gefehlt; und das auf dieser nach unten offenen Skala...

Dann weiter im Blogtext mit @Weinsztein, bei dem ich zwar Erstkommentator sein darf, dass zum Anlaß nehme gleich noch mal auf den oben erwähnten, verschwundenen Blog von Joachim Petrick hinzuweisen, mich aber ansonsten weitgehend zurückhalte. Das ist jedoch  keinesfalls ein Masstab für die zwei Qualitätsmatadore, deren Auftritte dann folgen. Ed2Murrow und Columbus machen erst mal etwas Wind, tun ihre Abneigung gegen den Blogautor kund; um sich dann freundlich knabbernd ineinander zu verbeissen. Während ed2murrow sich ausdrücklich gegen eine vermeintliche Vereinnahmung durch den Columbus verwahrt, so legt Columbus gegenüber dem ed sofort mit einem Ratschlag zur Behandlung von Gummienten in der Badewanne nach.

So what... übernimmt dann Columbus gleich noch die qualitätshaltige Lufthoheit über diesen Blogstammtisch, hebt dabei selbst immer weiter ab und muss sich auch noch von GvG in die Waden beissen lassen. Die Ausführungen zur Blogqualität im allgemeinen und der von Columbus definierten im besonderen sind absolut lesenswert; oder auch fürchterlich wie oben qualifiziert - nur die Physik, die Erdanziehung scheint ihn noch ein wenig unter den virtuellen Plebs dort beim Freitag zu halten. Da bleibt dem armen ed nur noch, sich auf etwas niedrigerem Niveau (also dem von Gummienten) ein wenig mit dem GvG zu kloppen.

Dabei kann gerade der eddy (Constantine war auch so ein Raufbold...), in vielen herrschaftsfreien Fegefeuern gestählt das doch viel besser, eben noch etwas qualitätshaltiger; wie vor einigen Tagen in einem Blog von @Achtermann nachzulesen war. Das sind einmal mehr diese niveauvollen Sternstunden, was die persönliche Aufarbeitung alter Rechnungen betrifft. Und der "Gegner" des ed ist diesmal kein Anonymer, sondern ein Freitagsoffizieller - Michael Angele. Da bleibt kein Wunsch offen, kein Auge trocken und mir fällt gerade noch ein, ob mich eigentlich mein Geschwätz von weiter unten noch interessieren sollte. Gegen Anonym-Freidrehende ist für halbwegs realweltlich Verbundene kaum etwas auszurichten, weder von Angele, der sich dieser Prozedur dennoch unterzieht, noch von von Jana Hensel, die sich das im Meilenstein dann gleich mal erspart hat.

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OK, was bleibt? Nach der Selbstentkleidung bis auf die doch recht kurzen Söckchen wäre es sowohl für Columbus wie für ed2murrow möglicherweise angezeigt, eine mittlere bis längere Auszeit zu nehmen. Als meine Prognose möge gelten, dass ich dies (wenn überhaupt) eher dem erstgenannten zutraue, wenngleich nicht wirklich lange und wie von ihm bereits einmal zelebriert; der ed dagegen ist einfach zu hart, auch gegen sich selbst, wird kaum ein richtiges Päuschen hinnehmen, sich gönnen ...

 

Sonderbares Verständnis

Zunächst eine Richtigstellung: Das mag von außen nicht erkennbar sein, aber die erforderlichen Angaben zur Person, die mit e2m zeichnet, sind der Redaktion von der Freitag seit geraumer Zeit bekannt. Herr Angele hat daher nicht mit einem "Anonymen", sondern mit einer ihm durchaus bekannten Person geschrieben. Dass er dabei meinen Wunsch respektiert, mit e2m bei der Freitag angesprochen zu werden, weist nicht auf ein Entgegenkommen, sondern auf eine Selbstverständlichkeit hin.

Die Ihnen offensichtlich abhanden gekommen ist. Vor längerer Zeit, genauer zum Zeitpunkt Ihrer ziemlich missglückten Geschichte um Chaplin, hatte ich Ihnen meine persönlichen Daten zugesandt. Sie waren nämlich auf einen Kommentar von mir so fuchsteufelswild geworden, dass ich Ihnen anbot, das direkt zu klären. Gleichwohl tun sie hier (und gebetsmühlenhaft andernorts) so, als wäre die Anonymität gewählt, um Krawall zu tun.

Die destruktiven Bemerkungen eines Medienmenschen wie weinzstein gegenüber einer Plattform zu benennen, auf der er selbst schreibt und auf der er wirbt, hat nichts damit zu tun, wer das schreibt, sondern was. Dass Sie diesbezüglich voreingenommen sind, ergibt sich aus dem vorigen Absatz. Wie auch der Umstand, dass Sie daran Empfehlungen knüpfen.

Anonymität im Netz ist nicht lediglich eine schicke Parole oder Ziel von Anonymus, sondern nach höchstrichterlicher Rechtsprechung Grundbedingung freier Nutzung dieses Mediums. Die gegenläufigen Schlagworte habe ich bislang nur von Sicherheitspolitikern einer bestimmten Couleur gehört. Und bei Ihnen gelesen.

Beste Grüße, ed2murrow

Gern gelesen @ed2murrow

und wie Sie dem Tenor meiner Einlassung hier unschwer entnehmen können, ist Schmunzeln die mich leitende Maxime. Nein, Ihre Daten habe ich nicht registriert, archiviert. Das geht mir ab, dieser en passant "Hinweis", dass man irgendwelche Äußerungen rechtsrelevant (feel free) gespeichert hätte, Weiteres sich vorbehalten würde. Nach meiner schwachen Erinnerung aber genau so von Ihnen gegenüber @Weinzstein und GvG mal geäußert.

Schön, dass der Angele Sie freitagsintern kennt. Wer weiss, den Columbus vielleicht ebenfalls...

Ja, "Chaplin" hat mich etwas erregt, so oder so; Sexismus auf der persönlichen, der frontal provozierenden Ebene ist dann wohl das Einzige, was mir dieses weiter oben genannte Schmunzeln etwas verleidet.

Nachtrag 22.10.2013 / 17:20, weil gestern abend in rein/mein via anderer Konstellationen engagiert:

Anonymität auf der passiven Ebene, der von Schutz und Selbstbeschränkung? Da passt kein Blatt zwischen uns; auch wenn Sie sich sofort dagegen, gegen diese Vereinnahmung verwahren wollten; ich dann die Gummi-Enten nicht gleich auspacken werde.

Beste Grüße ebenfalls!

Möglicherweise bezeichnend

Antje Schrupp mag als Externe und mit gutem Willen entschuldigt sein. Aber dass Jana Hensel, die das Gespräch geführt hat wie dort im Blog zu lesen ist, die immerhin stellvertretende Chefredakteurin beim Freitag ist und dieses Gesprächsskript am 14.10. eingestellt hat, dass Jana Hensel bislang keine Zeit fand an der Diskussion teilzunehmen, das ist nach meinem Dafürhalten zumindest befremdlich.

Oder eben bezeichnend dahingehend, was die Leitung des Freitag über die Community so denkt ...