5 Nov 2013

Qualitätsblogger - Next!

Submitted by ebertus

Nein, diesmal geht es nicht um die HuffPo, auch nicht um diesen lesenswerten taz-Text zu den in der Branche intensiv beobachteten Spiegel-Interna. Nein, dieser Blog schließt an an einen anderen Blogtext hier, genauer an diesen, meinen ersten Kommentar dort. Wie dort bereits vermutet, so legt der doch so furios rotierende Qualitätsblogger @Columbus nun erst mal wieder eine kleine (bis größere?) Pause ein.

Der andere, in dem Zusammenhang erwähnte Freitags-Blogger macht -wie ebenfalls vermutet- keine Pause, verlegt sich nun stattdessen auf (natürlich qualitätshaltige) Realsatire; von mir dort als hilflos-bockigen Quatsch qualifiziert. "Kindergarden" sagte schon der amerikanische Offizier in dem Film "Die Brücke" über diese Jungs und genau so ergibt es sich dann dort im Blogtenor, via dieser qualitätshaltigen Handlungsanweisung und begleitet von so manchem Jubelperser ebenda.

Ja und eingeklappt -zittere jetzt noch- wurde ich später dann auch vom Blogherren. Die (eingeklappte) Antwort bezog sich zwar auf die mich erwähnende Einlassung eines anderen Kommentators, aber gespielte Fürsorge durch den Chef muss schon sein. Der vordergründig genannte, der sanktionierte Grund (Short-URL via meiner Website hier) ist eigentlich eine Ironie der unter dem Blogtext liegenden, sehr grundsätzlichen Geschichte von globaler Überwachung durch unsere (ehemaligen) Freunde.

Über das Thema Short-URL könnte man beinahe einen eigenen Blogtext schreiben (mache ich vielleicht auch mal) und bei Facebook, twitter et al. werden diese Abkürzungen der unter Umständen schon mal recht langen Browseradressen (URLs) durch natürlich kostenlose[sic!], anonyme Dienste der (nordamerikanischen) BigPlayer vorgenommen. können diese Dienste das dabei entstehende Datenmaterial frei auswerten. OpenSource und gar incl. Firefox-Plugin bietet dagegen einen transparenten Weg, die (eigenen) Daten eben nicht diesen BigPlayern zu überlassen, soweit man eine (eben eigene) Domain dafür nutzen kann - was meinerseits dann nun mal genau so eingesetzt wird.

Btw. und so am Rande. Wer, wie der erwähnte Qualitätsblogger, ganz bewußt eine verschleiernde (US) Wordpress-Subdomain nutzt, der kann das mit den Short-URLs wohl nicht so praktizieren, der hat demgemäß wohl auch ganz andere Interessen wegen seiner Anonymität. Top-Level Domains wie diese hier im Blog sind dagegen und in der Regel durch eine einfache WHOIS-Abfrage sehr leicht auf den Verantwortlichen zurück zu führen; incl. ladungsfähiger Anschrift und ggf. aktueller Handynummer - wohl Blasphemie für Schattenwesen ...

 

jetzt hör doch mal auf mit dem quatsch!

du meinst, die lösung liege im sich einbunkern.
die frage ist: wie wird man (wieder) offensiv?
gegen datensammlungen klagen?
die sicherheitdienste veräppeln?
wie wirst du dein eigener whistle-blower, das ist die frage.

Natürlich, das ist richtig!

Es gibt durchaus ernsthafte Diskussionen, Infragestellungen ob Einbunkern nicht kontraproduktiv, ebenfalls hilflos sei. Nur war das im vorliegenden Falle ja nicht das Thema. Da ging es um bockigen "Kindergarden", dem Förmchendieb in der Buddelkiste die verbliebenen Formen samt Schaufel auch gleich noch hinterher zu schmeissen.

Mein Einwand zu diesem "Quatsch" bezog sich darauf, dass es Menschen gibt -zu denen ich ebenfalls gehörte- die nicht nur privat, sondern auch beruflich in die neu definierten Schurkenstaaten reisen müssen, derartiger Klamauck in deren Kommunikation dann ernsthafte berufliche Nachteile bringen könnte, soweit nicht vollumfänglich anonym; incl. der Metadaten, versteht sich. Lediglich @JR'sChinaBlog erkannte wohl diese Brisanz, wenngleich dann seinerseits relativierend angemerkt, derartige "Scherze" nur nach Abstimmung zu treiben.

Und das mit den Short-URLs ist wirklich der Bringer. Du benutzt "aktiv" also im Sinne von Shortlinks erzeugen diese Dienste doch auch manchmal. Hast Du Dich noch nie gefragt, wie deren (kostenlos) Geschäftsmodell so aussieht, sich trägt?  Auf einen erzeugten Shortlink zu klicken erzeugt/sendet wie jeder Browserklick auf einen Link die eigene IP sowie andere Browserdaten, soweit nicht entsprechend konfiguriert und via Add-ons abgesichert. Das ist bestenfalls ein Thema von Zauberlehringen wie eben e2m. Interessant sind Leute wie Du (nicht persönlich gemeint), die diese Shortlinks erzeugen, Linkfarmen generieren, die datentechnischen Mausefallen aufstellen, aus denen sich die anonymen BigPlayer mit ihren ebenso anonymen Analyseverfahren dann bedienen. Dem verweigere ich mich möglichst konsequent! Weiteres dazu vielleicht in einem separaten Blog.

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Btw. und klammheimlich gelesen, wer dieser @Kolumnarde in einer vorherigen Freitags-Inkarnation auch immer war. So schreibt er später in der Nacht und an den ed gerichtet:

Ihre intellektualistisch-geschlechtsneutral und zugleich juridisch ach so wasserdichten, von Ausnahmen abgesehen, daherkommenden Sexismen und sexualinfantilen Interpretationen können Sie sich schenken:

Das hat was Erkennendes, Grundsätzliches. Das darf/sollte man akzeptieren, im Hintergrund behalten. Das Leben war/ist für manche Menschen nebst Avataren nicht immer leicht und manchmal tut es mir hinterher leid, vielleicht etwas überreagiert zu haben; wo Verständnis eher angebracht gewesen wäre. Aber ich bin eben auch nur ein Mensch... 

 

arglos bin ich

und arglos bleibe ich.
das mit den URL merk ich mir.
aber was soll ich tun, wenn ich nicht auf IT umsteigen will, sondern lieber bei dem bleibe, was ich gelernt habe?

und was sexualinfantile interpretationen sein sollen - ich will's lieber nicht wissen!
vermutlich hat es mit "wer hat den längsten, dicksten, spritzigsten?" zu tun.

der bundesinnen will jetzt übrigens auch offiziell die mautdaten abschöpfen....
ich schätze, irgendwann steigt die nation wieder auf draht- und andere esel um.

ps: war da nicht was mit Trojanov? ganz ohne #bombe?

sexualinfantile interpretationen

Beispielsweise der hier im Kommentarfaden eingangs verlinkte taz-Text und dabei gerade die Überschrift nebst Bild - von mir mit herzhaftem Schmunzeln begleitet.

Dickhodigkeit ist ja keine Spezialität (ehemaliger) Spiegel-Egomanen bzw. der dort im Artikel erwähnten Fischer oder Schröder. Bis runter zu kleinen QualitätsbloggerInnen des Freitag geht das, wenn sie sich dann auf der sehr persönlichen Ebene untereinander kloppen wie die KesselflickerInnen; FreitagsredakteurInnen auch schon mal eingeschlossen, wenngleich diese mit stark gebremstem Schaum agierend - weil ja nicht anonym, sie in diesen Schlammschlachten real noch etwas zu verlieren hätten.

Tun kann jeder substantiell nur etwas in dem Bereich, wo er/sie halbwegs kompetent ist, sich zumindest so fühlt. Der Fall "Trojanov" zeigte einmal mehr nur die/unsere vollkommene Hilflosigkeit und mir außerdem qua eigener und im Umfeld erlebter Parallelen mit dem DDR-Regime was da hinter den Kulissen passieren kann. Dem mit Fatalismus oder anderem "Kindergarden" begegnen zu wollen ist natürlich legitim, beruhigt vielleicht ein wenig und befreit zumindest das Subjektive von weiterem Engagement.

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Ja, Mautdaten wegen der Schwerstkriminalität; also der von mir in der Regel an den Tag gelegten Fahrweise mit meinem geländegängigen SUV deutscher Premiumproduktion. Muss ich wohl mal mit der Susanne sprechen, habe ja schließlich ihren Gigolo auch ein Stück weit mitfinanziert. Vielleicht könnte eine weitere Spende zur Pflege der parteipolitischen Landschaft (mir) da helfen die linke Spur jenseits der 200km/h weitgehend für mich zu behalten...

es läßt sich

noch viel einfacher gestalten. ein Trojanov kann ja noch an die presse, ein simpler Silo nicht.
mehr dazu zu schreiben könnte meine anwaltliche schweigepflicht verletzen.
und das nicht, weil es etwas zu verschweigen gäbe, sondern wegen des glatten gegenteils.
seit Silo weiß ich jedenfalls, dass ich an verdächtigen veranstaltungen teilnahm, wie der bürgermeister etc.pp auch, und ich damit zu kämpfen hatte, dass die quellen geschützt werden. da braucht es schon richter, die es gern etwas genauer wissen möchten. und in einem simplen einbürgerungsverfahen möchen sie das nicht wissen. das nennt sich prozessökonomie.
fatalismus?

Fatalismus? Natürlich!

Der in modernem Gewande. Wenn sich Fatalismus, gerade der von uns Älteren dann einerseits mit (vorgeblich) seriöser Gebildetheit und andererseits mit (sexual)infantilem Gehabe paart, latente Aggression darüber hinaus im Schutze der Anonymität zelebriert wird, dann ist das gefährlich... für die, welche jenseits des Virtuellen noch im realen Leben stehen, sich dort behaupten müssen.

So simpel bricht es sich herunter auf die unterste Ebene der Bedürfnispyramide und warum meine Wenigkeit heute darüber schmunzeln, anderen vor die Schienbeine treten kann, mich nur noch vor den Ärzten krumm machen muss, dass ist genau so einfach darin begründet, dass mein Geld eh' auf der Bank liegt, dieses kapitalistische System gar mich noch ein Stück weit schützt; wenngleich es von mir verbal immer mal infrage gestellt wird.

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Was ist eigentlich jenseits des dickhodigen Qualitätsjournalismus aus Maike H. geworden? Hatte mit ihr beim Freitag lediglich einmal wegen dem Projekt "Zeitoun" Kontakt und außerdem mitbekommen, dass sie bei dem Blog "kleinerdrei" immer mal schreibt, dies jedoch kaum zum Überleben ausreichen dürfte. In dem Kontext hier eine Frage auch von Existenzphilosophie, dieses sich nicht über Gebühr mit anonymen Fatalisten einzulassen, die eh' nichts mehr zu verlieren haben.

nicht fatalismus

sondern ebenfalls (prozess)ökonomie.
wenn du fürs brot unter der wurst schubbern mußt, überlegst du dir zwei mal, ob du nebenher noch einen geheimprozess führen kannst.
http://www.taz.de/Rechtsanwalt-ueber-Ueberwachung/!126686/

was so was sonst noch bewirkt, ist recht einfach darzustellen: wenn über jegliche veranstaltung, welche auch in der zeitung steht, ein bericht zu einem dienst gelangt, dann könntest du leicht paranoid werden über der frage, wer von den 24 teilnehmern, von denen du 8 persönlich kennst, wohl die bericht-schreibende person ist.

und, noch aus dem letzten jahrhundert: selbst wenn es dir gelingt, aufzudecken, dass es die datei xy gibt, dass du drinstehst, und wenn es dir dazu gelingt, die datei angelegthabende behörde verpflichten zu lassen, dass deine daten dort entfernt werden (von ganze datei weg kannste eh nur träumen) - hast du davon die gewißheit, dass deine daten nicht längst auch in einer anderen datei aufgenommen sind? du wirst es so schnell nicht erfahren, es sei denn, du oder wer anders stolpert über diese andere datei.

und wie war das mit der zigeunerdatei in Schweden?
http://www.roma-service.at/dromablog/?p=24103