14 Apr 2012

Alpentour April/Mai 2012 - Vorbereitung

Submitted by ebertus

Es ist mal wieder Zeit. Der beruflich gelebte vielfache Ortswechsel und die erhalten gebliebene Unruhe, das nicht lange an einem Fleck aushalten können, diese Nordamerika-Touren durch ein weites Land und mit nur relativ grober Zielvorstellung, ein Wandeln auf bekannten Pfaden und dennoch immer wieder Neues entdecken wollen - all das kommt zusammen, Planung und Vorbereitung eingeschlossen. Relativ neu ist die Möglichkeit, ein kleines und dennoch öffentliches Tagebuch führen zu können, bei einem heute vielfach bereits gegebenen Internetzugang gar beinahe in (multimedialer) Echtzeit.

Genug der Vorrede, nun also:  On Tour, Unterwegs...I

 

26.04.2012

Heute noch schnell die bestellte Sonnenbrille abgeholt, ein wenig Bargeld aus dem Bankautomaten ebenfalls, dann die "sieben Sachen" gepackt und morgen früh geht es los. Damit sollte der letzte Eintrag hier im Blog und was die Vorbereitung betrifft, abgeschlossen sein. Morgen "on tour" wird die erste Rast nach knapp 400km voraussichtlich in Mitterteich an der A93 liegen, geht es inhaltlich in dem oben verlinkten Blogbeitrag dann weiter.

 

25.04.2012

Wegen anderweitiger Termine morgen, wird bereits heute das elektronische Equipment überprüft und auf den aktuellen Stand gebracht. Primär das seit rund drei Wochen nicht genutzte Notebook (IBM/T42, an old one, but still working fine) muss hochgefahren werden, sollte sich nun seine Windows-Updates sowie die Avira-Patches ziehen. Anschließend gibt es noch eine Datensyncronisation vom privaten NAS sowie einige weitere manuelle Updates. Der gesamte Datenbestand wird anschließend noch auf die mitgeführte, externe Festplatte gesichert, wo sich auch ein weiteres Image des Betriebssystems (W7-Pro) befindet.

Danach ist die Digitalkamera d'ran, eine Canon Ixus 100 IS mit HD-Video. Die verschiedenen Speicherkarten werden neu formatiert, der normale und der Reserveakku geladen. Das Ladegerät sowie ein USB-Kabel zur Verbindung mit dem Notebook werden anschließend für das morgige Packen bereit gelegt.

Ok, den kleinen MP3-Player hatte ich bereits letzte Woche auf den aktuellen Stand gebracht, stehen bei entsprechender Muße einige Podcasts bzw. Hörbücher bereit.  

Schlußendlich ist noch das Reservehandy (natürlich mit separater SIM, einer anderen Rufnummer)  zu checken, mal aufzuladen. Als dahingehend konservativer Mensch nutze ich zwei (ältere) Razr-V3 der Firma Motorola, etwas "out" gewiss, war aber mal ein Kulthandy und läuft nach wie vor sehr gut via Bluetooth mit der Auto-Freisprechanlage. Nun, vielleicht trete ich im Herbst, wenn die Updates zu den Mobilfunkverträgen anstehen, so einem neumodischen Smartphone nahe; vielleicht...

Btw. wäre noch zu erwähnen, dass die auf dem Notebook laufende Software (1&1 Softphone) in Verbindung mit dem kleinen Headset ein kostenloses bzw. kostengünstiges Telefonieren ermöglicht, soweit (im Hotel etc.) eine entsprechende Internetverbindung besteht, die notwendigen SIP-Ports nicht geblockt werden.

 

24.04.2012

Es gibt heute nichts Besonderes in der Vorbereitung, wurde doch lediglich bei dem fahrbaren Untersatz das Motoröl kontrolliert, etwas Wischerwasser nachgefüllt sowie die im Winterhalbjahr genutzten Gummi-Fußmatten gegen normale Veloursmatten getauscht. 

 

23.04.2012

Sie wurde erst vor wenigen Wochen gekauft, diese Mobicool-Kühlbox, und diesmal für eine ausschließliche 12V Stromversorgung, jedoch mit separatem Netzteil (wie im Link weiter unten zu sehen). Bei der vorherigen "Combi"-Box war irgendwann die 230V Versorgung defekt und ansonsten hatte diese Box den "Nachteil" einer kippeligen Höhe; wer braucht (eher selten) schon Platz für Flaschen von 1,5 oder gar 2 Litern? Die neue Box ist flacher und beide nun und je nach Bedarf via dem Netzteil zu betreiben. Werde die neue Box also heute mal aus dem Keller holen und im Auto sowie mit Netzteil auf Funktionsfähigkeit testen.

Unsere erste, allerdings passive Kühlbox für unterwegs (links im Bild die rote) kauften wir anfang der 1990er in den USA. Dort war es, ist es gängig, an den Tankstellen und anderswo sog. Icecubes zu bekommen, also Eiswürfel oder Blockeis. Das kommt dann im Beutel in die Box und kühlt den weiteren Inhalt. Nachdem uns diese Box auf vielen Flügen und gerade in Richtung Nordamerika begleitet hat, war diese Mitnahme ab 2009 im Wortsinne nicht mehr "lohnend". Die Airlines wollten nun ab dem zweiten Gepäckstück 40 Euro bzw. 50 USD berechnen, während eine neue Box "drüben" gerade mal die Hälfte kostet.

 

22.04.2012

Wie im "gestern" geschrieben, werden weitere, konkrete Ziele (zumindest das nächste) erst während des Aufenthaltes in Ruhpolding festgelegt. Das weiter unten genannte Hotel in Schenna bei Meran ist eine Option, die dann mögliche, weitere Tour brachte mich heute dazu, alten Erinnerungen sowie Unterlagen etwas näher zu treten.

Südlich von Meran gelegen ist "Unsere Liebe Frau im Walde" eine nette Erinnerung, wenngleich bereits etwas länger her. Zu der damaligen Unterkunft ist aktuell nichts mehr zu finden, nur das Erinnern eben an eine schöne Zeit dort "im Walde". Statt wie in Schenna als lediglich eine Übernachtung auf der Durchreise geplant, so könnten es hier auch zwei oder drei sein. Eine passende Unterkunft ist ebenfalls bereits gefunden und so wird es wohl auf die Wettervorschau hinaus laufen, weil dort nun mal "Outdoor"-Aktivitäten gefragt sind, darüber hinaus gar ein Gratis-WLan gegeben ist.

 

21.04.2012

Die Bestätigung ist erfolgt, bis zum 6. Mai der Aufenthalt im genannten Steinbach-Hotel in Ruhpolding gesichert. Die Rauschbergbahn und ggf. die Unternbergbahn werden zu Ausgangspunkten für enstsprechende Bergwanderungen; falls das Wetter mitspielt. Und am Sonntag, den 06.05. geht es dann weiter südwärts, wird der konkret zu nehmende Weg wohl erst im Laufe der Woche, des Aufenthalts in Ruhpolding festgelegt. Das Hotel bietet ein kostenloses WLan im Zimmer und somit sind jegliche weitergehenden, konkreten Planungen bequem zu erledigen.

 

20.04.2012

Die ersten Schritte sind nun definitiv klar und bestätigt. Am Freitag (27.04) geht es in vertraute Gefilde, welche im Januar und mit streckenweise mittlerem Schneechaos bereits kurz mal Durchgangsstation waren. Drei bis vier Tage sollten es diesmal schon sein, und die Wettervorschau verspricht viel Sonnenschein für die gewählte Zeit. Einige Wandertouren sind dabei sofort im Hinterkopf, welche Gondeln und Sessellifte bereits laufen, das wird man sehen. Die Internetverbindung ist nur suboptimal, sprich teuer, aber das wird in der nächsten, hier anschließend diskutierten Unterkunft mit Sicherheit besser, tendiert dort kostenseitig gegen "Null".

Danach soll es, was noch endgültig festzulegen ist, für wenigstens fünf Tage nach Inzell oder Ruhpolding gehen. In beiden Orten ist mir und nicht zuletzt aus beruflichen Zeiten (Schulungen, Seminare etc.) jeweils ein sehr gutes Hotel bekannt; natürlich in beiden Fällen mit großzügigem Saunabereich und einem nicht so üppigen Fitnessbereich. In kleineren Inzell ist dies der Chiemgauer-Hof und in Ruhpolding das Steinbach-Hotel. Meine Präferenz liegt auf letzterem, einfach der Tatsache geschuldet, dass mir dieses Haus eben nur aus einem einmaligen, sehr kurzen Besuch bekannt ist, während das Hotel in Inzell bereits mehrfach angenehme Gastfreudschaft bot, daher nicht unbedingt diesen kleinen, manchmal durchaus notwendigen Kick des Neuen hat. Werde das also diese Tage noch per mail und/oder Telefonat definitiv festlegen.  

 

19.04.2012

Gerade für Montag (23.04.) einen Termin in der Werkstatt gemacht. Wegen der weiter unten bereits angesprochenen Relevanz eines Navigationssystems sollte (neben einer anderen Kleinigkeit) der aktuelle Softwarestand des Kartenmaterials mal überprüft werden.

Was durchaus noch keine Selbstverständlichkeit ist, das betrifft den Internetzugang jenseits häuslicher und in der Regel kostenoptimierter Gegebenheiten. "Always online" mag technisch mittlerweile weitgehend Realität sein, nur zu welchen Kosten? In Deutschland und beinahe flächendeckend ist UMTS oder wenigstens EDGE über meinen 1&1-Stick zu nutzen. Der enthaltene Traffic von einem Gigabyte bei 10,-Euro/Monat reicht (mir) allemal, weil primär zum Surfen und Mailen benötigt; soweit nichts "Günstigeres" zu haben ist. Die Übernachtungsmöglichkeiten werden seit Jahren grundsätzlich nach der Verfügbarkeit von Internet priorisiert und wenn schon nicht im Zimmer, dann sollte es wenigstens in der Lobby etc. möglich sein, sich mit dem eigenen Laptop einzuloggen. In den USA ist Internet beispielsweise in allen BestWestern per WLan kostenlos, bei Motel6 kostet es ca. einen Dollar für 24 Stunden. Das ist wohl noch in Ordnung. Mit der eigenen Mobilfunkkarte im Ausland Online zu gehen kann dagegen ein relativ teurer Spaß werden, Minutenpreise von einem Euro und mehr sind nicht selten. Wenn ein längerer Aufenthalt bevor steht, das Internet intensiver genutzt wird, so ist die Beschaffung einer Prepaid-Karte des jeweiligen Landes mit Sicherheit der kostengünstigere Weg. 

 

18.04.2012

Eine (neue) separate Sonnenbrille wird wohl nötig. Gerade in den Alpen, in Italien kann es sehr sonnig werden. Also heute vormittag mal "in die Stadt" gefahren, zu Fielmann in der Steglitzer Schloßstraße. Die verlangten 60 Euro sind wohl angemessen bei korrekter Sehstärke analog der Fernsichtbrille, für 75% Tönung, Entspiegelung in einem (mir) angenehmen Rahmen.

Die mitzunehmende Literatur ist schon mal einer ersten Sichtung zu unterziehen. Gerade heute mit der Post erhalten: "The Crisis of Zionism" von Peter Beinhart. Wie Israels fundamentalistisch religiös-nationale Regierung die Demokratie, die westliche Moderne und die Verbindung zu den Juden in der Diaspora bedroht.

Der "Weltordnungkrieg" von Robert Kurz liegt angelesen (zu ca. einem Drittel) auf meinem Schreibtisch. Mitnehmen!

Noch in der postalischen Pipeline ist "Deutscher Geist und Judenhass" von Micha Brumlik. Der Autor ist aus meiner Sicht nicht frei von erheblicher Ambivalenz, was seine eigene, aktuelle Position betrifft. Der Untertitel als "Das Verhältnis des philosophischen Idealismus zum Judentum" scheint mir daher eher die Sichtweise zu sein, welche das Lesen ein Stück weit fruchtbar machen könnte.

Ansonsten und wegen dem (ein wenig) Feeling "on the road" kommt Jack Kerouac mit auf die Reise. Bislang ebenfalls nur kurz angelesen sollte sich nun Gelegenheit bieten, auf den beinahe 600 Seiten kräftig voran zu schreiten.

 

17.04.2012

Um an die gestrigen Überlegungen anzuknüpfen: Möglich wäre natürlich ebenfalls eine Streckenführung weiter westlich über die Schweiz, über St.Moritz und dann beim Comer See Italien erreichen. Aber diese Variante schwebt mir eigentlich für die Rückfahrt vor, und dann noch etwas weiter westlich über Domodossolo/Naters (Simplonpass); vor langen Jahren schon mal gefahren. Und dabei wären mir Übernachtungsmöglichkeiten in der Schweiz oder am Bodensee aus beruflicher Zeit noch in Erinnerung, auch wenn die Tour von Cuneo dort hinauf relativ weit, d.h. anstrengend sein dürfte. Aber da gilt Vorgenanntes, spätes Ankommen sollte möglich sein.

 

16.04.2012

Dann wird es wohl doch über Meran gehen müssen, ab Innsbruck die bereits mehrfach befahrene Brenner-Landstraße und dann bei Sterzing über den Jaufen-Pass, soweit der frei ist; alternativ über Bozen. Google sagt, es wären gut drei Stunden über den Pass, und der ist nach erster Recherche auch frei. Das in Aussicht genommene, mir bekannte Hotel in Schenna bei Meran hat eine schöne Saunalandschaft incl. Pool, so dass frühes Ankommen ideal ist, das Abendessen noch weit. Ein gewisses Problem ist der zweite Tag dann von Meran nach Cuneo, eine relativ lange Tour. Gut 500km in knapp neun Stunden und als beinahe Ironie will Google dann ebenfalls über das noch gesperrte Stilfser Joch fahren. Also noch eine Zwischenstation (Vermiglio) weiter südlich eingefügt und die Routenplanung meldet nun 524km in 9h und 8min. Das sollte passen, vorausgesetzt, das Hotel in Cuneo ist reserviert, ein etwas späteres Ankommen möglich.

 

15.04.2012

Früher, vor größeren Touren war immer der Weg zum ADAC angesagt, wurde aktuelles Kartenmaterial besorgt und es wurden die entsprechenden Infos eingeholt, gar Mauttickets etc. beschafft. Schon lange nicht mehr Mitglied in diesem Club sind die substantiellen Basisleistungen heute preisgünstiger in die KFZ-Versicherung einzuschließen und/oder in den werksseitigen Serviceleistungen eines relativ neuen PKW enthalten. Das mit den Karten, den Mautgebühren, den Routen bzw. Pässen (Schneehöhen etc.) ist heute einfacher und dennoch ungleich detailierter via Internet zu recherchieren. Google-Maps gestartet und mal die Route von Wörgl bis Cuneo berechnen lassen, alternativ unter Meidung von Mautstraßen, versteht sich. Mit Maut/Autobahn ergibt 705 km bei 6Stunden,36min. Ohne Maut sind es gar nur 672 km, aber 11 Stunden und 38 Minuten. Ok, mal die Route im Detail abfahren und eine mögliche Zwischenübernachtung grob lokalisieren. Aber es gibt ein Problem. Das Stilfser Joch, der gleichnamige Pass, mir von einer Sommerüberquerung aus südlicher Richtung bekannt hat um diese Zeit noch Wintersperre, da nützt auch der Allrad wenig; eher nichts. 

 

14.04.2012

Die erste Idee, nebenbei in einer Diskussion im Familien/Freundeskreis geboren reichte über Bayern nur bis nach Tirol. Und weiter? Südtirol, in der Gegend von Meran und nur ein oder zwei Tage/Nächte vielleicht. Danach eventuell bis zum Gardasee (in den 1980ern sind wir zweimal dort lang gekommen) oder eben noch weiter südwärts. Wenn, dann wollte ich "westlich" bleiben und so kommt beinahe zwangsläufig der Jugendfreund ins Spiel. Cuneo ist der nächstgrößere Ort und in dem dortigen, mir noch nicht bekannten BestWestern sollten es schon zwei Nächte sein; Garage eingeschlossen, ist schließlich Italien...

 

Prolog, oder auch: "Der Weg ist das Ziel"

Natürlich, mit den existentiellen, sprich den beruflichen Rahmenbedingungen im Hintergrund ist Zeit ein teures Gut, sind Distanzen möglichst schnell zu überwinden um eben anzukommen. Mir selbst jedoch hat im Grunde schon immer der Weg (beinahe) ebensoviel Freude bereitet wie dann die Zeit am Ziel, soweit es das überhaupt gab. Eine große Campingtour durch die Türkei über Östereich, Italien und einer langen Fährfahrt von Venedig nach Izmir waren in 1990 der Auftakt für die folgenden, oft ähnlich langen Distanzen in Nordamerika. Im einfachsten Fall sind lediglich die An- und Abflughäfen (gern auch als sog. Gabelflug) zu definieren und ansonsten ist relativ freies Improvisieren angesagt; ist in Nordamerika und im Gegensatz zu den anderen, meinerseits nicht als muttersprachlich zu bezeichnenden Ländern in einer eher vertrauten Sprache zu kommunizieren.

Die letzten Jahre im Beruf bereits mit relativ freier Zeiteinteilung gesegnet, dahingehend Einiges und oft sehr spontan unternommen, so ist heute die Zeitfrage im Grunde keine mehr. Nach Nordamerika mit dem Frachtschiff, das wäre noch eine Herausforderung; die bislang nicht gefundene, halbwegs passende und durchaus notwendige Begleitung eingeschlossen. Aber so eine Alpentour ist kein wirkliches Problem, Bayern, Östereich und die Schweiz waren bereits mehrfach das Ziel des Weges und im Herbst 2008 auf Empfehlung bis nach Schenna bei Meran in Südtirol. Jahre vorher bereits und mit Freunden ging es gar in die Gegend südwestlich von Turin. Im Maira-Tal waren sieben Übernachtungen bei einem Schafhirten angesagt, die ca. 1,5 Millionen Fliegen eingeschlossen. Ein Jugendfreund, den es dorthin verschlagen hat, der empfahl und reservierte uns diese kleine und recht einfache, schlußendlich doch schöne Ferienwohnung.

Die Erinnerung an diesen Jugendfreund -keine Ahnung, ob und wo er dort aktuell noch wohnt- war im Grunde der Aufhänger einer Diskussion, die nun und wieder einmal relativ spontan in eine reale Tour münden wollte. Zwei bis drei Wochen sollten schon d'rin sein, und als Auftakt möglicherweise ein Haus in Tirol, nicht zuletzt von vielen Skitouren bekannt, als es uns noch nicht so regelmäßig nach Nordamerika zog. Dazu noch ein gewisses Nachdenken, Innehalten. Ich war noch nie der typische Rücksacktourist, der sein Hab und Gut auf dem Rücken mit sich herum trägt und den Daumen an der Straßenseite hochhält. Vielleicht im Alter bereits zu weit fortgeschritten, als Camping, als Zelten mit Rollmatte und Schlafsack ab 1988/89 erstmals in mein Leben trat. Andererseits, Wohnwagen- bzw. Wohnmobilcamping war mir ebenfalls nicht so gegeben, fand ich irgendwie "künstlich". Der eigene oder der Mietwagen, Flugzeug, Fähre, Bahn, Bus und/oder eben das Taxi, gern auch die öffentlichen Verkehrsmittel; und in NYC, Boston oder San Francisco mal mit der U-Bahn fahren, das ist schon ein Erlebnis.

In dieser Einleitung vielleicht noch abschließend angemerkt: Autobahnen jenseits der deutschen Grenze sind in den Alpenländern in der Regel kostenpflichtig. Wegen dem Weg, welcher weitgehend das Ziel ist sowie in Anbetracht der doch reichlich verfügbaren Zeit, sind die Mautgebühren in Unterkünfte am Wegesrand wohl sinnvoller investiert. Auf mautfreien Landstraßen über die Alpen, durch die kleinen und größeren Ortschaften, das war in früheren Zeiten relativ mühselig, ein Beifahrer mit der Fähigkeit zum Kartenlesen beinahe essentiell. Heute, mit einem guten Navigationssystem, der Möglichkeit sowohl Autobahnen als auch Mautstraßen selektiv bei der Routenplanung aussen vor zu lassen, heute ist das Fahren abseits des (auch touristischen) Mainstream kaum noch eine wirkliche Herausforderung. Dann schon eher -und gerade zu dieser frühen Jahreszeit- sind die Alpenpässe vorab dahingehend zu prüfen, ob sie überhaupt befahrbar sind; oder ggf. nur mit Winterausrüstung. Allrad sollte ebenfalls OK sein, wird in den USA auf kritischen Strecken gern gefordert; und notfalls kontrolliert.