9 Sep 2015

Nordland 2015 / Vorbereitung

Submitted by Bernd

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http://nrkbeta.no/2013/01/15/nordlandsbanen-minute-by-minute-season-by-season/


Eigentlich ist das für mich nun bereits die fünfte Tour nach Skandinavien, wobei zwischen meinen ersten Reisen in den 1960ern und denen in 2014, aktuell nun in 2015 bereits mehr als vierzig Jahre liegen. Zeit wird es also, die damaligen Eindrücke zu erneuern, zu vertiefen.



 

Das angepasste Titelbild der noch aktuellen Slideshow ist eine Bildschirmkopie, der Screenshot aus einem knapp zehnstündigen Video der norwegischen Nordlandsbanen (ohne "h"!), die sich 2012 zum 50. Jubiläum der Strecke Trondheim/Bodö etwas Besonderes einfallen ließen: eine geographisch und zeitlich (Jahreszeiten), über verschiedene Kameraperspektiven synchronisierte Zugfahrt bis eben weit jenseits des nördlichen Polarkreises. Dieses Video war der Aufhänger zu meinen nun neuen Nordlandtouren, wurde in einem anderen, mittlerweile geschlossenen Blog bereits thematisiert und soll hier nun separat eingebunden sein; wen es interessiert...

Nur ob -und ggf. in welchem Rahmen, welchem Umfang- es überhaupt zu dieser Tour kommen wird, das liegt weitgehend jenseits meiner Einflußmöglichkeit. In meinem letzten Freitagsblog hatte ich Wassilis Aswestopoulos bei Telepolis zitiert, scheint der dort genannte "Zeitversatz" genau das zu beschreiben, was nun zunehmend passiert - denn...

"Guantanamo light" ist wohl nicht nur eine Option für das ungarische Röszke; bleibt die Frage, ob das hierzulande (zukünftig) anders läuft. Skandinavien und insbesondere Schweden sind neben England und eben Deutschland die Ziele der Wahl für viele Schutzsuchende. Der aktuelle Artikel bei Telepolis dürfte da lediglich ein erstes, wahrzunehmendes Zeichen an der Wand sein. Möglicherweise kann ich in einigen Wochen bereits mehr dazu sagen, eigene Eindrücke beisteuern; sowohl was die Situation am Fährhafen als auch das Innerschwedische angeht.

Aktuell habe ich mir zwei Optionen für den Start der Tour via der obligatorischen Fähre vorbehalten. Die erste und so wie sich letztes Jahr die Rückfahrt gestaltete, nun also von Swinemünde in Polen nach Ystad in Schweden. Die zweite dann geht mehr westlich von Sassnitz nach Trelleborg, wobei mir das bessere Tagesverbindungen bietet, ohne allzu späte Ankunft in Schweden, ohne eine eher nur suboptimale Nachtpassage.

Und nun, weiter westlich, südwestlich folgt das beinahe Zwangsläufige.

Wobei die partielle Sperrung des Bahn- und Straßenverkehrs zwischen Deutschland und Dänemark im Lichte des weiter oben verlinken Telepolis-Artikel erwartbar war. Wesentlich lustiger (gern auch makaber zu verstehen) ist das, was im wohlhabenden und gar grün regierten Ländle passiert. In einigen Monaten sind dort in BW Landtagswahlen und es ist wohl die Frage, wer mehr oder weniger nahtlos an die hessische CDU -heute ebenfalls mit grüner Regierungsbeteiligung), die damaligen Kampagnen des brutalsmöglichen Roland Koch anknüpfen wird.

Ok, keep cool... Für mich sind es noch gut zwei Wochen bis zum geplanten Start, da kann viel passieren; realistischerweise auch die weiter östlich liegenden Verbindungswege nach Skandinavien einbezogen sein. Wollte das dann auf jeden Fall akzeptieren, mich solidarisch mit den Flüchtlingen zeigen.

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Nun zur Grobplanung der Tour, die Anfahrt von Berlin nach Ystad (via Swinemünde) oder Trelleborg (via Sassnitz) mal außen vor gelassen. Und für die Rückfahrt stelle ich mir vor, von Göteborg nach Fredrikshaven in Dänemark überzusetzen und dann -ggf. nach einer Übernachtung in/bei Aalborg konsequent südwärts zu fahren, vielleicht in Schleswig-Holstein noch einen Besuch bei einer Termitin, einer Ex-Freitagsbloggerin zu machen.

Als Starttag -weil bis dahin noch im privaten Umfeld eingebunden- habe ich mir mittlerweile den 29.09.2015 ausgeguckt; ein Dienstag. Die Tagespassage Swinemünde/Ystad geht von 12:30 bis 19:00 mit den mir vom letzten Jahr bereits bekannten Polferries. Etwas optimaler noch ist Sassnitz/Trelleborg von 13:45 bis 18:00 mit Stena-Line. Mindestens eine Stunde vor Abfahrt muß man am Fährhafen sein und das Ausschiffen kann nach meinen Erfahrungen ebenfalls eine lockere Stunde dauern. Es ist sowohl die Anfahrt aus Berlin zu bedenken, wie auch das "wohin" nach der Ankunft. Wahlweise wäre natürlich auch eine Nachtpassage denkbar, und dann morgens nach einem Frühstück in Schweden geruhsam den ersten Campingplatz angesteuern.

Stichwort Camping, Übernachtungen insgesamt. Nach verschiedenen Gesprächen mit skandinavienerfahrenen Freunden und nach dem eigenen Erleben im letzten Jahr ist die (Holz)hütte auf dem Campingplatz das Mittel der Wahl. In der von mir bewußt gewählten einfachen Form ohne Sanitärbereich, einfachstenfalls Doppelstockbetten (Bettzeug und Tischwäsche ist mitzubringen), aber immer mit Strom, oft gar einer Kochgelegenheit. Und ein Parkplatz an der Hütte nicht zu vergessen. Ein natürlich wieder mitzunehmendes Zelt habe ich im letzten Herbst dort nur einmal aufgebaut -mangels anderer Möglichkeiten aufbauen müssen- und es dürfte diesmal, weiter nördlich dafür eh' zu kalt, zu regnerisch etc. sein. Für wirkliche Notfälle sollte das Fahrzeug immer noch besser geeignet sein als das Zelt, lässt sich nach dem Umklappen der hinteren Lehnen eine relativ ebene Liegefläche herstellen, ist die nötige (Roll)Matte natürlich an Bord.

Bei den Campingplätzen -und nach Norden hin wird das essentieller- sind deren Betriebszeiten zu beachten, die in der Regel, in voller Verfügbarkeit der Einrichtungen bestenfalls von Mai bis September gehen. Natürlich gibt es auch ganzjährig betriebene Plätze, im Norden weniger als im Süden und soweit man nicht mit dem (eigenen) Wohnmobil unterwegs ist, dürfte das Zelt eher zum ultimativen Härtetest werden, braucht es Hütten, gar beheizbare oder ein festes Haus mit Zimmern; auch in der Variante "Mehrbett". Zur Lokalisierung der entsprechende Plätze nutze ich (bereits im Vorfeld zur Grobplanung) den ADAC-Campingführer (Nordeuropa) sowie einige Unterlagen, die mir im letzten Jahr über den Weg liefen. Und dann natürlich das Internet, ebenfalls im Vorfeld, aber dann auch on Tour.  Oft bieten die Plätze Internetzugang, zumindest im Gemeinschaftsbereich oder gar in der (eigenen) Hütte.

Einschub aus gegebenem Anlass: Die bereits mit einem Beitrag vom 08.09. weiter oben verlinkte Autorin Birgit Gärtner bleibt via Telepolis d'ran; an den aktuell ablaufenden Ereignissen zwischen Deutschland und Dänemark. Und die Frage stellt sich ganz real, ob Dänemark nun dort oben gegenüber den Flüchtlingen den ungarischen Part spielt.

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Anyway, against all odds... und so habe ich mich also entschieden, am 29.09. via Sassnitz nach Trelleborg zu fahren, das Ticket gerade online gebucht, ergänzt -ebenfalls online- um eine Übernachtung (Zimmer) bei Beddingestrand. Vom zeitlichen Verlauf, mit angenommenen zwei Stunden Luft für jedwede Unwegbarkeiten vor und nach der Fähre müsste das reichen, sollte gut gehen. Das darf es dann jedoch an Vorausfestlegungen, gar verbindlichen Buchungen gewesen sein.


Ergänzung 16.09.2015:

Für den Tag nach der Ankunft in Schweden, nach erster und hoffentlich erquicklicher Nachtruhe in Beddingestrand, für den 30.09. also stehen zwei Campingplätze in der engeren Wahl. Da wäre das Torne-Camping, mir von der Rückfahrt im letzten Jahr bekannt, als schlußendliches Gateway vor der Fähre von Ystad nach Swinemünde. Ein vorheriger Anruf muss sein, auch im letzten Jahr war Anfang Oktober dort Schluß mit dem Service, war dennoch die Hütte und nur mit telefonischer Anweisung am Abend übernommen dann äußerst angenehm.

Favorisieren wollte ich jedoch -Neuland entdecken- das etwas näher gelegene, ganzjährig geöffnete Ivö-Camping. Der Service ist um diese Zeit zwar ebenfalls eingeschränkt, aber das dürfte mich nicht stören. Die Idee bietet auch ein sog. Fallback, ist der Tag ab Beddingestrand noch jung und falls es zum ersten Stopp nichts werden sollte, so ist Torne (nach telefonischer Klärung) immer noch eine Option. Diese Route gefällt mir...

Und btw. Hälleviks Camping ganz in der Nähe von "Ivö" ist auch eine Alternative.


Ergänzung 17.09.2015:

Nach diesem Video -faszinierende Eindrücke, aber wohl ebenfalls im Sinne einer Mahnung zu interpretieren- habe ich mir heute spontan für die nächste Woche einen Termin in der Werkstatt meines Vertrauens geholt, steht das diesjährig nun frühe Tauschen der Sommer- gegen die Winterräder auf dem Programm. Allrad mag schon gut sein, in Verbindung mit Winterreifen dann eher noch besser, noch sicherer. Und das aus diesem Video, dessen Erläuterung passt schon mal vom Termin her:

"Im Oktober kann man diesen Außenposten aber auch ganz für sich alleine haben. Der Film zeigt die Anfahrt über die Eismeerstraße und über die Nordkappinsel Magerøya. Dann beginnt der Winter und wir haben nur Sommerreifen ..."


Ergänzung 18.09.2015:

Relativ am Ende des vorgenannten, verlinkten Videos kommt der Hinweis (eingeblendeter Name) auf Olderfjord Camping. Also gleich mal recherchiert und gelesen, dass der Platz bis zum 31.10. offen ist. Das passt! Es gibt natürlich Plätze, die sind näher am Nordkapp gelegen, in der Regel auch recht teuer und nicht immer (eher selten) steht dabei, wie lange sie geöffnet sind; der hier beispielsweise. Touristisch überlaufen dürften sie jedoch um diese Jahreszeit nicht sein.

Die kleinste Hütte beim Olderfjord Camping kostet gemäß dieser Website 450 NOK die Nacht, und ein Zimmer gibt es gar für lediglich 340 NOK; das geht wohl.  Die Idee wäre dann diejenige -und oft in ähnlichen Konstellationen bereits praktiziert- sich dort für zwei Nächte einzuquartieren und an dem Tag dazwischen (passendes Wetter vorausgesetzt) einen kleinen Ausflug zu machen. 128km und knapp zwei Stunden Fahrtzeit sind nach dieser Route absolut in Ordnung, und es bleibt unterwegs genug Zeit für weiteres Erkunden der Gegend, für Fotosessions und für ein oder zwei Picknicks.


Ergänzung 19.09.2015:

Nach einer Nacht, bei gutem Wetter gar mit zwei Übernachtungen auf Ivö-Camping sollte es weiter gehen, nordwärts im Landesinneren, weil die Gegend von Karlstad dass nächste Ziel sein könnte. Camping Bomstad beispielsweise kenne ich (eine Übernachtung) vom letzten Jahr, damals aus der Gegend von Lillehammer kommend. Schön gelegen der Platz, Ende September fast menschenleer und die WLan-Verbindung lag ebenfalls sehr zuverlässig in der kleinen Hütte an. Das wäre woh ein Platz, diesmal gar für zwei Nächte. Schließlich sind Vorbereitungen zu treffen, ehe es dann noch weiter nordwärts in mir unbekanntes Gelände geht. Die Route über Jönköping könnte dann so aussehen.

Eine Alternative wäre das nordöstlich gelegene Trängbo-Camping, wo einerseits die von mir geschätzte Infrastruktur stimmt, andererseits es möglicherweise bereits geschlossen sein könnte. Da muss man bei Bedarf bzw. Notwendigkeit einfach mal anrufen.

 


Ergänzung 20.09.2015:

Bild: Bernd Ebert

Was man so braucht, vielleicht ...?

 

 

 

 

 

 

Die Hütten, auch die kleinsten haben alle zumindest Strom (230V). Insofern kann ein kleiner Wasserkocher -wie der abgebildete, 0,5 ltr- schon gute Dienste leisten, ist eine warme Fertigsuppe und gar noch im mitgelieferten Becher schnell zubereitet. Aber es wird noch besser und dafür sollte man vorbereitet sein. Manche Hütten bieten eine Elektro-Kochplatte, wo man sich im Topf oder in der Pfanne das hoffentlich Mitgebrachte zubereiten kann, was über die schnelle Suppe im Pappbecher hinaus geht. Pulverkaffee -soweit Kaffeetrinker- sollte man schon dabei haben und im letzten Jahr -noch ohne Wasserkocher unterwegs- war ich froh, in so einer Hütte mit Kochplatte den abgebildeten Metallkaffeebecher dabei zu haben. Der Plastikbecher hätte das Erhitzen des Wassers auf der Platte wohl nicht so gut überstanden.

Und wenn man schon mal dabei ist, gehören ein Sieb und ein Holzlöffel ebenfalls dazu, Plastik-Teller und Müsli/Kompottschale sowieso. Ergänzt wird das Ganze um etwas Besteck, einen Dosen/Flaschenöffner, einen Korkenzieher, einen Topflappen, ein Geschirrtuch und schlußendlich Schwamm und Spülmittel; alles campingerprobt, versteht sich ...


Ergänzung 21.09.2015:

Aus der Gegend von Karlstad (siehe Ergänzung 19.09) geht es dann weiter hoch, nach Nordschweden. Die Auswahl an Campingplätzen und insbesondere unter Berücksichtigung der Öffnungszeiten wird geringer. Einen, mir passenden Platz habe ich jedoch schon mal gefunden. Ljusdals Camping ist ganzjährig geöffnet und bietet alles, was man(n) so braucht, zu brauchen meint. Die zu fahrende, vom nötigen Zeitaufwand her passende Route könnte dann so aussehen. Überhaupt scheint es sinnvoll, sich nicht zu lange Tagestouren vorzunehmen, wegen der mit Sicherheit immer früher hereinbrechenden Dunkelheit schon nachmittags das anvisierte Ziel zu erreichen.

Zwei Alternativen habe ich dann mal herausgesucht, beide etwas nordwestlicher gelegen. Svegs Camping und Camping Vemdalens. Beide Plätze sind ganzjährig geöffnet, bieten auch kleine Hütten und sind von Ljusdals in eineinhalb bis zwei Stunden erreichbar. Ein Grund mehr eben, den ersten Platz -hier also Ljusdals- möglichst früh zu erreichen, im Zweifelsfall dann noch weitere Optionen zu haben.

 


Ergänzung 22.09.2015:

Bild: Bernd Ebert

Was man ebenfalls braucht, mit Sicherheit ...!

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht schlecht, statt dem bisherigen Thinkpad T42 aus dem Jahre 2004 begleitet mich nun erstmals ein T420 aus 2011; um einiges leistungsfähiger als das alte Teil, welches trotz verschiedener Nachrüstungen die gerade multimedial gestiegenen Ansprüche nicht mehr erfüllen kann. Zwei unterschiedlich defekte Maschinen, via alter beruflicher Connections abgestaubt, sie konnten zu einem durchaus noch zeitgemäß leistungsfähigen Teil umgebaut werden, wobei die SSD aus meinem Bestand kam, für zusätzliche 4 GB Hauptspeicher dann knapp 40 Euro investiert werden mussten. Und so sieht das nun via dem Analyseprogramm Speccy technisch aus.

Endlich sind unterwegs auch HD-Videos möglich, genauer: die Bearbeitung der eigenen, via der Tour aufgenommenen Szenen. Das war mit dem alten T42 mangels einer entsprechenden Grafikperformance nicht möglich, nicht mal Youtube-Videos, die über eine 480er Auflösung hinaus gingen waren ruckelfrei anzuschauen. Was außerdem -falls es die Gegenstelle bietet- nun ebenfalls den Stand der Technik markiert, das ist die bessere WLan-Performance. Statt lediglich 54 sind nun (brutto) 300 MBit/s möglich.


Ergänzung 23.09.2015:

Ob Ljusdals oder vielleicht und gar zusätzlich Vemdalens (wie in der Ergänzung vom 21.09. geschrieben), geht es von dort dann hoch bis kurz vor den Polarkreis. Hier habe ich mir momentan nur einen Platz ausgeguckt: Slagnäs Camping.  Der Platz bietet alles, was man(n) so braucht und ist ganzjährig geöffnet. Allerdings dürfte ein rechtzeitiger Anruf dort nicht ganz falsch sein, ist die anstehende Tagestour dann doch recht lang, kann eine frühe Ankunft nicht als sicher vorausgesetzt werden. Diese Route wäre möglich, von Vemdalens ist es etwas kürzer.


Ergänzung 24.09.2015:

Die Räder am Fahrzeug sind gewechselt, wird nun und jahreszeitlich relativ früh mit Wintergummi gerollt.

Wie könnte es nach Slagnäs weitergehen? Geradeaus nordwärts, in einem Rutsch bis zum weiter oben erwähnten Olderfjord (Nordkapp-Gateway) ist es nun wirklich noch zu weit und außerdem steht Finnland, dessen Norden namens Lappland auf der informellen Agenda. Vielleicht, wenngleich ebenfalls eine lange Tagesetappe, erst einmal auf dieser Route nordöstlich über Rovaniemi in die Gegend von Ivalo bzw. Inari. Lomakylä Camping sollte es in dem Falle dann werden,  meine bescheidenen Ansprüche abdecken. Rund 250 Kilometer wären des dann bis nach Olderfjord, soweit ich nicht doch noch einen Abstecher nach Kirkenes mache. Möglich wäre, bei Inari zwei Nächte zu verbringen und an dem Tag dazwischen nach Kirkenes zu fahren. Die Entscheidung sollte vorort fallen, das Wetter und die weiteren Übernachtungsmöglichkeiten einschließen.


Ergänzung 25.09.2015:

Bild: Bernd Ebert

Was auf jeden Fall gebraucht wird,

 

 

 

 

 

 

 

 

das ist eine (auch) videofähige Kamera. Ich bin in dieser Hinsicht kein Profi; man wird es bemerken ... Und dennoch wurden so einige Erfahrungen mit einer Canon AE1, einer doch damals schon beinahe kultigen Spiegelreflex-Kamera aus dem Jahre 1978 mit in die digitale Zeit hinüber gerettet; eher technischer denn künstlerischer Art. Seit dem Frühjar 2010 begleitete mich die kleine Canon IXUS 100 (links im Bild), bequem und handlich, dennoch für halbwegs gute Bildqualität geeignet. Nur die Videofähigkeiten waren etwas beschränkt, auch wenn es nominal in HD daher kommt.

Seit Anfang 2015 verwende ich nun eine Sony HX50v und die Canon nur noch als Reserve, für Notfälle oder wenn es wirklich auf minimale Abmessungen, ein minimales Gewicht (in der Hosentasche etc.) ankommt. Die Sony ist doch schon etwas voluminöser, bietet aber auch und gerade vom Objektiv her wesentlich mehr. Werde die dahingehenden Erfahrungen ggf. in einem separaten Blogtext thematisieren. Hier nur soviel und in aller Kürze:

Eingestellt habe ich die Kamera auf ein 16 zu 9 Format, welches 5184 x 2920 Pixel, mit 350 DPI und einer Dateigröße zwischen 4 und 6 MB. erzeugt. Für die Verwendung auf der Website werden die Bilder (ggf. Ausschnitte davon) mit IrfanView auf 1600 x 900 heruntergerechnet, und auf eine Größe von 0,2 bis 0,4 MB reduziert. Die Datumseinblendung ist abgeschaltet, wird bei Bedarf über die EXIF-Daten nachträglich in ein Bild eingefügt.

Für Videos verwende ich MP4 (H264) mit einer Auflösung von (lediglich) 1280 x 720 bzw. 1440 x 1080, letzteres eher bei Aufnahmen mit Stativ. Dass die Videoaufnahme jetzt mit Stereoton erfolgt, das ist ein nettes Feature, ansonsten und bei meinem Nutzungsverhalten nicht wirklich wichtig. Wesentlicher dagegen schon, dass jetzt auch zoomen ohne starke Beeinträchtigung der Bildqualität möglich ist; wie es bei der IXUS der Fall war. Natürlich, eine richtige Videokamera bietet mehr, nur zwei Geräte sind mir dann doch zuviel, liegt für mich der Schwerpunkt eben doch bei den Bildern, weniger bei den Videos.

In der Sony steckt eine microSD mit 64 GB, eine mit 32 GB ist als Reserve vorhanden. Und in der Canon befindet sich eine Karte mit 8 GB. Das sollte reichen, zumal die Daten via dem weiter oben erwähnten Notebook jeweils sehr zeitnah auf eine Festplatte gesichert werden.


2. Ergänzung 25.09.2015:

Perspektivisch Zeit wird es nun, über die Rückfahrt, die zu wählende Route, die angesagten Übernachtungsmöglichkeiten nachzudenken. Olderfjord und wie in der Ergänzung vom 18.09. bereits diskutiert dürfte die nördlichste Übernachtung markieren; von da an geht es wieder südwärts. Denkbar wäre beispielsweise Skittenelv Camping in der Nähe von Tromsö und ganzjährig geöffnet. Der Vorteil besteht ebenfalls darin, in der Gegend mit Sicherheit auch auf andere, das Reisebudget nicht gleich sprengende Übernachtungsmöglichkeiten zugreifen zu können. Die Route vom Olderfjord incl. zweier auch zeitlich zu berücksichtigenden Fährstrecken sollte sich dann so darstellen. Alternativ über Finnland sind es 240 Kilometer mehr, jedoch ohne Schiffspassagen.  Wie ein kurzer Check soeben ergab, so gehen die Fähren ca. im Stundentakt, sind jedoch mit insgesamt knapp 60 Euro dann nicht zu vernachlässigen. Aus dem letzten Jahr in Südwestnorwegen sind mir wesentlich günstigere Preise für vergleichbare Strecken in Erinnerung.


Ergänzung 26.09.2015:

Die Frage wird dann sein, ob die weitere Tour in Richtung Fauske/Bodö mehr landeinwärts oder über die wohl landschaftlich sehr interessanten Lofoten stattfindet. Für die Übernachtung dürfte sich Sandsletta Camping anbieten. Bis fast an die südwestliche Spitze gefahren bleibt dann nur noch die Überfahrt von Moskenes nach Bodö. Der Fahrplan könnte halbwegs passen, 07:00 Uhr als Start dann vielleicht etwas früh. Aber immer noch etwas besser, als in Bodö mitten in der Nacht anzukommen, überwiegend im Dunkeln zu fahren. Einzig am Sonntag scheint es wohl eine halbwegs gute Tagespassage (15:30 - 19:00) zu geben, stellt sich nach Ankunft dann sehr schnell bis gleich die Frage der Übernachtung. Fauske Camping vielleicht, von der Anlandung eine gute Stunde Fahrtzeit mal eingerechnet lägr die Ankunft noch vor 21:00 Uhr, muß natürlich im Vorfeld telefonisch abgeklärt werden.

Eine andere Fährverbindung (Svolvaer-->Skutvik) verkehrt nur im Sommer, aber in dem Zusammenhang kam mir beim Recherchieren dann Ulvsvaeg Camping unter. Eine alternative Routenführung und eben ohne die Lofoten, vielleicht mit Sicht auf diese...


Ergänzung 27.09.2015:

Es wird Zeit, gemäß der angedachten Routenplanung das Wetter für die nächsten sieben Tage in Augenschein zu nehmen, von Trelleborg über Jönköping bis Karlstadt. Hervorragend möchte ich sagen, für diese Jahreszeit. Nach Norden etwas kälter werdend, aber ansonsten bei 12 bis 15 Grad mit einem Wechsel von Sonne und Wolken, jedoch sehr geringer Niederschlagswahrscheinlichkeit. Das sollte ein wirklich guter Auftakt werden. Und auch weiter hoch bis Ljusdal sieht es in einer erweiterten Übersicht heute noch ganz gut aus. Kälter natürlich, aber bis auf den 06.10. dort oben auch weitgehend niederschlagsfrei. Aber genau das markiert ja dann die konkreten Entscheidungen zum Verweilen, weiterfahren; ggf. auf anderer Route.


Ergänzung 28.09.2015:

Von Bodö/Fauske geht es nun südwärts in Richtung Trondheim. Im Prinzip also -wenngleich in entgegengesetzter Richtung- parallel zu der hier eingangs erwähnten Bahnlinie, die mir aus den 1960ern bekannt ist. Möglicherweise komme ich nun genau diese Straße (herunter) gefahren, nur der Zug dürfte fehlen... Campingplätze sind auf diesem Teilstück Mangelware, insbesondere diejenigen, welche zu dieser Jahreszeit noch geöffnet haben. Gullberget Camping ist so einer, bis 31.10. geöfnet; das passt. Etwas nördlich von Trondheim gelegen wäre diese Tagestour, diese Route dann zu bewältigen


2. Ergänzung 28.09.2015:

Nach Trondheim geht es wieder in Richtung bekannter Gefilde, in die Gegend von Lillehammer. Eine Streckenführung dieser Art sollte möglich sein, südlich von Lillehammer die mir aus dem letzten Jahr bekannten Hütten auf  Sveastranda Camping bei Redalen erreichen. Ein wirklich schöner Platz, ein Idyll in der Abenddämmerung und mit fast allem, was mir wichtig, lieb und teuer ist. Im letzten Jahr, Ende September habe ich dort zwei Nächte verbracht, an dem Tag dazwischen den nördlich von Lillehammer gelegenen Rondalen-Nationalpark besucht. In diesem Jahr dürfte eine Übernachtung auf der Durchreise wohl reichen.


3. Ergänzung 28.09.2015:

Nun neigt sich die Tour so langsam dem Ende zu. Auf Empfehlung, im letzten Jahr nicht geschafft, wollte ich mir diesmal die Schärenlandschaft bei Smögen anschauen, dort ein wenig wandern, wenn es sich gerade ergibt, auch eine kleine Bootstour in den Schären machen. Die Route sollte zu schaffen sein, wobei sich neben dem dann erwartbaren Wetter natürlich die Frage der (zweimaligen) Übernachtung stellt, an dem Tag dazwischen eben Smögen ansteht.  Zu dieser Zeit (Mitte/Ende Oktober) noch offene Campingplätze gibt es, manche sind jedoch recht teuer, wie ein erster Check ergab. Zeit vielleicht, falls das Wetter mitmacht, dann doch mal das Zelt aufzubauen.

Was perspektivisch ebenfalls zu berücksichtigen ist, das ergibt sich aus der anschließend geplanten Fährübersetzung nach Dänemark. Die Verbindungen Göteborg->Fredrikshavn oder, etwas weiter südlich, Varberg->Grena bieten sich an, wobei ich letztere Möglichkeit vorziehen würde, je nach Uhrzeit der Passage vielleicht vorher noch einmal in Schweden übernachten.

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Mit diesem Eintrag vom 28.09. soll die Vorschau, erst einmal abgeschlossen sein --- Start Me Up ...