7 Apr 2012

Ostern 2012

Submitted by ebertus

Bildrechte: Bernd Ebert

Auch wenn man(n) meint, manchmal noch Bäume ausreissen zu können ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... kleine zumindest, so geht das Leben nun mal weiter; und das ist auch gut so. Jeder Mensch muss seine Form des Oma/Opa-seins wohl selbst finden, soweit dies überhaupt möglich und gegeben ist, dahingehend kleine Menschen existieren. Unsere Kinder erlebten die Großeltern -und schon aus geographischen Gründen- weitgehend aus der Distanz. Und so ist das nun auch in der nächsten Generation, was für alle Seiten sowohl Vorteile bietet als auch Nachteile bereit hält.

Aus diesem Grunde und weil Ostern ist, weil die Institution Kirche zwar bewußt auf Distanz bleibt, nicht jedoch das "irgendwie" Religiöse und damit ausschließlich Private, so mag ein wenig Einhalten und über den Lauf des Lebens Nachdenken nicht ganz falsch sein, hier also bewußt als Bild aus der nicht wirklichen Anonymität genommen werden.

 

Dieses Bild

Moin lieber Bernd:)
Dieser Blick des kleinen Pitzileins, so herzallerliebst..und schön Dich tatsächlich jetzt "vor Augen" zu haben, wenn ich von Dir lese.
Das tue ich nämlich regeläßig, aber aus Zeitmangel kome ich nicht dazu auch mal wieder was zusammenzuüberlegen
und -schreiben, vor allem natürlich zu Deinen letzten Beiträgen zu R. Kurz...
Aber bei Rahab werde ich versuchen zu "wessen Kinder" in den letzten Tagen mal endlich etwas zu fassen, das Thema
wird gerade erst richtig spannend :)

Liebe Grüße - Emma

Im "Original"

Danke Emma, für die Aufmunterung! Und übrigens, falls noch nicht bemerkt, so gibt es unter dem Blogtext einen (unscheinbaren) Button namens "Original". Da wird dann "dieser Blick" noch deutlicher, mein Alter leider ebenfalls...

Ansonsten kann ich mich Rahab nur anschließen in der Hoffnung zu den Kindern etwas zu lesen. Vielleicht eine andere Perspektive als die meiner (vulgären?) Rationalität. Diese Tage im Berliner Tagesspiegel wurde der "Kampfbegriff" noch einmal nett varriiert. Über "rationalistische Einfalt" geht es dann plakativ, mich und Andere sehr pauschal und beinahe auf die Anklagebank setzend hin zur "Diktatur des Rationalismus".

Wenn das nicht absolut ernst gemeint wäre, so müsste ich wohl schmunzeln ob der gewissen eigenen, hoffentlich auch hier im Blogtext erkennbar durchscheinenden, Religiösität.

Flunkerei

Kaum zu glauben, ein gestandenes sportlich anmutendes älteres Mannsbild in der Rolle des fürsorglichen Opas,
gespielte Leidenschaft oder leidenschaftlicher Rollentausch?
Klein M. scheint mit Ebertus` nachhaltigem Scharfsinn noch wenig am Hut zu haben und eher zu denken:"Lass mich mal
lieber machen und schneide dir bloß nicht in die Finger, Opa!"
Bild und Texte/Kommentare passen nicht so recht zusammen, weshalb auch meinerseits nicht der Versuch unternommen wird,
sie vertiefend zu diskutieren. Meine Denke flüstert mir aber unüberhörbar ins Ohr: Hoffentlich wird der kleine
Erdenbürger weder zu stark von der Rationalität noch von gesellschaftlichen Zwängen vereinnahmt und wächst zu
einem selbstbestimmten Menschen heran.
Gott sei Dank erlebe ich junge Menschen berufsbedingt immer wieder aus einer Perspektive, die im Grunde genommen
nichts mit den Verlautbarungen in Foren zu tun hat.

Martin P.

Flunkerei? Nicht ganz!

Hallo Martin P.

Nur um Deinen letzten Satz hier mal aufzugreifen: Dieses "in Foren" solltes Du nicht so generalisierend verstehen, wie das von Dir Geschriebene gerade bei mir ankommt.

Nun wollte ich keinesfalls einer elitären Attitüde das Wort reden, weder in Richtung "Der Freitag" geschaut, noch die erwähnte "TreueLiebe" oder gar meinem kleinen Blog hier über Gebühr benennen. Gerade wenn sich -wie bei Freitag immer wieder exemplarisch zu sehen- erkennbar gestandene Menschen und wohl viele Vollakademiker darunter, permanent eine mittlere bis vollkommene Dummheit, Nichtverstehen, Unwissenheit etc. attestieren, so ist dies einerseits zum Schmunzeln, andererseits mag der geneigte Leser -like me- ernsthaft aufgefordert sein, die Spreu vom Weizen zu trennen. Nicht in toto, sondern innerhalb einer manchmal schon irrlichternden, oft anonymen und/oder gar multiple auftretenden Figur nach den "Perlen" in den jeweiligen Einlassungen zu schauen, nach gern Selbstkritischem, nach positiver Ironie, nach wertvollen Sequenzen also, die einen selbst etwas geben und womöglich weiter bringen im eigenen Verstehen. Und dieses Schmunzeln wie das Picken nach den Perlen gilt auch dann, wenn eine durchaus eloquent-skurril dargebotene, eine allwissende Unfehlbarkeit und "against all odds" einmal mehr daher geschwurbelt kommt - Menschen doch, wie wir alle.

Gerade zur Beschneidungsdebatte hatte ein Kommentator in einem Freitagsblog und als "Beispiel anderer Diskurse" diverse Zitate aus einem Forum (Deiner?) "jungen Menschen" eingestellt, die dann doch eher in Richtung Gemischtwarenladen, dem einer prolligen und sexualisierten Ästhetik zu verorten waren. Ok, auch beim Freitag et al. sind mir ein bis zwei Figuren bekannt die auf ähnlichem Niveau sich geben, obwohl mit Sicherheit nicht mehr wirklich "jugendlich".

Bedauere...

zutiefst, dass mir der Schuh, den Du mir ein wenig anziehen willst, nicht richtig zu Gesicht steht und gebe ihn leichten Herzens
ungenutzt zurück. Mit "krassen" Beispielen lässt sich bekanntermaßen immer leicht arbeiten und "umherwerfen", fragt sich
nur, ob die Kontexte stimmen oder im Einzelfall angebracht sind.
Viele machen sich ja - wie Du immer wieder selbst hervorhebst - in dem "Gemischtwarenladen" bewusst interessant und
auch lächerlich, ohne ihre eigentliche Maske fallen zu lassen, andere treten als "wirkliche Menschen" mit ihren Ecken
und Kanten in Erscheinung, mancher nennt sich auch "Wadenbeißer".
Vielleicht - oder besser gesagt wahrscheinlich - ist es angebrachter, nicht so übermäßig viel mit Beispielen aus der
"virtuellen Welt" zu argumentieren, sondern zu fragen, was in Wirklichkeit dahintersteckt.

Gruß von Martin P.

Eine gute Frage,

hinsichtlich dem "...was in Wirklichkeit dahinter steckt".

So wie Alkohol bei manchen Menschen (nicht bei jedem) die Zunge löst, ggf. aggressiv werden lässt, so ist mit Sicherheit auch die (mögliche) Anonymität des Internet dahingehend "enthemmend".

Und natürlich, "die" jungen Menschen gibt es so generalisierend ebenfalls nicht, da wollte ich Dir weder einen Schuh anziehen noch damit werfen.

religiosität?anklagebank?

weder noch, tät ich sagen.

Der Vollständigkeit halber

sei hier auf den erwähnten Artikel im Tagesspiegel verlinkt.

Die dort eingangs als weiterer diffuser Begriff genannte "Religionsverspottung" passt ja beinahe wie die berühmte Faust auf's Auge in die aktuell und von interessiertes Seite ins Gespräch gebrachte Forderung nach "richtiger" Bestrafung von Blasphemie.

Meine Religiosität ist primär introvertiert, nach innen gekehrt und mit Sicherheit jenseits von Missionaren, Kreuzrittern, Institutionen, Ritualen und anderem -sorry- "Budenzauber", der dann via Ablass, Beichte etc. wieder in geordnete Bahnen gelenkt werden kann. Nur "verspotten" wollte ich Religion eben nicht, wie die vielleicht so manchem Hardcore-Atheisten und nicht zu Unrecht vorgeworfen werden könnte.

Und nicht zuletzt aus dem Grunde fühle ich mich durchaus auf die Anklagebank gesetzt, wenn mir implizit vorgeworfen wird, alles "Okkulte, Rituelle, Fromme und Mythische" abzulehnen. Ich lehne es eben nicht ab, soweit als ein zur Reflektion fähiger, erwachsener Mensch an mir selbst, für mich selbst zelebriert - statt andere, gar dahingehend hilflose und/oder mir zur Hege und Pflege anvertraute Menschen an meinem Wesen genesen lassen zu wollen.

Jede andere Sicht wirft in der Tat Jahrhunderte der Aufklärung über Bord, führt zurück in eine Zeit, wo genau dieses Okkulte, Rituelle, Fromme und Mythische von der Kanzel herab zur sanktionsbehafteten Allgemeinverbindlichkeit erklärt wurde.

Btw. Auch ein gutes Thema für die TreueLiebe: "Religiosität heute"

gutes thema

ja. obwohl wir es implizit bei treueliebe schon abhandeln.
denn: stellen wir nicht in der beschäftigung mit "Hege und Pflege" einige andere glaubenssätze mit auf den prüfstand?

kinder kindern

au ja, mach mal!

Ohje ebertus das ist ja lieb.

Ohje ebertus

das ist ja lieb. Nicht dein sonstiges, politisches Zeugs.

Gruß
Michael

Ohje

Danke Michael, ich weiss auch nicht, was mich da gestern abend geritten hat. Vielleicht war es einmal mehr die Erkenntnis, dass es doch ein sehr reales, schönes Leben gibt und jenseits des Virtuellen.

Ebenfalls, Bernd