1 Okt 2012

Netzanonymität - CyberGhost

Submitted by ebertus

Das im letzten Blogeintrag zum Thema erwähnte Tool namens HHS-Elite ist eine Erfahrung wert, knapp dreissig Euro exakt. Der Unterschied zur kostenlosen Version ist marginal und auch sonst gestaltete sich der Einsatz eher sperrig bis unbefriedigend. Drei Punkte sind dabei besonders zu kritisieren; sollten bei einem "anderen" Tool adressiert werden:

1. Es kam relativ häufig zu Verbindungsabbrüchen

2. Die Performance war und wurde lausig, zeitweise schon unbrauchbar

3. Merkwürdige Server (IPs) waren über die ganze Welt verstreut

 

Der erste Punkt ist ärgerlich, gerade weil man ja das kleine Icon rechts unten in der Leiste nicht laufend beobachtet. Ein hochpeppender Warnhinweis, ggf. mit der Aufforderung bzw. dem Angebot sich (mit irgendeinem Server...!?) neu zu verbinden wäre wohl das Mindeste an User-Support, aber eben Fehlanzeige.

Eine etwas geringere Performance wollte ich hinnehmen, bin ja kein Downloader etc. Leider ging die Geschwindigkeit und auch die Latenz (Reaktion) teilweise derart in die Knie, das selbst eine "normale" Nutzung nicht mehr möglich war.

Statt der zugesagten US-Server (IPs) waren die Serverstandorte über die ganze Welt verteilt, wie ein diesbezügliches, gar via HSS-Elite angebotenes Tool leicht ermittelte. Youtube "bedauerte" daher immer mal wieder, was so wohl nicht der Sinn des vollmundigen Angebots namens HSS sein kann.

Ok, gewogen und für zu leicht befunden!

Was gibt es an Vergleichbarem, dennoch die genannten Punkte positiv adressierenden Tools? War es Zufall? Vielleicht! Statt Microsofts "Office" nutze ich bereits seit einigen Jahren und mittlerweile sehr offiziell, sehr legal dieses Softmaker-Office, wie hier schon mal und eher nebenbei erwähnt. Weil registriert, so gibt es regelmäßig einen sog. Newsletter; nicht nur wegen der Neuigkeiten zu eben diesem "Office". Vor einigen Wochen gab es einen Hinweis auf CyberGhost, ein VPN-System, wie von mir gerade gesucht, getestet. Auch eine kostenlose Version dort wird angeboten, mit entsprechenden Einschränkungen, versteht sich; und dennoch sehr ausreichend zum Testen gerade wegen der oben genannten Kritikpunkte bei HSS. Zeit natürlich auch für die parallele, notwendige und vom Anbieter unabhängige Recherche.

Über alles und auch im Detail war ich dann nach einigen Tagen intensiver Nutzung, dem Nachlesen in diversen Internetforen doch recht angetan von diesem System. Der Eindruck -verglichen mit dem vorgenannten HSS- ist absolut beeindruckend, das System durchaus professionell zu nennen. Und dies betrifft die Stabilität, die Performance und die (auch manuell) mögliche Serverwahl; sprich: die gegebenen, umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten auch und gerade für den automatisierten Start unter Windows (7 bzw. XP).

Es war dann nur noch eine relativ kurze Überlegung, ob meine Wahl auf "Classic" oder "Premium" fällt, via prepaid für ein Jahr natürlich. Meine Entscheidung war dann der normale Premiumtarif, weil er -vorerst perspektivisch- auch PPTP einschließt; dem möglichen Einsatzbereich auf diesem von mir mittlerweile recht intensiv genutzten Smartphone geschuldet. Und wie es der Zufall so will, gab es gerade ein Angebot. Statt der normalen 79,99 Euro waren für das Jahresabo nur 55,99 Euro zu zahlen. Ok, gesagt, getan bzw. bestellt.

Die Software (der Client) stand innerhalb weniger Minuten dann zum Download bereit und auch der Registrierungsschlüssel folgte zeitnah. Im Gegensatz zur Testversion ist die Nutzung von verschiedenen Installationen/Maschinen möglich; wenn auch nicht gleichzeitig. Über den eigenen Account kann man dann noch verschiedene Einstellungen tätigen und selbst die Logdateien automatisiert und sehr zeitnah löschen lassen. Da unbegrenzter Traffic in dem gewählten Tarif eingeschlossen ist, so braucht es dahingehend auch keine Logdateien. Die IPs sind eh' nicht zuzuordnen, weil nach aussen immer nur die IP des jeweiligen VPN-Servers erscheint; der viele User (like me) parallel bedient. Natürlich sollte man den Registrierungs- bzw. Lizenzschlüssel gut sichern - "no way back". Bezahlt habe ich per Bankeinzug (nicht über die ebenfalls möglichen Kreditkarte) und via einem zwischengeschalteten, deutschen Bezahldienst an diesen zwar deutschen, dennoch in Rumänien angesiedelten VPN-Provider.

 

Sorglos VPNigges

Gute Idee, wenn das rechtlich wirklich Bestand hat, was die taz und durchaus allgemeinverständlich schreibt. Bestand auch vor der Contentindustrie, den Heerscharen von Anwälten, die um ihr Geschäftsmodell fürchten müssten... soweit die großen Provider, sprich: Telekommunikationsanbieter das Modell von diesem kleinen Startup ebenfalls und dann flächendeckend umsetzen (würden).

Als Handlungsreisender in beinahe nur noch privater Mission, mit meist dabei habenden Notebook und auch gern ausserhalb deutscher Landes- Rechtsgrenzen, so mag ich das gut verstehen, beurteilen was Beherbergungsbetrieben und Gastwirten gerade (beinahe ausschließlich) hierzulande droht. Ein kleines Hotel in Süddeutschland, mir bereits aus der Berufszeit bekannt hatte ein offenes, kostenloses Netz beinahe seit es W-Lan gibt. Letztens auf der Durchreise wieder mal dort genächtigt ist der Hotelier nun zum Blockwart avanciert, muss mir für den Zugriff einen individuellen Key bereitstellen, meine allfälligen Aktivitäten mitloggen; wer weiss wie lange aufbewahren.

Für mein Notebook -das hier beschriebene CyberGhost wird dahingehend noch eingerichtet und getestet- verwende ich ansonsten einen UMTS-Stick, natürlich wegen der Kosten mit begrenztem Volumen. Insofern ist ein offenes, kostenloses Netz schon sinnvoll und den Pferdefuß einer bei offenem W-Lan nicht wirklich gegebenen Sicherheit adressiere ich ja dann zukünftig über CyberGhost. Ähnliches gilt auch für das von mir zunehmend und mit Begeisterung genutzte Smartphone. Auch da bietet CyberGhost, bietet der von mir verwendete Tarif dieses PPTP-Protokoll ist also unter Android zu nutzen. Werde dazu  in dem verlinkten Artikel hier noch mal etwas ergänzend schreiben.