12 Dez 2012

Joining "Mondoweiss" today

Submitted by ebertus

In welche Blogs schaut man gerne rein? Wo bringt man sich unter Umständen persönlich ein und wenn ja, wie? Was fordert gar ein wenig, ein wenig mehr? Worin besteht der gewisse "Kick", über das ganz Normale hinaus? Fragen über Fragen mit einer (möglichen) Antwort.

Über die sog. Antideutschen, im eigenen -auch räumlich- deutschsprachigen Saft schwimmend und dem bedingungslosen, oft besinnungslosen Israelsupport huldigend, darüber wurde hier im Blog bereits mehrfach berichtet, dieses skurrile und primär bellizistisch orientierte Sektenwesen thematisiert. Das Judentum, jüdische Religion, Philosophie und jüdische Kultur kommen dort ebenso wenig vor wie der Blick auf israelkritische, auch zionistisch geprägte Diskussionen und Entwicklungen im englischsprachigen Raum, neben Israel selbst gerade den USA. Hohe Zeit also, die Erfahrungen der letzten Monate noch etwas zielgerichteter in entsprechende Bahnen zu lenken; und ja, einen gewissen Anstoß bracht man(n) schon mal, war dies heute morgen bei mir der Fall.

Haaretz, +972mag und Mondoweiss, seit Kurzem auch OpenZion sind bislang die wesentlichen Ressourcen für eine relativ aktuelle, gern kritische Informationsbeschaffung, was den Nahostkonflikt betrifft. Es gibt weitere, welche selektiv oder nach Empfehlung bzw. Verlinkung angesteuert werden, aber eben lediglich sporadisch. Haaretz macht es (mir) seit einiger Zeit etwas schwer, der mittlerweile überwiegende PayContent dämpft das Interesse und auch die zehn freien Artikel im Monat -für die man sich registrieren und für jeden Zugriff anmelden muss- machen das kaum angenehmer. +972mag ist frei lesbar, hat Autoren, die denen bei Haaretz nicht nachstehen und war bzw. ist als (aus meiner Sicht) passiv zu nutzendes Medium die erste Wahl. Für den Newsletter bin ich angemeldet und eine einmalige Spende war mir dieser recht professionell gemachte Blog ebenfalls schon wert. Beide genannte Medien sind (auch) englischsprachig und in Israel beheimatet. OpenZion aus den USA orientiert sich an der Person von Peter Beinart und den Inhalten welche dieser repräsentiert. Es ist ein moderater Zionismus, der wohl auch bei vielen US-Demokraten konsensfähig scheint.

Der sich in den letzten Monaten in den Vordergrund bewegende Blog ist Mondoweiss, ebenfalls aus den USA. Die jüdische Population in der dortigen Diaspora ist die größte außerhalb Israels und die wichtigen Diskurse bis hinein in die große Politik, die überregionalen Medien finden eben dort statt. Mondoweis steht nach meinem Eindruck für Alternativen zu einem nationalistischen, einem religiösen Zionismus israelischer Prägung. Die Zahl der Autoren bei Mondoweiss ist überschaubar, es gibt eine rudimentäre Community-Funktionalität und zum Kommentieren ist eine einmalige Anmeldung sowie die separate Freischaltung erforderlich. Das finde ich gut, denn so ist einerseits die Anonymität weitgehend gewahrt, vermeidet die Website darüber jedoch ein Stück weit spontanen Müll und Trolle, kann letztere als ultima ratio regulieren und ggf. sanktionieren. Das halte ich ebenfalls so, hier auf dem eigenen Blog.

Mondoweiss hat neben den Gründern Philip Weiss und Adam Horowitz einen (neuen) Herausgeber. Die eigene Vorstellung dieser Tage fand ich nicht nur lesenswert, sondern ist sie wohl auch ein Stück weit bezeichnend für das "growing up", das Denken und Handeln jüngerer amerikanischer Juden. Diesen Text im Hinterkopf war es dann nur noch ein kurzer Weg, Weiteres von und über Scott Roth nachzulesen. Eine kleine Geschichte lief mir dabei über den (verlinkten) Weg. Scott und Philip in Hebron, ein kleines Video und ein wenig Text, eben genau das zu erklären, "...even when the issue at hand is absurd?"

The boy on the horse - so have a look...

Besatzer, Besitzer, gar Apartheid? Verhinderten die beiden Amerikaner, deren laufende Kamera möglicherweise eine sonst gängige Eskalation, eine Demonstration von realer Macht, das gemeinsame Handeln von Siedler(n) und israelischem Militär?

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Nun aber..., was ist darüber hinaus und eben zu Mondoweiss als Blog zu sagen, bei dem ich mich heute morgen angemeldet habe? Ein Artikel lenkte, beeinflußte meinen Weg, mehr beinahe wegen dem dort erwähnten Buch, denn (primär) der Bitte um eine Spende nachzukommen. Beim Freitag war vor einigen Wochen ein Blogtext über das aktuelle Buch von Shlomo Sand erschienen, meinerseits im Hinterkopf gespeichert, begleitet von dem Nachlesen bei +972mag (Mai 2012) zur hebräischen Originalversion. Und nun eben hier bei Mondoweiss nochmal der Anstoß, dieser Thematik nun endlich näher zu treten. Mittlerweile gibt es das Buch wohl ebenfalls auf deutsch, doch insgesamt scheint mir -wenn auch kostenintensiver- die Variante von Mondoweiss beides zu adressieren: das Buch als englische Ausgabe zu erhalten und gleichzeitig eine Spende zu leisten.

Die Freischaltung des beantragten Accounts ist mittlerweile eingegangen und so werde ich vielleicht mal einen kleinen Kommentar dort verfassen, nochmals d'rüber schlafen und dann morgen im genannten Sinne aktiv werden. Weiteres, auch zu dem Buch von Shlomo Sand möge irgendwann folgen. Ein Absatz aus der erwähnten +972mag-Rezension von Yossi Gurvitz soll hier den Abschluß bilden - und auf die heftige, streckenweise auch unsachliche Kontroverse unter dem Beitrag sei hingewiesen:

 

Sand further notes an inconvenient fact: once “Eretz Israel” became a Zionist weapon, it cannot contain itself with Israel’s current borders. Our religious nationalists would commit a sin if they would agree to give up God’s promise, which would force them to reach from the Nile to the Euphrates.  This is the historical logic of taking EI out of the narrow borders of Jewish law and into the wild, borderless plain of religious nationalism.

 

erstaunlich, was so alles verschwindet

jetzt also dem GvG sein versuch, sich mal wieder zu entschulden.
versteckt.

Ooch, meine Kommentare...

Schon wieder, das ist ja wirklich tragisch. Und "entschulden" ist gut, sehr gut, passend hier und da, performativ!!! Schuld und Schuldige, Tat und Täter.

Wohl dem der Beichte nicht nötig hat, der gut und edel, wissend und (beinahe) perfekt ist; ansonsten eben Schauspieler sein sollte.

"Der Sünder muss keine Rechenschaft geben, die den Tatsachen entspricht, sondern er muss sich als Sünder zeigen. Damit wird vom bekennenden Subjekt eine gewisse performative Produktion des Subjekts innerhalb feststehender öffentlicher Konventionen gefordert; und darin liegt auch das Ziel der Beichte selbst.

Judith Butler, "Kritik der ethischen Gewalt", Seite 151

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Btw. "Parting Ways" habe ich mir gerade bei Amazon bestellt, gibt es ja noch nicht als Taschenbuch und ist mit 23,95 richtig teuer, oder?

Vielleicht markiert dies -wie bei anderen DenkerInnen auch schon mal- eine "späte" vs. einer "frühen" Butler. Pierre Bourdieu war so ein Typ und später dann immer politischer, kam aus dem akademischen Elfenbeinturm, mischte sich ein; wie Butler wohl nun ebenfalls - zunehmend.

Das brachte und bringt neue Leser; mich beispielsweise, der ich ja und wie bereits immer mal geschrieben, den gewissen Realitätsbezug über die reine Theorie stelle, Abstraktes und Gestriges (nicht abwertend gemeint) lediglich als notwendigen Rahmen verstehe - soweit eben nötig.

ich sag's ja

später sieg der nazis!
als formalrechtliche zivilisation verkleidet.

nichts als Blödsinn: die einen sehen überall nur "Antisemiten",

die anderen nur "Nazis".
Ich ordne zwar eine faschistische Denkweise für wesentlich relevanter ein als eine antisemitische (allein schon wegen der Relationen), halte aber den Versuch für völlig merk befreit, das eine mit dem anderen zu belegen.
Faschismus beinhaltet "naturgemäß" auch Antisemitismus.

Vor allem auch, wenn sich eine nicht zu unterschätzende Anzahl der "Antisemitenjäger" und "Nazijäger" eindeutig und objektiv faschistischer und antisemitischer Vorgehensweisen bedient.

Da ist was d'ran,

das Jagen in der Meute braucht primär ein geeignetes Ziel, eine beinahe wertneutrale Strategie der Diffamierung und weniger bis kaum eine ernsthafte Begründung.

Auch das ist eine dieser querfrontigen Spreizungen, gerade und nicht zuletzt meine Erfahrung der letzten Monate.

und was, bitte schön,

sind "querfrontige Spreizungen"?

da ist was dran?

da ist garnix dran außer dass der forenboy seine simpelei als durchblick ausgibt.

es ist wie immer Rahab:

das auf das Wesentliche Reduzierte ist in der Regel auch das Essentielle.

Da helfen weder Schwurbelei noch Relativierungen und schon gar nicht unzählige hin gehaltene Stöckchen weiter.
Menschen wie Du stehen sich (aufgrund ihres meist an-gelesenen Wissens) oft selbst im Wege, bemerken es jedoch nicht.
Das führt dann zu den üblichen bekannten überheblichen ("ad personam") Diskreditierungen sobald die andere Meinung der eigenen "gefährlich" werden könnte.

Eine menschliche, aber zutiefst schlechte (weil nicht zielführende) Reaktion, die bei den "üblichen Verdächtigen" fanatischen ZeitgenossInnen zu beobachten ist.

Auch Zensur, wie Du sie gerne praktizierst, ist da ein beliebtes Mittel, und keineswegs ein Beleg für mangelnde Kompetenz des Gegenübers.

Wenn ich beobachte, welche Despoten immer noch und zunehmend in dFC schreiben dürfen, (4-wöchige Zeitsperren sind wegen der Multinicks ohnehin wirkungslos) bestätigt sich mir immer mehr auch die Merk-Befreitheit der dortigen Redaktion.

Ich fordere Dich selbst nochmals auf, die von Dir postulierte "ad personam"-"Diskussion" zukünftig zu unterlassen.

Grab your own nose

@Forenboy, würde ich da mal schmunzelnd sagen, wenn Du so unschuldig und "ohne Blick zurück", ohne gar trolligen Blick zurück über die (auch) multinickige dFC schwadronierst.

Was ich selbst via verschiedener Blogs/Foren etc. erlebt und -auch hier- reflektiert(!) habe und mehr noch, was mir "vertraulich" via PN oder Mail zugetragen wurde, so sind allfällige Sperrkarrieren immer nur zu interpretieren;

"the good, the bad and the ugly" ...eben...
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Realer, performanter noch und gerade unter meiner stringent inhaltlichen Teilnahme (wohl die Ausnahme dort) ist der aktuelle Blog des Rolf Netzmann, auf den hier gern hingewiesen wird. Gerade mein Text (heute 09:11) und die folgenden Einlassungen, das ist mir doch ausnehmend gut gelungen, oder?

http://notina.net/jr

Huch, weg iss'er der gesamte Blog...
Hat der Autor oder die Redaktion gelöscht?
Na meine Einlassungen können (wohl) nicht der Grund gewesen sein.

auch Du irrst hier, ebertus, ich bin nie mit mehr als einem Nick

unterwegs, unter Multinick verstehe ich offensichtlich was anderes als Du.
Und im Gegensatz zu Dir habe ich niemals unbegründet einen anderen Blogger diskreditiert (Du musst ja nur in Deinem eigenen Blog etwas zurück blättern) weil mich die anderen Blogger nämlich überhaupt nicht persönlich interessieren.
Aber wenn man so gestörte Blogger wie.... (ich lasse jetzt mal die ganzen Namen weg) die einen selbst versuchen zu stalken, dann darf man sich selbstverständlich zur Wehr setzen.

Das ist der Unterschied zwischen gewissen "Damen", "trinkfreudigen Lektoren", fanatischen Antisemitismusjägern sowie anderen selbstverliebten Selbstdarstellern und mir: ich will was Neues erfahren, lernen.

Aber hier werden wohl nur Blogger ernst genommen, die schon alles wissen UND die Dinge so sehen, wie man selbst, und das ist mehr als enttäuschend.

hübsch!

nie "unbegründet diskreditiert".
wenn es begründung gäbe, forenboy, dann müßtest du garnicht diskreditieren!

schon klar, Rahab, dass Du mal wieder die Juristin raus hängen

lässt, statt sich zu bemühen, meine Worte so zu verstehen, wie sie gemeint sind.

Aber das werden DvW, Emma in Uniform und Du wohl nie lernen.

nix klar!

wieso mußt du den personen diskreditieren? reicht es nicht, das, was wer sagt/schreibt, inhaltlich zu kritisieren?

bei Dir ganz sicher nicht, weil Du nur so "argumentierst"

wie Du es anderen vorwirfst. Da muss man einfach reagieren, oder das Weite suchen.
(was ich auch tun werde, wenn Du mir noch blöder kommst als bisher).

Fange also erst mal selbst mit Deinen eingeforderten Verhaltensweisen an, dann sehen wir weiter.

das war!

denn es hat verschwundibus gemacht.

dafür kann man jetzt hier http://www.freitag.de/autoren/georg-von-grote/das-kind-ist-im-brunnen-wa... weitermachen.

Schon getan!

KwT

auch hier sollten sich einige (um nicht persönlich zu werden)

an GvG ein Beispiel nehmen, statt sich über ihn, und seine Art zu diskutieren, das Maul zu zerreißen.

bla bla

bla bla - bla blah!
geht an forenboy.
der soll gefälligst seine frau/seine kinder erziehen. wenn er schon wen erziehen muß.
es gibt dinge, von denen hat er keine ahnung. was keine schande ist.
und wenn er was beitrüge aus dem fundus seines wissens, dann täte ich davon gern etwas lernen.
aber wenn er sein nicht-wissen mit herabsetzung derer zukleistert, von denen er was lernen könnte, dann ...

ab in den papierkorb!

nachdem ich mich etwas abgeregt habe...

@forenboy
mit ebertus' 'vision' hätten allerdings die 51 informatiker 'gewonnen'. dann wäre nämlich Israel à la longue der einzige ort, an dem jüdinnen als jüdinnen leben können. allerdings nicht in sicherheit (aber das brauchen manche ja).
das ist nicht das, was ich 'will'. ich 'will, dass jüdinnen (und juden selbstverständlich auch) überall leben können, als jüdinnen so, wie sie es verstehen. wie andere auch. und in sicherheit. wie andere auch.

im übrigen habe ich dr.Deusel gut zugehört. mohalot und mohalim haben kein interesse daran, juden durch die brit auszurotten. sie arbeiten in aller regel lege artis (steril, lokalanästhesie) und von meziza b'pe halten die meisten nix. sie setzen darauf, dass die klientel mit den füssen abstimmt, nach entsprechendem hinweis.

mohalot und mohalim sind in aller regel sehr rational. müssen sie sein, denn sie müssen prüfen - lege artis - ob ein knabe überhaupt beschnitten werden kann. auch deshalb sagt beispielsweise dr. Deusel, dass sie einen knaben, der zwei monate lang nicht beschnitten werden konnte, nicht mehr als mohalot beschneiden würde. sondern wenn überhaupt, dann als die fachärztin, die sie ist, ggf. nach einem colloquium.

so. das ist zum 'wie' der stand der dinge.

so schaut es aus.

sorry, wenn Dich das aufgeregt hat, das war nicht meine Absicht,

aber wenn ich das jetzt richtig verstehe, war wohl ebertus der Anlass, genauer seine "Vision".
Ich verstehe trotzdem nicht, was das mit den Nazis zu tun hätte......
Wer will denn die Begrenzung auf Israel für Jüdinnen?
Fragen über Fragen.

und zu deinem selbstbestimmten alter

von 14 resp. 18 - leb deinen sadismus gefälligst an anderen aus!

????????????????????????????????????????????????????????????????

???????????????????????????????????????????????????

ich hoffe ja,

dass diese begrenzung keine einer will. aber: die 'vision' läuft auf ausgrenzung hinaus.
und wenn sie schule machte, dann....

ach ja, dieses noch

mir ist jüdisches leben nicht egal. ich teile bestimmt nicht alles, was jüdisches leben ausmacht. aber ich schätze auch seine 'schönheit'.

Wegen der "Schönheit",

möglicherweise nicht unbedingt mein Begriff. Aber jüdisches, kritisches, ernsthaft infrage stellendes Denken auch nur versuchsweise nachzuvollziehen, das ist schon anregend. Und daher musst Du auch sofort Widerspruch hinnehmen.

Von der berufsoffiziellen Kanzel herab wurde "uns Deutschen" mitgeteilt, dass die Beschneidung "überall" gängig, "überall" easy und "überall" im weitgehenden Konsens der Öffentlichkeit durchgeführt wird; nur nun in Deutschland, gerade in Deutschland... in Frage gestellt wird. Dass dann "nämlich Israel à la longue der einzige ort [sei], an dem jüdinnen als jüdinnen leben können" scheint mir etwas weit her geholt; selbst Alan Dershowitz hat da lediglich mit den Norwegern etwas geschimpft.

Und der demografische Faktor jüdischer Population hierzulande -soweit mir rudimentär bekannt- widerspricht ebenfalls dem, was Du da immer mal apokalyptisch an die Wand wirfst. Ja, schlimmer noch, keiner von uns kann voraussehen, wie sich die inneren Spannungen der israelischen (sage bewußt nicht "der jüdischen") Gesellschaft weiter entwickeln; die Zu- und Abwanderungen, die äußeren Rahmenbedingungen, dito - siehe unten.

"Irgendwann" sind FachärztInnen, ist ein Colloquium, gar ein klinisches Umfeld dann doch relevant, da hätten wir wohl weitgehend Konsens. Zu einem "von Anfang an" ist es dann -für mich zumindest- kein wirklich weiter, kein unmöglicher Weg.

Deine kompetente, historische, judaistische Sicht in allen Ehren, aber vielleicht bringt es auch Vorteile davon relativ unbelastet zu sein, aus dem faktischen "Heute" das natürlich immer spekulative "Morgen" abzuleiten.

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Btw. der Fred hier bezieht sich auf den amerikanisch-jüdischen Blog namens "Mondoweiss" und die dort angesprochenen, ensthaft diskutierten Themen scheinen mir perspektivisch für "das Jüdische", auch für den Staat Israel wesentlicher, existentieller zu sein als Beschneidung; sorry for that.

Annexation of West Bank (beispielsweise) ...

willkommen bei den fidelen Gülle-Fanatikern

die sehen das nämlich genauso.

Da wäre ich ja auf eine nachvollziehbare Begründung gespannt.

Bei "dem" Thema nicht,

@Forenboy, da sei der Felix Riedel vor.

Oder hat der von Riedel gescholtene Alan Dershowitz gar recht?

Ich bin verwirrt; und das "wie" einmal mehr diskursiv beerdigt.

ich habe da einen tollen Beitrag gefunden,

der es JA jetzt leicht machen könnte, diese unsägliche "Community" zu verabschieden:
die Gründe dafür liefert der Autor zahlreich in anschaulich beschriebener Form!
http://j.mp/ZbimzE

Lesen lohnt hier ausnahmsweise....

gestern hatte ich das stellenweise zweifelhafte vergnügen

mich durch die korrespondenz eines juden mit einigen abgeordneten, welche den rupprecht'schen alternativ-antrag befürworteten, hindurchzulesen.
zweifelhaft war das vergnügen deshalb, weil sich bei der lektüre der späte sieg der nazis immer wieder offenbarte: jüdinnen gelten als menschen, die von woanders herkommen und wie die muslime gern willkommen sind, wenn sie nur von ihren häßlichen bräuchen lassen und sich unter das GG ...
bedeutet: das kollektive gedächtnis hat vergessen, dass jüdische deutsche die shoa überlebt haben!
denkmäler erinnern hierzulande an tote - nicht an überlebende!
ist das nicht ein graus?!

nicht nur jüdische Deutsche haben sich "unter das GG......"

sondern auch alle anderen Deutschen, und das ist auch gut so.
Und gar nicht graus!

Da geht es nun mal gar nicht, dass alle deutschen Babys sich einem mit heißer Nadel gestrickten Aushebelungs-Gesetz (vom GG) ausgeliefert sehen, das wegen einer hysterisch um sich schlagenden Vertretung einer religösen Minderheit mal eben auf den Weg gebracht wurde.
Jetzt ist es an der Zeit, dieses Gesetz zu kippen und den verantwortlichen Volksvertretern damit eine klare Ansage zu machen.
Es darf einfach nicht so weit kommen wie in den USA, dass eine Minderheit hier ein völlig überproportionales Gewicht bekommt, und nein, das ist nicht rassistisch oder antisemitisch konnotiert.
Außer für diejenigen, die Israelkritik grundsätzlich für Antisemitismus und Kritik an Volker Beck (wegen seiner unsäglichen Haltung in dieser Angelegenheit) für Homophobie halten.

doch, herzelchen!

genau das ist es: rassistisch und antisemitisch. und homophob. und misogyn. kurzum: misantroph. kurzform: mies.

von Dir habe ich ja auch nichts anderes erwartet,

gehörst Du doch zu der nicht seltenen erwähnten Gruppe, die bestenfalls als Sand im Getriebe bezeichnet werden kann, und die dafür sogt, dass der tatsächliche Antisemitismus, Rassismus und die Homophobie durch Propaganda mit (verharmlosenden) Nebenschauplätzen unterschätzt und dadurch fahrlässig gestärkt wird.

Und das ist echt mies!

freut mich,

dass ich deine erwartungen nicht enttäuscht habe.
übrigens: lieber sand im getriebe als öl im salat!

sowas kann nur von einer Frau kommen,

die von "Technik" keine Ahnung hat.
Sand im Getriebe ist immer negativ konnotiert, auch wenn das meine Kollegen von attac anders verstanden haben wollen. http://j.mp/W1QUNk

Das kann man schon daran erkennen, was meine Kollegen von Hetz- und Krawallnudel Broder halten: http://j.mp/W1S8Z0 und das nicht erst seit der aktuellen Antisemitismus-Diskussion um Jakob Augstein und andere.....

so was kann nur von einem knödel kommen

der noch nie verstanden hat, wozu die serviette um ihn rum gut sein soll.
ich sach's dir: damit du nicht auseinanderbröckelst.

wenn das mal nicht "ad personam" in Reinkultur ist,

hätte ich den "Knödel" bei Dir geschrieben, du hättest mal wieder "vor-zensiert" weil Verstoß gegen Deine aufgestellten Regeln.
Nur dass die bei Dir nicht zu funktionieren scheinen......

tja, was

mußtest du auch diese olle kamelle von frau+technik anschleppen...

Israelkritik wird zum Antisemitismus gemacht

Gern verweise ich auf eine kleine Freitagsdiskussion, auch unter meiner (mehrfachen) Teilnahme zur "Causa": Jakob Augstein.

Mal schauen, ob und was sich dort substantiell noch ergibt.

gut gefällt mir

born2bmild 02.01.2013 | 01:08
Denunziation ohne Selbstdenunziation ist öde, "antisemitisch" wie Augstein bin ich ebenfalls. Ich kritisiere die israelische Siedlungspolitik, die Drohung der israelischen Regierung, den Iran präventiv anzugreifen.
Der arme geltungssüchtige G.G. hätte allerdings seine letzte Tinte nicht für verquaste, haltlose Anschuldigungen verschmieren sollen. Israel ist keine größere Bedrohung für den Weltfrieden als jede andere Atommacht und Augsteins Lob für Grass ist peinlich, aber sowenig antisemitisch wie das tintige "Gedicht" des genobelten Literaten.
Der Massenmord an den Juden in Treblinka, Auschwitz, Majdanek, Sobibor, Babi Jar und hunderten anderen Mordstätten sollte jedoch die Nachfahren der Täter, die Nachkommen der willfährigen Helfer und Blitzvernichtungskrieger für zumindest 6 Millionen Tage verpflichten, den Juden keine unerbetenen Ratschläge zu ihren Riten zu erteilen.

warum wundert mich das nicht?

ich finde solche Bloggerinnen eher peinlich und die "Schuld-Keule" genauso merk befreit wie man sie von den fidelen Despoten kennt.
Wenn man dann noch die weiteren "Ausführungen" des gelobten Nicks liest, kann einem sogar schlecht werden, ob solcherlei verquastem Unsinn.

Parallel geschrieben

@Forenboy, aber dahingehend  haben wir gewisse "Ansatzpunkte" (siehe meinen untigen Eintrag) gemein. That's all und halte Dich bitte sachlich - ansonsten zurück.

na, nun laß

ihn doch wenigstens hier noch rumkeulen, den armen boy!

wusstest Du eigentlich Rahab,

dass Du mit dem Broder ungemein viel gemein hast?

echt?

siehste, das ist der unterschied zwischen elaboriert und fidel sche! der kann - wie du - nur was von merk befreit lallen. wozu ich dann immer denke: stimmt, manche pille von merck befreit.

mit Keulen und Pillen kenne ich mich nicht aus,

da muss ich Deiner offenbar reichlichen Erfahrung einfach mal vertrauen.

Funktioniert aber nur "hier"

derart vollumfänglich. Und das ist auch "gut" so! Das auszuhalten ist vielleicht "unsere" historische Verantwortung.

Beinahe langweilig, die (notwendige?) Erfurcht und zur Salzsäule erstarrt, die geht mir bei inflationär zelebriertem Godwin's Law nun wirklich ab. Mit den entsprechenden Keulen wird einmal mehr begründet, warum (nur jüdische?) Riten und Gebräuche überall und ohne jegliche Restriktion ausgeübt werden dürfen. Dershovitz pur!

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Beinahe interessanter, ist dieses "Augstein, die Nächste" beim Freitag und mit ähnlicher Fragestellung. Beschneidung war gestern, hat jedoch in den oft skurrilen Diskursen -und der Broder wusste/ahnte das von Anfang an- dem "Jüdischen" nicht unbedingt zum Vorteil, zu Akzeptanz und Verständnis gereicht. Schade eigentlich...

Link zum aktuellen Freitagsblog: http://notina.net/jf

Und "born2bmild" ist ebenfalls wieder dabei, trieft ihm doch (@Weinsztein hatte ihn schon mal dort verortet) bei dem Thema die mir allzu bekannte, klärgrubige Aggressivität aus allen Poren.

born to be mild

manchmal ist es nur noch zum heulen!

nämlich: diese abstraktions-unfähigkeit/willigkeit!

aus genau den gleichen gründen sollten die nachfahren... abstand davon nehmen, 'zigeunern' zu deren sitten und gebräuchen ungebetene ratschläge zu geben - oder gar diese sitten und gebräuche, vor allem die nomadisierenden, als argument heranzuziehen, warum 'zigeuner' nach süd-ost-europa zurückgeschickt gehören. zumal: wenn man sich die sache mal etwas näher beguckt, dann stellt man fest, dass mehrheitlich die 'zigeuner' im kz gelandet waren, welche seßhaft geworden.... nun schließe selbst!

schön wäre auch, wenn du endlich lerntest, zwischen erbetenen und unerbetenen ratschlägen zu unterscheiden!

Wenn es darum geht,

was "hierzulande" passiert, wo ich immer mal wieder und sehr offiziell aufgefordert werde, mich in allfällige gesellschaftliche Prozesse und Meinungsbildungen einzubringen? Hier also wollte ich nur sehr begrenzt lernen, was erbeten und was unerbeten ist.

ach? nur "hierzulande"?

und was soll dann ein satz wie dieser "Mit den entsprechenden Keulen wird einmal mehr begründet, warum (nur jüdische?) Riten und Gebräuche überall und ohne jegliche Restriktion ausgeübt werden dürfen."

dass es um "nur jüdische" nicht geht, habe ich dir am beispiel der 'zigeuner' dargelegt. ich hätte aber auch andere 'andere' nehmen können, von den bibelforschern bis hin zu den frauen, welche in kz's zwangs-prostiuiert wurden.

und wenn du nur "sehr begrenzt lernen" wolltest - nun, dann müssen die, in deren 'riten' du hineinregieren möchtest, dir eben sehr deutlich die rote karte zeigen.

To whom it may concern...

Ja, es ist richtig, diese bewußt diffus gehaltene Turbo-Gesetzgebung hat auch mir und sehr real (vorerst) die "rote Karte" gezeigt. Im virtuell-diskursiven Bereich jedoch sieht das schon etwas anders aus, bin ich doch erklärtermaßen kein Hardcore-Beschneidungsgegner.

Einer religiös begründeten (kein Gemischtwarenladen) Beschneidung unter den zivilisatorischen Rahmenbedingungen des "hier und heute!" stehe ich nicht wirklich fern. Konkret: Die Beschneidung im klinischen Umfeld einer hierzulande zugelassenen Einrichtung wie dem Jüdischen Krankenhaus zu Berlin wollte ich durchaus tolerieren. Full Stop...!

Mir ist sehr bewußt, dass diese, meine Position relativ unangreifbar ist, die Konstruktion eines wirklichen Feindbildes sich dahingehend sehr kompliziert, notwendigerweise spagatig gar erweisen wollte, weil damit die hehre, die historisch-akademische, die wohlbegründete Beschneidung selbst (an sich) von der bewußt diffus gehaltenen Prozedur getrennt werden müsste.

Aber genau das, eine Diskussion über das konkrete "wie" statt dem gebetsmühlenartig zelebrierten "warum" scheuen die großen und die kleinen BeschneidungsbefürworterInnen wie der sprichwörtliche Teufel das noch sprichwörtlichere Weihwasser.

Logisch und absolut konsequent aus "deren" Sicht, weil jede Position, welche über die von mir skizzierte, konkret zu definierende Akzeptanz hinaus geht beinahe zwangsläufig Gefahr läuft, mit medizinisch-hygienischer Anarchie und mit religiösem Fanatismus assoziiert zu werden. Genau aus dem Grunde werden diese geraden bis schrägen, die mainstreamtauglichen oder auch sehr einsamen Begründungen "pro Beschneidung" immer wieder neu aus dem Hut gezaubert, wird bei Renitenz der partiellen bis kompletten Beschneidungsgegner gar mit den entsprechenden, erprobten Keulen gewedelt.

What's up also? Konkret (skandinavisch etc.) wie...?

ach ne?

religiös begründet möchte sie schon sein, die kirkumkission? - und wie willst du, der du von deinem eigenen christentum schon herzlich wenig ahnung hast, das überprüfen?
und das "wie" möchte sich an deiner akzeptanz messen lassen? - laß dir sagen: wie und warum hängen aneinander. wenn du dich für das warum nicht interessierst, dann hast du beim wie wenig bis garnichts mitzureden. so einfach ist das - oder willst du konvertieren?
und im klinischen umfeld? - hausgeburt adé! auch das geburtshaus kann schließen! hebammen können sich ihre berufshaftpflicht sparen! die fortpflanzungsmedizin übernimmt ... mit allen folgen, siehe SZ.
turbo? - ja. das war's. und überflüssig wie ein furunkel am arsche! ich hätte überhaupt garkein gesetz gebraucht. die vorhandenen, halacha inklusive, reichen völlig aus!
du möchtest gern als feindbild gesehen werden? - aber fundis sind nur die anderen? *kopfbatsch*

aus meiner oben erwähnten lektüre ist noch zu ergänzen: auch ein später sieg der SED ist zu verzeichnen. oder doch auch der nazis? etliche aus der Linken waren sehr freimütig in der offenbarung dessen, wie weit sie beim einsatz von jugendamt, familiengericht und entzug der personensorge gehen würden. und das nicht nur bei/wegen verdacht auf kirkumkission.
du hast den früher von e2m und auch von mir verlinkten aufsatz "der staatsanwalt im kinderzimmer" verlacht. sehr zu unrecht, wie ich finde! du scheinst dir nicht im klaren darüber zu sein, wie schnell mensch von wie du+icke zum 'anderen' werden kann.

# Die einfache Akklamation

der Sorgerechtsverantwortlichen sollte als religiöse Begründung reichen. Schließlich war ja während der Debatte zu lernen, dass das GG dann doch nicht soo biegsam ist, um in Richtung Gottesstaat seiner Funktion noch gerecht zu werden. Und in der zwingend notwendigen Kombination mit einem hierzulande zugelassenen "klinischen Umfeld" sollte auch der Missbrauch und die sog. "Küchentischbehandlung" deutlich begrenzt sein.

# Als Nichtjurist ist mir dennoch bekannt, dass das "warum" die Strafzumessung beeinflussen kann. Neu wäre mir jedoch, wenn das Faktum des "wie" plötzlich total aufgehoben, durch ein entschuldigendes "warum" gar in das Gegenteil verkehrt wird.

# Es geht hier um (Knaben)beschneidung, no excuses...

# Feindbild? Ja gern, aber bitte auschließlich wegen dem "wie"!

# "Staatsanwalt im Kinderzimmer", da schmunzle ich (auch als Vater) nach wie vor, war doch dieser in meinen Augen schräge "Vergleich" auf den (jüdisch, beschneidungstechnisch) acht Tage alten Saugling bezogen, welcher in der Regel über die Artikulation von Grundbedürfnissen nicht hinaus kommen dürfte.
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Ansonsten, weil das Kind nun mal in den Brunnen des Kölner LG gefallen ist. Kopf in den Sand und "warten auf Godot", auf das BVerfG, den EuGH. Und im Gegensatz zu Totalverweigerern @Forenboy et al. kann ich mir durchaus und dann akzeptierend vorstellen, dass das "wie" dort eine Rolle spielen und möglicherweise in dem von mir skizzierten Sinne präzisiert, sprich: entschieden wird.

den "Totalverweigerer" musst Du Dir abschminken,

denn meine Forderung an ein wie auch immer zustande gekommenes Gesetz (Durchführungsbestimmungen würden da eigentlich auch reichen) wäre mit dem festgelegten Mindestalter von den erst dann zustimmungsfähigen und völlig zwamglos zustimmenden Knaben an die analog der Religionsfreiheit geltende untere Grenze von 14 Jahren erfüllt.

Also nix mit Totalverweigerung.
Eine Empfehlung an die Betroffenen wäre allerdings, erst genügend Erfahrung im unbeschnittenen Zustand zu sammeln.

Bei acht Tage alten Säuglingen

um die es bei dieser Lex, dieser Turbo-Gesetzgebung primär geht ist Deine Totalverweigerung doch klar @Forenboy.

Jeder hat so seine Techniken, seine Strategien bei der Behandlung, der Durchdringung dieser Thematik. Deine ist eben die (totale) Verweigerung, @Rahab stellt das "warum" in den Vordergrund eines wirklich sehr kreativen Gemischtwarenladens und meine ist eben der formalrechtliche, der zivilisatorische Hebel des "hier und heute".

@Hardob hat das ja bereits knallhart erkannt bzw. entlarvt. Meine (vielleicht klammheimliche) Hoffnung eben, dass sich analog einiger skandinavischer Länder und ohne instrumentalisierende "Keulen" hierzulande auch kaum noch zugelassene Fachärzte finden werden, soweit eine klinische Umgebung für die Beschneidung vorgeschrieben ist. Diese "Vision" dürfte die grauen Herren (und Damen) mächtig umtreiben, weil der anbrandende Strom, die Nachfrage gerade jüdischer Eltern nach Beschneidung ihrer Knaben vom jüdischen Krankenhaus zu Berlin allein nicht befriedigt werden kann; das "wie" daher bewußt diffus gehalten werden muss.

Ansonsten und in noch größerem Ernst gehe ich mit der von @Rahab schon mal geäußerten Meinung konform, dass "14" und mitten in der Pubertät ein sehr schlechter Zeitpunkt für Beschneidung ist.

deine 'vision', ebertus,

läuft darauf hinaus, dass jüdisches leben hierzulande unmöglich wird. ok, ein paar anti-beschneidungs-alibi-juden werden dir erhalten bleiben... mit denen kannst du dann diskutieren, ob die brit das jüdische in Israel ausmacht oder ob es nicht doch was anderes wäre....
zivilisatorisch? dass ich nicht lache!
lord Cromer fand auch, es sei zivilisatorisch, wenn ägypterinnen von ärzten untersucht würden und nicht von ägyptischen ärztinnen. welcome to the 19th century!

nein ebertus, Totalverweigerung trifft eben nicht zu,

mir geht es um die Einhaltung der Grundrechte zu denen das Selbstbestimmungsrecht auf körperliche Unversehrtheit gehört.
Ich verweigere also nichts, ich fordere die Einhaltung bestehender Rechte.
Und 14 Jahre ist ja auch nur eine unterste Grenze, die bereits für mich einen (realistischen) Kompromiss darstellt.
Wenn Du meine Kommentare verfolgt hättest, wüsstest Du, dass mein Wunsch es wäre, erst ab 18 Jahren darüber zu entscheiden, dann hätten sich meine Empfehlungen auch schon erledigt.

meinste nicht, forenboy,

du solltest erst mal erfahrungen im beschnittenen zustand sammeln, bevor dass du solche empfehlungen aussprichst?

und dass dein vorschlag zwangs-christianisierung betreibt fällt dir überhaupt nicht auf?

bitte unterlasse weitere merk befreite Äußerungen

in meine Richtung, sonst müsste ich noch ebertus um was bitten......

Das mit der "Zwangs-Christianisierung" ist ja der größte Blödsinn, den man aus einer völlig plausiblen Forderung nach einem Mindestalter für selbstbestimmte Entscheidungen ableiten kann.
Wann kommst Du denn endlich aus Deinem dogmatischen Urschleim-Tümpel heraus?

die unterlass ich erst

wenn du dich kundig gemacht hast, woher 14 als religionsmündigkeit kommt.
und 14-jährige knaben selbst-bestimmt?
ach du scheiße!

außerdem: deinen eigenen kindern kannst du ja dies und das empfehlen, wie du lustig bist. aber anderer leute kinder? da hat deine empfehlung einen starken zug ins paternalistische suprematie.

Gesetz über die religiöse Kindererziehung vom 15. Juli 1921

-- In Deutschland ist die Religionsmündigkeit im Gesetz über die religiöse Kindererziehung vom 15. Juli 1921 geregelt.

-- Bereits ab Vollendung des 10. Lebensjahres ist das Kind zu hören, wenn es in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden soll.

-- Ab Vollendung des 12. Lebensjahres darf ein Kind nicht mehr gegen seinen Willen in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden. Ab Vollendung des 14. Lebensjahres wird in Deutschland eine uneingeschränkte Religionsmündigkeit erworben.

schon klar, dass Du nur Mädchen überhaupt sowas wie Selbstbestimmung zubilligst.

Das wird ja immer abstruser mit Dir.

du schmunzelst schon wieder?

beim Lichtenberger (?) ohrloch-stech-fall hattest du aufeinmal fracksausen. und mußtest nachfragen, warum eigentlich ... ja, weil doch die freundinnen auch.... sagte deine frau. und da du warst wieder zufrieden. und sagtest: alles richtig gemacht, mädels sozial unauffällig gehalten.

Ja, genau, Danke

für die Bestätigung von geraden vs. schrägen "Vergleichen".

Waren doch die Mädels "geringfügig" älter als acht Tage, so zwölf bis 14 (Jahre) alt nach meiner schwachen Erinnerung. Sie konnten sich durchaus schon relativ deutlich artikulieren, hatten jeweils eigene Kinderzimmer, jedoch nie Besuch vom Staatsanwalt, sozial eben gemischtwarenladig "unauffällig".

meinerseits danke dafür

wie elegant du über dein einknicken vor sozialer kontrolle hinweggleitest.
meinste, die mädels wären gestorben, wenn sie mit den ohrlöchern bis 18 gewartet hätten?

schon wieder grüßt das Relativierungs-Murmeltier

und Sinti und Roma müssen herhalten.
Das mit den Ratschlägen solltest Du Dir auch selbst mal zu Herzen nehmen.

taz - antideutsch übernommen?

Die Meinung eines taz-Kommentators:

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29.12.2012 23:24 Uhr

von Veermaster:

das die taz seit geraumer zeit von den "antideutschen" kommentatoren übernommen wurde ist ja bekannt, aber das ihr jetzt auch noch dem PI-sympathisanten und inhaltlich substanzlosen selbtbefriediger broder als kronzeugen bemüht und ihm im euren blatt auch noch eine plattform gebt ist einfach unglaublich.
echtes springer niveau. keine unterstützung mehr für euch von mir.

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Nach meinem (gefühlten) Erkennen begann die Wende bei der taz während der Causa, der Berichterstattung zu Günter Grass, war da streckenweise kaum noch Unterschied zu dem oben von einem taz-Kommentator erwähnten Springer-Niveau. Es gibt zu Israel/Nahost zwar noch ernsthafte, sachliche Stimmen wie die der Susanne Knaul und auch ein Moshe Zuckermann kommt zu Wort. Aber die polemischen, demagogisch und dennoch entlarvend klar in der Intention daher kommenden Artikel nahmen und nehmen zu.

Vor rund zwei Wochen erreichte diese Entwicklung mit "Der ewige Israeli" einen vorläufigen Höhepunkt. "Der ewige Jude", ein antisemitischer, nationalsozialistischer Propagandafim muß hier als perfide Titelvariation, als Alibi für jegliches Handeln des Staates Israel herhalten.

Dem Vorgenannten steht nun die nur vordergründig berichtende Polemik gegen Jakob Augstein, dessen "Auszeichnung" kaum nach.

"Nicht antisemitisch, aber eindeutig antiisraelisch"  ist der doch schon bekannte (taz)Tenor, Absolution erheischend wie man das aus lupenreinen antideutschen Blogs, beispielsweise hier

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Felix Riedel - Dezember 29, 2012 um 6:33 nachmittags - Antwort

Und kürzer: der sicherste Messfaktor für Antisemitismus heute ist nicht mehr die fehlende Akzeptanz konkreter kultureller jüdischer Insitutionen in Deutschland, sondern die Feindschaft zum Staat Israel.

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in ihrem bedingungslosen, oft besinnungslosen Israelsupport so kennt. Dumm nur und beinahe Ironie am Rande, dass dieser Riedel -wie eigentlich fast alle Kommentatoren antideutscher Couleur- vehement gegen (jüdische) Knabenbeschneidung anschreibt. So konkret wollte man es dann wohl doch nicht haben mit dem Jüdischen, oder?

Mal schauen, wie weit die taz noch so geht, sich mit diesen Kreisen gemein macht. Die Kommentare dort sind sich zumindest weitgehend einig in der Kritik an diesem Verhalten...

Ja ja, das liebe Ranking

im Allgemeinen und im Besonderen ist schon etwas unernst, wird deshalb im Allgemeinen wie im Besonderen auch gern gescheut, gar offen verweigert. Manchmal scheint das gar sehr begründet, ist eben nicht alles zu ranken. Ein ander mal will man sich nicht angreifbar machen, daher bewußt im Diffusen und Interpretierbaren verbleiben. Und manchmal ist Ranking einfach lächerlich, dient es vollkommen anderen Zielen und erzeugt schlimmstenfalls Kollateralschäden.

Beim aktuellen Antisemitenranking würde mich interessieren -ein wenig zumindest- ob Juden auch auf diese Liste des SWC kommen können/dürfen. Schließlich gibt es da so Einige und oft sehr Prominente -gerade in den USA, aber auch in Israel- deren Denken, Sprechen/Schreiben und Handeln den armen Augstein weit in den Schatten stellt, gerade was den Bezug auf das Gebaren des genau so proklamierten "Judenstaates" Israels betrifft.

Na ja, doppelte und spiegelverkehrt deutsch getümmelte Standards wohl...

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Will ich dem taz-Link von @Forenboy Ehre erweisen.

ist dir noch nie der gedanke gekommen,

dass ranking ausweis und abklatsch instrumenteller vernunft sein könnte?

Ambivalenz des Ranking

Habe mich ja bewußt zurück gehalten, etwas differenziert. Im technischen, im naturwissenschaftlichen Umfeld hat Ranking, haben Reihenfolgen und Ordnungsprinzip mit Sicherheit hohe Bedeutung.

Im Kontext von Philosophie, Moral etc. ist das im einfachsten Fall interpretationsfähig, manchmal lächerlich oder wird sehr selektiv für Instrumentalisierung (eben!) für Diffamierung, für Domestizierung eingesetzt, von den "Zielgruppen" oft sogar (unbewußt) internalisiert.

Wie sieht es beispielsweise im Recht, im Strafrecht aus? Einerseits über die zeitlich und georaphisch (auch nationalstaatlich) jeweils herrschende Moral bzw. Ethik, gar Ideologie (Religion) definiert aber andererseits, ob überhaupt Strafe und wenn ja in welcher Intensität, das ist doch Ranking, erzeugt nach Abwägung des "warum" schlußendlich das "wie"; in der Regel...

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btw. ab einer bestimmten Kommentarzahl hat das System interne Linkprobleme, muss ich gucken!

verstehe dich nicht!

ranking in recht/strafrecht? was meinst du damit? außer kulturkampf?

Doch, ich verstehe schon,

ist das doch alles "Kulturkampf", was sich nicht streng mathematisch-naturwissenschaftlich definieren und begründen lässt. Und selbst "da" gibt es im Einzelfall Querdenker; das sollte doch wohl erlaubt sein!

Im ernst, der große Leviathan ist auch nur eine Figur, aber im realen Leben ginge es "uns", der Mehrzahl von uns eher ganz schön schlecht, wenn es ihn nicht gäbe. Aber so genau weiss mann/frau das natürlich nicht, auch das Gegenteil wäre erklärbar; mit gewissem subtilen oder offenen Druck durchaus vermittelbar.

"Anything goes", das war so ein alter Spontispruch; ist schmunzelnd immer wieder neu zu lernen.

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Ich hoffe, der Forenboy hält uns nun nicht beide für vollkommen durchgeknallt...

ok

denken funktioniert halt nicht wie erbsen-zählen.
auch wenn es manche gern so hätten.

selbst die taz ist noch lernfähig

offensichtlich gibt es außer ein paar Suffragetten doch noch ernst zu nehmende KorrespondentInnen bei der taz, zumindest halte ich STEFAN REINECKE (Parlamentskorrespondent der taz) für einen solchen.

Wir Antisemiten

http://j.mp/UmDkEZ

(eine harsche Kritik an dem mit viel fideler Gülle gepriesenen SWC.)

".......Was Augstein schreibt, ist so ähnlich regelmäßig auf der Meinungsseite der liberalen israelischen Zeitung Ha’aretz zu lesen. Offenbar reichen dem Simon-Wiesenthal-Center schon zutreffende Bemerkungen über die israelische Kriegsführung, um missliebige Zeitgenossen als Judenfeinde zu rubrizieren.

Schon die Idee, Antisemitismus in der einer den Hitlisten verwandten Form des Rankings zu inszenieren, verrät einen gewissen Unernst. Dass das Wiesenthal-Center ausgerechnet Henryk M. Broder, den grumpy old man des deutsch-jüdischen Diskurses, als seriöse Quelle anführt, passt ins Bild.

Das stumpfe Schwert
Das Problem dieser Affäre ist nicht, dass es einen besonders raffinierten, bis zur Unsichtbarkeit camouflierten Antisemitismus gibt, den es zu entschlüsseln gilt. Das Problem ist ein entgrenzter Begriff von Antisemitismus, in dem alle Katzen grau sind und mit dem islamistische Judenhasser, Neonazis und liberale Leitartikler unisono zu Feinden erklärt werden. Gefährlich ist diese Inflationierung, weil der Vorwurf des Antisemitismus damit langfristig zum stumpfen Schwert wird. Wenn jeder, der die Besatzungspolitik für fatal hält, ein Antisemit ist – dann welcome to the club.....

Die Isolation Israels wird zunehmen, die Hoffnung auf stabilen Frieden mit den Palästinensern in noch weitere Ferne rücken. Auch weil Israel nur auf Stärke und die törichte Siedlungspolitik setzt. Vielleicht ist dies ein Grund, warum die Antisemitismus-Beschuldigungen aus dem Lager der Israel-Lobby zunehmend hysterisch klingen: Die Botschafter werden für die Botschaft verprügelt."

komisch komisch - übel übel

der autor von 'der ewige israeli' nahm genau diese besinnungslosigkeit aufs korn - und daraus wird jetzt die übernahme der taz durch antideutsch?
frau Knaul hat sich übrigens 'gebessert' - ich könnte auch sagen, sich langsam von antideutsch frei gemacht.

warum, wozu und gegen wen die redaktion den artikel von C.A. ins blatt nahm? keine ahnung. aber vermutlich hat Ines Pohl ihn nicht gegengelesen. und auch sonst fand es wohl keine einer der mühe wert, sich über dieses "renommierte SWC" kundig zu machen.
und was der artikel unter politik verloren hat, frag ich mich sowieso.

Ok, "Der ewige Israeli"

ist natürlich auch "so", also in einer prinzipiell wohlwollenden Interpretation zu lesen. Das habe ich nicht so verstanden - und die meisten Kommentatoren dort wohl ebenfalls nicht.

Wenn man die abgehandelten Punkte ernst nehmen wollte dann bleibt nichts mehr, sprich: "null" an seriöser, zulässiger Israelkritik. Aber auch gut, Ironie ist/bleibt eben immer zu interpretieren.

nicht ausschließen kann ich

dass ich es mit dem Meinhold zu gut meinte - und die übernahme sich tatsächlich von dF auf taz verlagert hat.

guck dir

doch einfach mal an, was der sonst so schreibt. hier
http://bit.ly/WdebwJ
zum beispiel.
ne, der spießt nicht die israelkritiker auf, sondern die kritik der kritik.
und manchmal ist es ja wirklich so: wenn du dir mit dem, was du geschrieben hast, nicht sofort einen der altbekannten vorwürfe einfängst, dann mußt du dich fragen, was du falsch gemacht hast - ob deine äußerung im kampf um die meinungsfreiheit schon garnicht mehr zählt. *grinz*

wer den stetig wachsenden Populismus von Ines Pohl

aufmerksam beobachtet hat, in deren Verantwortung ja auch "der ewige Israeli" gehört, sollte sich doch eigentlich nicht über diese "Entwicklung" zum schlechten bei der taz wundern, oder?

und dass du, forenboy,

immer irgendein modewort auf eine aufpeppen mußt, die du auch gern mal "Berliner Suffragetten" nennst, ist ja nun auch kein geheimnis.

ach ja, dass ich einen kommentar von forenboy nur dann freigebe, wenn er völlig frei von müll ad personam, das dürfte klar sein. oder?

Rahab, nicht nur Dein Umgang mit der Meinung anderer

ist vergleichbar reaktionär mit dem der fidelen Gülleproduzenten, sondern auch die fehlende Fähigkeit, die an anderen oft zu recht kritisierten Ansichten und Verhaltensweisen bei Dir selbst genauso konsequent zu erkennen und zu bekämpfen.

Ich wünsche Dir viel einsamen Spaß beim Zensieren auch für 2013 frei nach dem Motto "nur meine Meinung zählt".

Rahab, wenn Du ein einziges Mal konsequent wärest,

dann dürftest Du fast keinen deiner Kommentare freigeben, erfüllen sie doch die geforderten Kriterien in der Regel nicht.
Und richtig, mit der Berliner Suffragette war nicht Ines Pohl gemeint, sondern Du.... obwohl bei der "taz" bestimmt auch welche zu finden wären.

Nun, Ines Pohl

steht für mich bislang für eine (wieder) sozialkritische, gar leicht "linke" Richtung und über den oft bedingunglosen, manchmal schon besinnungslosen Grünen-Support hinaus. Außerdem für einen eher softigen, pragmatischen Feminismus.

Israel, Antisemitismus etc. polarisiert, da hält sie sich nach meinem Eindruck eher raus; ist in ihrer Funktion als Chefredakteurin per se (mit)verantwortlich.

Und ja, was dort auch in Kommentaren thematisiert wurde. Der Freitag, sprich: Jakob Augstein ist mit Sicherheit eine gewisse Konkurrenz für die taz. Das erklärt Manches, bei weitem nicht Alles, nicht wirklich diese erkennbar antideutsche Demagogie.

The child of a rape

Die Metapher von Shlomo Sand in diesem aktuellen Interview bei Mondoweiss mag ich nachvollziehen.

You understood me very well. I think we raped a population. And not only a population-- we destroyed this society, in constituting the Israeli state…  Every child has a right to live as much as a child of rape…But as I insisted in my first book, I am against any ethnocracy in the world. Israel has to be the state of Israelis. That is the only way we can continue to live in the mididle east.

"State of Israelis" und eben nicht ein jüdischer Staat, bei dem ein Viertel, ein (wachsender) Teil der Bevölkerung eben nicht jüdisch ist, wo eine Form von Apartheid ansonsten wohl ansonsten zwangsläufig die Folge sein wird. Und Sand erinnert (mich zumindest) daran, was im vergangenen US-Wahlkampf von der religiösen Rechten zu vernehmen war, Vergewaltigung einfachstenfalls Schicksal, das Opfer möglicherweise gar noch selbt (mit)schuldig.

Nein, Israel hat -mit Shlomo Sand- das Existenzrecht; in gewisser Demut und bestenfalls in den Grenzen von 1967 - dann, und einschließlich der Palästinensergebiete, ggf. der Grenzen zu den Nachbarn für eine längere Zeit unter Kontrolle der UN.

ob das child of rape

leben wird oder nicht, das entscheidet die gerapte!

hier ist der ausgangsatzpunkt

"The heart of Sand’s thesis is the intentional confusion in Zionism between the Halachic – Jewish law – concept of Eretz Israel (“The Land of Israel”, EI) and the concept of a place which is under Jewish sovereignty, and yearning for such a place. “Eretz Israel” is, originally, a Talmudic concept – not a biblical one – which delineates it as a territory that imposes extra religious obligations on Jews living in it, which Jews living outside of it are unburdened of. Talmudic legend grants EI various mystical qualities (wisdom, beauty and other nonsense which could only be written by people who haven’t lived here), but does not refer to EI as the “homeland ” of the Jews, and neither does it require them to live in it."
der auch zu der diskussion Brumlik-Butler zurückführt.
ganz überspitzt könnte man auch sagen: politischer zionismus ist die salafiya des judentums im nationalistischen gewande.

Diskussion Brumlik-Butler

Gern sei hier nochmals der Beitrag im Tagesspiegel verlinkt.

Micha Brumlik hat da natürlich genauso seine Vorbehalte wie ein Peter Beinart, wird sich jedoch wohl irgendwann, wenn auch unter Schmerzen entscheiden müssen. Bei beiden wollte ich (positiv) annehmen, wie ihre Entscheidung schlußendlich ausfällt.

Und "from the Nile to the Euphrates" ist nun mal eine klare Ansage, was in den nächsten Jahren, ggf. Jahrzehnten von Israel als zunehmend religiös-nationaler Theokratie zu erwarten ist.