2 Okt 2011

And it's 1,2,3 what are we fighting for?

Submitted by ebertus

Der letzte Helicopter ...

Zehn Jahre in Afghanistan, zehn Jahre in einem Krieg der lange nicht so genannt werden durfte, gemäß Köhler-Doktrin und im Geiste der Struckschen Vorgabe lediglich zur Verteidigung unserer - sicher legitimen - Wirtschaftsinteressen geführt wird. Zehn Jahre Nation-Building, zehn Jahre Brunnen bohren, zehn Jahre neue Kreuzzüge; und kein bisschen weise(r).

Gerade höre, sehe ich wieder mal einige Woodstock-Stücke via DVD; immer ein Grund zu recherchieren, zu rekapitulieren. Und der Text ist dankenswerterweise bei youtube gleich unter dem Video entsprechend aktualisiert. Damals wie heute also:

"And it's 1,2,3 what are we fighting for?" - simple, dumme Frage; oder?

Damals wie heute, wie überhaupt erklären uns die Unfehlbaren die Welt, lassen kämpfen und (uns) sterben - for what?

Und worin unterscheidet sich die aktuelle Situation? Studenten, Dauerpraktikanten etc. haben heute "andere Sorgen"; vermeintlich existentiellere...sind in der Mehrzahl eher streamlined, verstehend; oder? Eine vergleichbare Bewegung, ein Aufbegehren "der Jungen" ist nicht zu erkennen; nirgends...?

"So put down your books and pick up a gun, We're gonna have a whole lotta fun"

Ja, damals konnte es wegen der Wehrpflicht in den USA durchaus schon mal passieren, dass geistig und materiell behütete, eher intellektuell orientierte junge Männer nach Vietnam mussten; vereinzelt gar wollten! Heute sind es eher die Underdogs aus Flint, Michigan (zu sehen u.A. bei Michael Moore / Fahrenheit 911) die von den Rekrutierern angebaggert werden. Und hierzulande, wie man schon mal  lesen durfte - ganz seriös und statistisch untermauert - kommen die einfachen Dienstgrade zum Verkrüppeln, zum Sterben eher aus den sog. neuen Bundesländern.

Natürlich, ebenfalls einen Link auf den kompletten Originaltext:

Und Country Joe hat auch eine eigene Seite, vielleicht eher etwas für uns Nostalgiker; oder?