24 Aug 2015

Monate, Jahre später...

Submitted by Bernd

<xyz-Avatar> 25.02.2014 | 03:53

herzelchen, du weisst nicht, was eine ema ist.
und weisst auch nicht, was passiert, wenn dir wer in lichterfelde ost ein kinderficker auf den suv sprüht

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Das Finale einer (Freitags)Diskussion zur Beschneidung zwischen Menschen, die sich real kennen (kannten). Ja, ich bin der mit dem SUV...

Als bekennender Fan des Frühwerks von Roman Polanski scheint mir das oben zitierte nicht lustig, ist kein "Tanz der Vampire",  was sich eskalierend in den virtuellen und auch realen Diskussionen äußerte. Eher schon "Rosemaries Baby", wenn sich religiös determinierte, spirituelle Abgründe öffnen; insbesondere bei Menschen, die man doch vor dieser im Sommer 2012 anhebenden Beschneidungsdebatte ohne wenn und aber der aufgeklärten, der säkularen Moderne zugerechnet, gar einen (von mir) positiv empfundenen Feminismus erkannt hat.

Anlass für diesen reload ist der aktuelle Freitagsblog, der Hinweis von Ulf Dunkel auf ein Buch über (männliche) Opfer von Beschneidung. Nein, ich werde mir die Dokumentation nicht kaufen, war (mir) diese oben zitierte Erfahrung dann bereits genug des Einlassens auf ein Thema, welches sich mir lediglich in dem möglicherweise gescheiterten Versuch einer intellektuellen Reflektion erschließt, ich kein Voyeur dieses praktisch erfahrenen Elends sein wollte.

Außerdem sei zugestanden, dass ich nach wie vor und sehr grundsätzlich Verständnis habe, für den (ausschließlich) religiös begründeten Wunsch der Eltern nach einer Beschneidung ihres Kindes. Die Grenze, hier und heute, markiert für mich das Grundgesetz einerseits, der geltende medizinisch-hygienische Standard andererseits. Einer Beschneidung im klinischen Umfeld des Jüdischen Krankenhauses zu Berlin mag ich zwar nicht begeistert zustimmen, wollte sie jedoch unter dem genannten, religiös motivierten Rahmen akzeptieren.

Was für mich nicht akzeptabel ist, das sind (gar vampyrettige) Hinterzimmerprozeduren von (hierzulande) nicht als Facharzt zugelassenen Amputierern. Aber genau das ist dann mit dem Segen des Gesetzgebers geltendes Recht geworden. Eine faktische Lex namens

"nur für jüdische und muslimische kleine Jungs",

jenseits der entsprechenden Postulate des Grundgesetzes, insbesondere Art 3, jenseits einer für Amputationen hierzulande notwendigen Zulassung als Arzt.

Und dass es Menschen gibt, die derartige Rituale gar noch in die säkulare, die medizinisch-hygienische Moderne übertragen möchten, das korrespondiert dann durchaus mit dem eingangs zitierten, für mich ebenfalls nicht zu akzeptierenden Diskursgebaren.

Btw. Dem eingangs Zitierten vorangegangen, ebenfalls in einem Freitagsblog, war das Outing einer meiner Klartextadressen durch die gleiche, mir real und von Person her bekannte Bloggerin; für sich genommen bereits ein absolutes nogo im anonymen Forendiskurs.

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Immerhin, auf meine Intervention löschte (verbarg) die Freitagsmoderation diese beiden Einträge, meine Klartextadresse (nebst Klarnamen) und das eingangs zitierte Philosophieren darüber, was mir, meinem PKW zustoßen könnte.