26 Dez 2015

geheimdienst-medien-krimi

Submitted by Marie

natürlich ist ein krimi als ein spezielles genre der literatur kunst - also das arbeitsgebiet von hannelore h.

zu ihrem neusten plot hat sie die sz inspiriert, aber auch der kopp-verlag, das zdf und das russische staatsfernsehen.

http://www.sueddeutsche.de/medien/dokumentation-ueber-putin-dokumentation-ueber-putin-schwere-vorwuerfe-gegen-zdf-1.2794914

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/markus-maehler/luegenpresse-stasi-journalist-darf-im-zdf-hetz-doku-gegen-putin-drehen.html

http://www.liveleak.com/view?i=b96_1450974999

 

der tatort ist das zdf und auch die tatzeit ist allgemein öffentlich bekannt.

jedoch haben sich jetzt diverse mediale ermittler und kronzeugen gemeldet, welche den motiven für die "tat" eine gewisse spannung verleihen. eine aufklärung dieses "falles" ist hingegen nicht zu erwarten, denn es gibt bereiche der gesellschaft, in denen dies nicht üblich ist.  

 

so ist auch recht wenig über die noch aktiven "fachkräfte" der stasi bekannt - es gab nur mal vor jahren eine kleine mitteilung, dass die gesamte mannschaft der it-spezialisten nun für den datenschutz und die funktionale sicherheit des kanzlerinnen -handys ihre arbeitsverträge sanktionsfrei über die systeme hinweg verlängert bekommen haben. sonst hört man nur vom nun vergangenen stasi-unrechtsstaat eher pauschal als system-konstrukt, wie ein aus der zeit gefallenes, aber wie am ewigen leben zu haltendes kaltes- kriegs- flackern, welches sich aber eher dem "inneren feind" widmet, der seine eigenen erinnerungen noch nicht vergessen hat und dem die doppelstandards der betrachtungen und berichte zu immer den gleichen - stets unbeantworteten fragen - zur (freien und besseren) gegenwart als antwort fehlen. daher wundert es hannelore h. auch nicht, wenn das wort "lügenpresse" nicht aufhört zu verstummen - denn sie lebte ja nicht allein in den vergangenen und nicht perfekten land - aber einen vergleich haben ja millionen ex-bewohner ... und da kommen nun mal fragen auf, denn es stimmt SO wie es berichtet wird einfach nicht.

 

nun ergeben sich aus diesen geheimnisvollen und widersprüchlich-unaufgeklären konstellationen die wunderbarsten vorlagen für die fantasie -und natürlich sollten diese sich nicht in "verschwörungstheorien" äußern, sondern ihren ausdruck durch die freiheit der kunst finden.

 

so begab es sich, dass nicht alle in ungebremste jubelstürme ausbrachen, als die zeiten sich änderten, denn plötzlich hatten sie kein geld mehr für zähne und eine brille - selbst das "recht auf arbeit und wohnung" wurde nun in ein unrecht der "schmarotzer und des pack´s der ewig gestrigen" umgedeutet und stand in den nun gültigen rechts(staats)vorschriften. da war dann schon kreativität (als alternative zur resignation) gefragt, denn nicht jeder war ein glücklicher arbeitsloser, sondern einfach eingeschnappt über diesen umgang mit ihm.

 

einer der weder eingeschnappt war und auch die wende-hals-übungen nicht absolvieren wollte, weil er auch den 40jährigen alltag in der ddr eigenverantwortlich und bewußt gelebt hatte - wollte nun, wie seine ex-it-kollegen weiter an "seiner sache" arbeiten und dafür lieber auf eine "umschulung" verzichten - denn "sicherheitsdienst" ist nicht sicherheitsdienst  und eine schulung dafür brauchte er nicht.

" Ausgerechnet der russische Kronzeuge des Films sagt, dass er nach Drehbuch lügen musste, und legt die Rohfassung des Films offen. Die Story des ZDF-Autors Dietmar Schumann sei frei erfunden. Der ist überführter Staats-Propagandist und wurde beim DDR-Geheimdienst als IM »Basket« geführt – damals noch auf der Seite der Russen."

 

die "seite" war doch gerade das geheimnisvolle - jeder kriminalist würde es "motiv" nennen und danach suchen, damit die geschichte aufgeht - sonst wäre ja die ganze spannung der ermittlung, die den reiz für seinen leser ausmacht ... und damit der "wert" für seine zielgruppe dahin.

 

" Später war dieser Igor dann unter dem angeblichen Klarnamen "Jurij" im russischen Fernsehsender Rossija 1 zu sehen, wo er als "Arbeitsloser aus Kaliningrad" beschrieben wurde. Das berichtet unter anderem der kremltreue Sender Russia Today in seiner deutschsprachigen Ausgabe. Er gab an, das ZDF habe ihm ein Drehbuch geschrieben, alles sei gelogen und inszeniert gewesen.

Der Produzent, ein Mann mit Namen "Bob", habe ihm 50 000 Rubel dafür versprochen. Dem russischen Fernsehen zufolge ist Bob der Filmemacher Walerie Bobkow. In angeblichem Rohmaterial soll zu sehen sein, wie Bobkow dem Schauspieler Jurij zeigt, wie er ein Gewehr zu tragen habe. Bei einem Flüstern im Hintergrund soll es sich um Regie-Anweisungen für den jungen Mann handeln, der angeblich immer wieder den vorgegebenen Text vergaß. Diese Anweisungen seien in der später ausgestrahlten ZDF-Fassung durch die Stimme des Sprechers und dramatische Geräusche übertönt worden."

 

hannelore h. weiß nicht, wie hoch der anteil der krimifreunde in der gesellschaft ist - jedoch haben die überdimensionalen "tatort"produktionen der ör - ihrer meinung nach dazu beigetragen, die menschen der gesellschaft als hobby-kriminalisten zu ermuntern - also subtil aber beständig dazu beigetragen, an der wahrheitsfindung und aufklärungsarbeit teilzunehmen - sie versteht dies als basis-gegen-programm zur veränderten rolle des groko-konformen-medien-lautsprechers >>> aus dem ihr die wohl nicht tatsächlich gemeinte verpflichtung der kanzlerin "zur bedingungslosen aufklärung des nsu" noch gut in erinnerung ist - doch wie schon mehrmals erwähnt und erfahren, dies wohl niemand ernst nimmt ... und sich die langeweile eingeschlichen hat, wenn solche verlautbarungen durch die lande tönen ... denn akten schreddern&co. kann doch nicht mit aufklärung gemeint sein ... oder etwa doch?

 

doch bei der "dokumentaion" über putin findet der krimi ja nur im kopf statt - das viele der aufmacher an die darstellung von "jud süss" erinnert - der "kronzeuge" auch von den russen gecastet sein könnte und sein EIGENTLICHER auftritt NICHT in der zdf-doku, sondern im russischen fernsehen stattgefunden hat - beim zdf menschen arbeiten, die durch maßlose übertreibung als augenöffner unterwegs sind ... wir werden es wohl nie erfahren ... doch schon heiner müller sagte "das material liegt auf der straße" ... und packte es auf die bühne, um sich genauer anzuschauen
 

Kommentare

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gleich der erste Link zur SZ.

Das ist personalisierender Qualitätsjournalismus, nimmt einen Großteil des übermittelten Artikelbereiches ein Bild von Putins (angeblicher) Tochter ein, geht es via entsprechender Links und eng am Thema der ZDF-Lügendoku bleibend ... noch weiter mit dieser qualitätshaltigen Berichterstattung.

Werfe mal hier via diesem Link einen eher kritischen Text ein, der sich an obiger Verkündung natürlich nicht messen lassen kann.

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Ulrike Meinhof sagte einst einen klugen Satz: 'Wir können sie nicht dazu zwingen, die Wahrheit zu sagen. Aber wir können sie zwingen, immer unverschämter zu lügen."

 

die sz war mal kurze zeit meine "erste" info-quelle, denn sie war auch die schnellste (mit den besten kontakten?) und ging über dpa hinaus.

die "beimischung" von putins "familienbande" zu einem medienskandal des zdf (der zwar das "gruselige thema putin" hat, sich jedoch eigentlich um gekaufte lügner dreht) könnte tief blicken lassen, wenn man dazu einen psychologen befragen würde:-))) ... naja, die faschistisch anmutende "ästhetik" der darstellung, welche an jud süss erinnert, wird ja auch nicht erwähnt ... scheint wohl "normal" zu sein bei soviel bösem, ich meine dumm-dreister selbstüberschätzung der macher, die sich in ihrem geschichtskontext damit outen??? unglaublich ...

 

der stern hat sich nun auch beteiligt, denn es geht ja hier um das image der nicht-lügen-medien-oder-doch ... scheint wohl wichtiger als die aufklärung von nsu-morden ...

 

"Wir prüfen gerade den Sachverhalt. Im Moment ist für uns vor allem die Frage dringend, woher das russische Fernsehen unsere Aufnahmen hat, darunter auch die unverpixelten Bilder unseres Protagonisten. Zum Teil liegen uns die Aufnahmen, die das russische Fernsehen gezeigt hat und die angeblich von uns stammen sollen, gar nicht vor."

 

http://www.stern.de/politik/ausland/zdf-soll-dokumentation-ueber-wladimir-putin-manipuliert-haben-6619630.html

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ist ja kein alternatives, äußerst umstrittenes Medium.

Eigentlich müsste es jetz -und über die Programmbeschwerde von Anja hinaus- Anzeigen, Ermittlungsverfahren geben; gar einen Untersuchungsausschuß. Denn diese Vorwürfe sind geeignet das Verhältnis souveräner Staaten untereinander massiv zu beeinträchtigen. Das war, falls sich die russischen Angaben bestätigen, verifizieren lassen sollten ja eben kein Versehen, wie es bei den Wahrheitsmedien immer mal vorkommt; das war Vorsatz!

Die Öffentlich-Rechtlichen sind dahingehend der Staat, das Staatsfernsehen hierzulande. Auch wenn interne, sehr kreative formalrechtliche Konstruktionen eine gewisse Grauzone bezüglich der Verantwortlichkeit aufspannen.

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ich weiß gar nicht, wo bei allen defintions-neu-konstruktionen der "frieden" endet und der krieg beginnt ...

 

>>> eine troika in GR, sanktionen für RU, soldatINNEN gegen den IS in syrien und eine medienlandschaft, die mehr glüht als blüht ...

 

lieber bernd, natürlich ist das zdf unumstritten und staatstragend auf der seite der "guten" >>> alternativlos gut! da verbietet sich jeder zweifel, denn er könnte ja staatsgefährdend sein - ein staat weiß ganz allein was gut und richtig ist - meinungen seiner bürger hin oder her

 

und natürlich gestaltet ein staat auch seine beziehungen zu anderen staaten ... und ein "guter" staat weiß, was "böse" staaten sind - vor allem kennen sich die staatsmännerINNEN ja  persönlich untereinander (da sollen die bürger schweigen und vertrauen und glauben - wie kleine kinder dies bei mutti zu tun haben) ... und der oberrusse hat einen schwarzen großen hund - ehrlich, DAS sagt doch alles

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... denn umgekehrt ist es ja das gegenteil: die menschen aus dem "osten" wußten schon recht gut bescheid, was hinter ihrer mauer stattfand, auch wenn sie da einiges nicht in die richtigen zusammenhänge brachten, war das wissen-wollen über das "verbotene" natürlich groß ... und was bei ihnen stattfand war eh klar, bis ihnen dann erklärt wurde, dass es ihnen noch viel viel schlechter ergangen ist, als sie je wahrgenommen haben ... und nun davon "befreit" ewiger jubel und dankbarkeit - natürlich kritiklos, bitte an zufälligen verfehlungen der geschichtssieger+deuter ... früher mal "befreier" genannt ... aber ach, selbst das passt ja nicht ... die russen ... aber da wird ja auch noch an der geschichte rumgeschrieben ...

 

doch wie gesagt: obwohl der weg und die sicht von west nach ost ja offen war ... interesse bestand da wenig ... was auch zwangsläufig fehlendes wissen dann nach sich zog ... und so ist es bis heute geblieben:

 

" Als ich einst als junger Soldat im Dresdener Flughafen-Tower auf Wladimir Putin traf, erinnerte nichts an einen "Machtmenschen". Eher das Gegenteil. Zur Uniform eines russischen Majors gehörte schon damals ein sehr großer Hut. Wladimir Putin dagegen ist eher recht klein. Er blieb mir nur deswegen in Erinnerung, weil das sehr lustig aussah, der kleine Mann mit dem großen Hut. Dass dies ein Offizier des legendären KGB sein könnte, wäre uns nie in den Sinn gekommen.

Eines der klassischen Mittel des KGB auf dem Weg zur Legende war schon seit Lenins Zeiten der "Provokateur". Das ist jemand, der den "Gegner" unter Ausnutzung von dessen Schwächen zu Handlungen bewegt, die er bei halbwegs klarem Verstand wahrscheinlich unterlassen hätte. Und die man dann - zum Beispiel zu Propagandazwecken - sehr gut gegen ihn verwenden kann.

Wir wissen es nicht und können es deshalb nicht behaupten. Aber "Igor" entspricht genau dem ganz simplen Muster des "Provokateurs" der Anfänger-Klasse für besonders einfältige "Gegner". Also zum Beispiel deutsche und öffentlich-rechtliche "Journalismus-Darsteller" im wilden, gefährlichen und unbekannten Russland auf der verzweifelten Suche nach dem passenden "O-Ton" zur vom Chef gewünschten Geschichte.

Ich weiß nicht, ob der kleine Mann seinen großen Hut noch hat. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass er seinen Spaß hatte. Vielleicht wird er dabei seine Vorgänger bedauert haben, die es noch mit echten Journalisten vom Kaliber eines Gerd Ruge oder einer Gabriele Krone-Schmalz zu tun bekamen. Beide hätten "Igor" wohl nach zwei kurzen Kontroll-Fragen höflich zurück auf die Straßen von Moskau geschickt.

Ach ja, wenn es denn ein Einzelfall wäre. Aber wir müssen wohl insbesondere in dieser Region mit Unfähigkeit in der schönen Kombination mit Arroganz bei der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung leben. Und dafür mit Gebühren bezahlen.

Im ZDF dampft gerade das "Traumschiff" nach Macao. Anschließend geht die "Kreuzfahrt ins Glück" nach Montenegro. Ich wäre lieber in Italien. Da gibt es mit Berlusconis Nachrichten-Blondinen zumindest im Vergleich zum ZDF noch echte Journalismus-Profis. Vielleicht wäre es besser, wenn die "Rosenheim-Cops" zukünftig die ZDF-"Dokumentationen" mit übernehmen. Die finden immer raus, wer was war.

 

http://netz-tv.blogspot.de/2015/12/machtmensch-putin-blamiert-das-zdf.html

 

 

>>> wissensverweigerung hat was ganz doll peinliches, wenn es von selbst ernannten besserwissern mit bildungsauftrag vorgeführt wird

>>> nachsitzen!!! und nicht aussitzen ist da eigentlich hilfreich >>> geht aber wohl nicht, weil "sieger" von "verlierern" in machtfragen keine antworten bekommen dürfen ... alles klar ... also kein ko ... aber kleine punktsiege gehen ja schon ...