10 Mai 2011

Nicht so existentiell

Submitted by ebertus

Aus der Los Angeles Times, die Wahlen in Kalifornien sind ja vorbei, verloren und der schöne Schein muss nicht länger aufrecht erhalten werden. Vielleicht kein Trost für die Millionen von Beziehungen, die in einem ähnlichen, altersbedingten Stadium auseinander gehen, aber diese beiden Menschen werden das alles "lediglich" im Kopf ausmachen müssen, die ökonomische Existenz ist (mal unterstellt) nicht gefährdet, ein andauernder Rosenkrieg sicher ebenfalls nicht zu erwarten.

Natürlich, Sie müssen sich und der Kultur des Bigotten, des politisch Korrekten treu bleiben, darf diese Situation in jeglicher Breite, Tiefe und mit religiösem Beistand intensiv reflektiert, der Nachwelt kundgetan werden. Und dass man weiter an der Beziehung "arbeiten" werde, das sollte klar sein, niemals aufgeben ist amerikanischer "way of life"; auch für  potentielle Einwanderer.

"After a great deal of thought, reflection, discussion and prayer, we came to this decision together. At this time, we are living apart while we work on the future of our relationship."

"We are continuing to parent our four children together. They are the light and the center of both of our lives. We consider this a private matter and neither we nor any of our friends or family will have further comment."

Na, hoffentlich halten sich "alle" an dieses Kommentierungsverbot. Vielleicht also sehr normal das Ganze, wie eben in vielen anderen Beziehungen. Und als Frau, mit lediglich 55 Jahren, diese auch schon mal böse oder abwertend thematisierten "Wechseljahre" wohl hinter sich gelassen, die Kinder flügge und ohne existentielle Sorgen, so kann, so darf, gar muss man sich über die nächste Phase ernsthafte Gedanken machen.

Shriver, 55, spoke openly about the uncertainty she felt about moving on to the next phase of her life. "It is so stressful to not know what you're doing next," Shriver said in a March 28 YouTube video to supporters.

I'd like to hear from other people in transition," Shriver said. "How did you get through it? What were three things that enabled you to get through your transition?"

Und Schwarzenegger selbst? Ob es es ernsthafte Hinweise gab, oder lediglich haltlose Anschuldigungen zu seinem außerehelichen Verhalten, das darf getrost dahin gestellt bleiben, ist auch so etwas von normal und außerdem, Seehofer sei es geklagt, nicht nur im Politikbetrieb oder unter Nichtchristen mehr als gängig. Der bigott zelebrierte schöne Schein ist es doch, welcher immer mal wieder etwas irritiert. Lassen wir den Arnold also neue Filme machen, ggf. weitere Beziehungen eingehen und ansonsten, sehr subjektiv: ein "schöner Mann", das war er wohl noch nie so wirklich...

No further comment,

"...and neither we nor any of our friends or family will have further comment."

war zu lesen, es hat jedoch nicht lange gehalten:

http://www.latimes.com/la-me-0517-arnold-20110517,0,4552508.story