5 Okt 2012

Junglehrer

Submitted by ebertus

Na dann...glücklicherweise nur "Mitarbeitermangel", also nichts Substantielles, gar für Verschwörungstheorien Taugendes. Der Tagesspiegel berichtet über die Vorboten der gewissen finanziellen Probleme des Berliner Senats; augenzwinkernd formal-sachlich beinahe. Im Grunde ist wohl alles im Lot, sind das eher tragische Einzelfälle und es betrifft ja (bislang) nur die derzeitigen Junglehrer, wird das finanziele Desaster beispielsweise des BBI erst zukünftige Lehrergenerationen und anders soziales Gedöns treffen.

Und die (Junglehrer) müssen das Mündlein gefälligst halten, wie auch ganz verschmitzt zu lesen ist. Sie sollten froh sein, überhaupt einen Job ergattert zu haben, statt sich direkt nach dem Studium im akademischen Proletariat einzuordnen; wie das zunehmend beinahe der gewisse Normalfall sein wollte, oder?

Irgendwie gruselig andererseits, wenn man diese immer mal regierungsamtlich medial dargebotenen Klagelieder über fehlenden Nachwuchs, gerade bei Akademiker(Innen) im Ohr hat. Wer zumindest halbwegs intelligent ist -was bei (angehenden) LehrerInnen unterstellt werden darf- der wird sich, sollte sich das mit dem Nachwuchs und anderen Klimmzügen etablierten, bürgerlichen Lebens mehr als gut überlegen. Und wenn ich (gern) selbstreflexiv zurück denke, so war das mit der Familie, den Kindern, dem dennoch halbwegs normalen Leben nur möglich, weil am Monatsende das Gehalt pünktlich auf dem Konto landete, das Leben kurz- bis mittelfristig planbar war.