21 Apr 2013

Verschwörungstheorie

Submitted by ebertus

Obwohl dieser Freitagsblog von @Hardob -auch unter meiner sporadischen Teilnahme- bereits einige Tage läuft, so scheint mir jetzt doch der Zeitpunkt gekommen, auch von hier aus darauf zu verlinken. Meinen letzten Eintrag dort, den wollte ich hier wiederholen und einschließlich dem, was der dort verlinkte SZ-Text aussagt bzw. als Möglichkeit impliziert, so gruselt es mich; weit jenseits von Jüdischem, weit jenseits von Beschneidung, jenseits einer durchaus kontroversen Person wie Holm Putzke sowieso.

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ebertus 21.04.2013 | 13:16


Komme erst jetzt dazu, diesen SZ-Artikel zu lesen, der bestätigend zu meinem weiter oben bereits dargelegten "um die Ecke denken" die schlimmsten Verschwörungstheorien möglich macht:

"Rechtlich war das Vorgehen ohnehin äußerst fragwürdig. Selbst die Polizei hatte Zweifel, dass die Nachricht an den Professor von einem 14-Jährigen stammte. In einer Mitteilung an die Staatsanwaltschaft hielt ein Ermittler sogar fest, dass der Text vom Duktus wie auch vom Inhalt her eher einem Erwachsenen zuzuordnen sei. Die Staatsanwaltschaft interessierte der Einwand nicht, sie beantragte einen Durchsuchungsbefehl. Wer letztlich den Account von David benutzt hatte, konnte nicht ermittelt werden, weil sowohl er als auch sein Vater dazu keine Angaben machten."

Die sog. "jüdischen Vermächtnisse der CDU" scheinen dagegen ja fast noch harmlos, waren nur erwachsene, gestandene Männer beteiligt (oder?) und war "das Jüdische" dort eher indirektes, subtil mitgeführtes Beiwerk.

Hier jedoch, und als Vater zweier mittlerweile erwachsenen Kinder gruselt es mich ganz gewaltig, wenn ich daran denke, was dieses "Schweigen" in der Causa David bedeuten könnte. Und das mal ganz abgesehen von den auch hier im Blog zumindest implizit nachzulesenden Anti-Putzke-Festspielen.

Was könnten, was können Eltern -und weit jenseits der Beschneidung- ihren Kindern antun? Und kann dies, beispielsweise im vorliegenden Fall, dann strafrechtlich relevant sein? Wie gesagt, es gruselt mich und dieses Gefühl hat nichts mit dem Jüdischen zu tun, sondern grundsätzlich mit dem, wozu Menschen auch gegenüber den eigenen Lieben fähig sein können.

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Nein, Raum für auch nur verbrämte Relativierungen gibt es dabei nicht, bestenfalls die Tatsache, dass die Wahrheit möglicherweise nie, nicht so schnell bekannt werden wird, es "so", aber auch anders gewesen sein könnte.

Ein interessanter Fakt

ist die nicht zu verkennende Tatsache, dass die diskursiven Fronten was deren Protagonisten betrifft exakt der Beschneidungsdebatte folgen. Darüber musste ich diese Nacht etwas nachdenken, (mich) fragen, warum das so ist. Ein Resultat dieses Reflektierens sei hier kurz angesprochen.

Es geht offensichtlich "nicht" um das jeweilige Delikt selbst, dessen Schattierungen, Variationen oder Ausprägungen. Es geht ebenfalls "nicht" um Anlässe, um Schuldige im Wortsinn, um ggf. strafrechtliche Relevanzen. Und es geht erst recht "nicht" um Kultur, Religion oder sonstiges (provozierend) Gedöns.

Worum geht es dann? So wie das neue Beschneidungsgesetz angelegt und implementiert wurde, wie es Diskussionsbeiträge impliziter Beschneidungsbefürworter nahelegen, so geht es meinem Eindruck nach primär um Definition von Herrschaft. Von Herrschaft der Eltern, Erzeuger etc. über ihr "Eigentum". Alles, was die sog. westliche Moderne ethisch und formalrechtlich von Mittelalter und Frühzeit abhebt, das wird in Frage gestellt; nicht direkt eher subtil und suggestive Lern- bzw. Animationsfragen, thematisch verwirrendes Haken schlagen, unmotiviert eingebrachte Spiegelungen als überraschender quasi "full stop", sind Bestandteil dieses Diskurses. Eines Diskurses, der im Grunde keiner ist, weil eine sog. vulgäre Rationalität dabei grundsätzlich negativ konnotiert, diffamiert, stattdessen auf gewisse, eher diffuse Spiritualität abgehoben wird, gepaart mit tabuisierten Zonen und Phasen des Einsatzes negativer Ironie bis hin zu gewisser, bewußt dargebotener Blauäugigkeit. Kinder sind Sachen, sind Eigentum, sind "Gelbmützen" [sic], sind zu benutzen und formale "Grenzen" gibt es dabei keine, hat der (säkulare) Staat sich grundsätzlich rauszuhalten.

So mein "ex post" Eindruck dieser Diskurse, bei denen der Blog von @Hardob einen neuen, durchaus erhellenden Eindruck markierte und wo es (Selbstlob), wie in der Regel praktiziert an mir war, mich durch Rückzug nicht dem auszusetzen, was ein Stück weit das Lebenselixier für so manche hochfrequente KommentatorInnen bedeutet.

die meisten ForistInnen sind Heuchler und Selbstdarsteller,

welche die virtuellen Plattformen erkennbar als "Speakers Corner" missbrauchen, um auch die nichtigsten Anlässe für ihre ideologischen Absonderungen instrumentalisieren.
Das ist nur noch erbärmlich anzusehen.
Ich könnte mir vorstellen, dass so mancher der "hochfrequenten Kommentatoren" Schenkel klopfend vor dem Bildschirm sitzt, ob der Lawine, die er da los getreten hat........

Es fällt auf, dass die Konzentration solcher ForistInnen immer mehr zu nimmt.
Das dürfte auch der wahre Grund für das abnehmende Interesse an (a)sozialen Netzwerken sein, die unter diesen Bedingungen auch keine Zukunft haben, und das ist auch gut so.

Nee @Forenboy,

das sehe ich nicht so (selbst wenn...), weil ich mich ja in der Regel möglichst ernsthaft einlasse; nicht um ggf. missioniert zu werden, aber auch nicht um zu missionieren. Und das, was mir (wenn auch manchmal nur scheinbar) etwas bringt, das nehme ich dann mit; soweit die mir verbliebene Restintelligenz nicht über Gebühr beleidigt wird. Gespielte Entrüstung und blauäugig dargebotene Bauernschläue gepaart mit "Nichtverstehen" gerade bei hochperformanten KommentatorInnen (wie eben gestern bei, im Blog von @hardob) markieren dann schon mal derartige "Beleidigungen".

Insofern ist es das berühmte "Salz in der Suppe", findet meinerseits lediglich seine Grenzen wenn die Aggressivität und der latente Sexismus von anonymen Kampfhundeausführern (meine diesbezügliche Terminologie wurde ja an anderer Stelle durchaus bemerkt) dies konterkarieren.

"Knüppel" aus dem Sack

ist doch der jüngste Beleg für meine Einschätzung der "Kommentatoren", die wie in diesem extremen Fall, die Kommentarfunktion von vorne herein deaktivieren.
"Bitte nicht böse sein, dass ich die Kommentarfunktion deaktiviert habe. Ich habe leider keine Zeit meine Blogs zu betreuen (Kommentare zu lesen und zu beantworten) und deshalb finde ich es fairer sie gar nicht erst auflaufen zu lassen." Hä????

Genau wie das sich selbst deckelnde Güllefass, was rechtzeitig zu Sommeranfang die Geruchsbelästigung deaktiviert hat. Weiter so, auch über das Jahresende hinaus. http://goo.gl/JrCzO

Nun ja @Knüppel

und ohne jetzt hier eine tiefergehende Diskussion anfangen zu wollen; eher als Abschluß, weil gerade auch und andauernd mit küchentechnischen Umbauten zugange.

Knüppel war ja schon immer extrovertiert, phasenweise prollig gar und daher nicht so meine Welt. Dennoch (wie @Allensteyn) auf seine Art einer, der im Grunde nur spielen will, der nicht das seriös-intellektuelle, "over all" gefährliche Böse repräsentiert. Was er nun dort macht, das ist mit vielleicht anderer Thematik und Intention ähnlich wie das Verhalten dieses Robert Zion. Er nutzt den Freitag als sog. Dump-Station. Mir ist noch sehr gut in Erinnerung, weil als "Camper/Zelter" oft in Nordamerika unterwegs gewesen, dass eine Dumpstation der Bereich des Campingplatzes ist, wo die Wohnmobile sich entsorgen; somit das eigene Zelt möglichst weit davon entfernt positioniert werden sollte.

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Ansonsten ja, der multiple Klärgrubler scheint erschöpft, hat er doch viel geleistet und noch viel mehr Antisemiten gnadenlos entlarvt. Da ist ihm eine längere Pause, gar eine stark erweiterte "Sommerpause" zu gönnen.

ich habe ja auch nicht erwartet,

dass du die Zeitverschwendung einräumst, die m.E. sehr oft mit derlei Beschäftigung verbunden ist.
Aber wer ehrlich mit sich selbst ist, wird es letztendlich tun müssen.

Skype hatte vor Jahren einmal ein tolles (kostenloses) Projekt gestartet, das sich Skype-Cast nannte.
Da konnte man nicht nur miteinander öffentlich posten, sondern auch miteinander reden.
Auch dieses Projekt wurde von "gestörten Teilnehmern" solange bombardiert, bis Skype den Stecker zog.
Ich fand das sehr schade und befürchte auch, dass die einst versprochene Neuinstallation nicht mehr erfolgen wird, nicht zuletzt auch deshalb, weil der jetzige Eigentümer (Microsoft) eher kommerzielle Interessen verfolgt.

richtig lustig

wird es hier http://www.olg-koeln.nrw.de/presse/l_presse/index.php
wo ein OLG konfessionslose kinder konfessionsloser eltern in konfessionellen religionsunterricht schickt und die säkulare mutter keine chance zu haben scheint, genausowenig wie dieser säkular argumentierende muslimische vater http://www.haufe.de/recht/familien-erbrecht/sorgerecht-religionszugehoer...

man findet da weniger dabei, alldieweil im religionsunterricht ja nur die beschneidung des herzens praktiziert wird.
das zwar ausdauernd, aber ... halt nicht kurz und blutig und auch nicht an dem organ, welches das wichtigste und sensibelste und flutschigste auf der welt und deshalb ausgesprochen vulnerabel.

das interessante fakt

scheint mir ja eher die bereitwilligkeit zu sein, mit welcher manche die herrschaft einzelner über andere einzelne durch die herrschaft des staates/gesetzgebers über alle ersetzt haben möchten. und zwar nach dem motto: wenn ich mein kind nicht hauen darf, dann soll der/die/das andere was anderes auch nicht tun dürfen.
ja - kinder sind "eigentum". ohne diese annahme als "eigentum" sterben sie, es sei denn, es findet sich wer anders, der sich ihrer annimmt.
das ist der "skandal", der am anfang eines jeden lebens steht, auch deines und meines.
wie er auch am anfang des lebens deiner (und meiner) kinder steht.
und jetzt erzähl mir nicht, du hättest deine kinder nicht als dein "eigentum" behandelt, wie auch immer du das spirituell oder rational diffus ummäntelt haben magst!

Ein Stück weit mag ich folgen

Wenn jedoch der Widerstand gegen Übergriffigkeit des Staates, jedweden staatlichen Handelns dann zum argumentativen Selbstzweck, zur Obsession wird, dann muß ich unwillkürlich an die US-amerikanische, äußerste Rechte denken, deren beinahe schon zelebrierte religiöse Bigotterie oft einher geht mit realer Gewalt und bisweilen offenem Rassismus und Terror. Gerade jetzt in Boston wurde dies ja als eine wesentliche Möglichkeit gehandelt.

Sich "Eigentum" mit der Waffe in der Hand zu verschaffen und dann im Wortsinne "über Leichen gehend" zu verteidigen, das ist genau der Treibstoff, der die Ureinwohner in Nordamerika wie auch (beispielsweise und erwartbar) die Palästinenser in letzte Reservate verweist. Nein, Kinder sind nach meiner Auffassung kein Eigentum!

Ansonsten, und falls Dein Einwurf zu den "ohne Eigentum anderer seiend" dann sterbenden Kindern primär die von mir immer mal erwähnte, existentiell notwendige unterste Ebene der bekannten Bedürfnispyramide meint, auch dann gehe ich grundsätzlich konform, den Begriff des "Eigentums" selbst ausgenommen. Und diese, meine Auffassung mag nicht zuletzt daraus resultieren, dass es in meinem bescheidenen Leben keine existentiellen Konflikte oder gar substantielle Brüche gab, mein dahingehendes "Nähern" immer relativ theoretisch bleiben muss.

obsession?

also.. ich sag's mal so: da man immer mal wieder das vergnügen hat, höchstrichterliche entscheidungen zu lesen, in denen ermittlungsbehörden mitsamt richtern bescheinigt wird, dass sie es gewaltig übertrieben haben, ist mißtrauen nicht ganz unangebracht, wenn früh um sechs einer mit nem durchsuchungsbschluß in der guten stube steht und deinen rechner abschleppen will. man sollte dem immer und sofort widersprechen - dafür ist in dem formular ein extra-platz vorgesehen.
und die krönung vons ganze in der geschichte war ja wohl, dass die den buben dann auch noch fragten, ob er was zu sache sagen wolle! das ist dreist!!!

Grüß mir die Genossen

Mehr als dreissig Jahre her/alt und nach wie vor aktuell! Vielleicht weil dahingehend vorbelastet, die Vinyl-LP im Regal habend und gerade eben kein Jurist, so bin ich manchmal nicht über Gebühr zu begeistern bzw. vordergründig betroffen. Künstlerische Vision oder nur Geschichte, welche sich irgendwie in der Realität ("als Farce" / Herbert Marcuse) wiederholt:

Ok, gegenüber dem, was gemäß diesem Songtext via der freidrehenden Staatsgewalt ein jeder Mensch möglicherweise erleiden kann, gegenüber dieser Vision hat "die jüdische Familie" des David doch noch richtig Glück gehabt, oder?

sicher

das war ein einfacher durchsuchungstrupp. mit SEK hätte das noch ganz anders ablaufen können....

nicht ganz grundlos

schrieb ich "eigentum". denn das "eigentum" an kindern ist etwas recht "eigentümliches", für elter wie kind.

eijeijei!

mein anwältinlicher rat, und zwar immer: zu mehr als der angabe der personalienund persönlichen+wirtschaftlichen verhältnisse ist keine einer nicht verpflichtet, in keiner lage eines verfahrens. gehört auch in eine ordentliche belehrung durch die polizei etc.pp - welche immer zu erfolgen hat!
aus dem schweigen zum tatvorwurf einen schluß zu ziehen - etwa in der art von, da wolle wer wen decken - ist nicht statthaft.

im übrigen habe ich so meine zweifel, dass die drei pappnasen so einfach ins schlafzimmer des buben haben wackeln dürfen.
und was sich der mensch gedacht hat, welcher den durchsuchungsbeschluß unterzeichnet hat, das möchte ich lieber nicht wissen!

was hier aber die "jüdischen vermächtnisse" der hessen-cdu sollen, das erschließt sich mir überhaupt nicht!

ach ja... ich finde, der hardob hat da einen ganz feinen blog-artikel geschrieben!

Durchaus ein feiner Blog

nur nach hinten raus wird es jetzt etwas lächerlich, angefangen von @Hardob selbst über solidarisches, relativierendes "Kopf in den Sand" der DvW bis zum Nebelkerzen werfenden e2m.

Dabei ist das jenseitige Agieren des Staatsschutzes sehr wohl hohe Aufmerksamkeit wert, mehr noch aus meiner Sicht -sorry for that- was aus "dem Möglichen" aufscheint, wofür das entsprechende SZ-Zitat meinerseits auch hier eingestellt wurde.

Natürlich "Schweigen" als anwaltlicher Rat für das formale Prozedere ist richtig. Aber gilt das auch für Medien und gar Blogs? Sprech- und Denkverbote in/zu der möglicherweise peinlichen, innerfamiliären Tabuzone. Man kennt das aus anderen Deliktbereichen und so kann ein Verkehrsrowdy, dem ein empfindlich treffender Führerscheinentzug droht, ein führerschenbesitzendes Familienmitglied "bitten...". Auch volljährige (Kinder) sind zu instrumentalisieren, zu benutzen. Next: also in Rheinland-Pfalz war es doch... Hatte eine junge Polizeianwärterin nie etwas von Logdateien gehört, hat sicherheitsrelevante und nicht ihren Aufgabenbereich betreffende Informationen im Polizeicomputer abgefragt. War für Papa, der sich so zu seinen politischen Gegnern munitionieren wollte.

Konkrete Frage! Wenn der Vater den Sohn zu diesem Eintrag/Einträgen animiert oder gar selbst den Account des Sohnes genutzt hat, wäre dies strafrechtlich relevant?

"Jüdische Vermächtnisse"? Hab ich doch schon beim Freitag geschrieben: "Antisemitismus geht immer" und alles was mit "jüdisch" zu tun hat kann hierzulande durchaus zur Schockstarre führen, helfen "dumme" Fragen abzuwehren, oder?
...

wenn der hund nicht geschissen hätte...

das ist kein soko-teil!
wenn gegen den buben ermittelt wird, darf er schweigen. und zwar ohne dass aus seinem schweigen irgendwelche schlüsse gezogen werden.
die eltern haben ein zeugnisverweigerungsrecht, dürfen also auch schweigen.
und ich, wäre ich die anwältin des buben, müßte schweigen, wegen mandatsgeheimnis und solch nickeligkeiten.
ganz rechts-praktisch, also theoretisch, täte ich erst mal eine akteneinsicht beantragen und gucken, was da drinsteht. zur sicherheit täte ich das nach dieser aktion auch noch mal - und dann ist immer noch zeit und gelegenheit, zu überlegen (mit dem mandanten und dessen sorgeberechtigten), ob die einstellung abgewartet wird oder ob dieser mithilfe einer sog. schutzschrift auf den weg zu helfen ist.

natürlich darfst du spekulieren, ob wer anders und wer das gewesen sein könnte. du mußt es nur als spekulation kenntlich machen.
solange du das nicht tust, haben die von dir eingebrachten "jüdischen vermächtnisse" der hessen-cdu einen haut-gout.

und ob da was mit täterschaft und teilnahme? kannste auch spekulieren....

ich finde übrigens hardobs artikel wesentlich besser als den in cicero. vielleicht kommentierst du da mal?

"Spekulieren" ist gut...

Die SZ, welche ich nicht als "Spekulation" sondern als Referenz -auch hier- angegeben habe, diese SZ zitiert ihrerseits aus "einer Mitteilung an die Staatsanwaltschaft", welche von den Ermittlern stammen soll. Was wäre da meinerseits noch "kenntlich" zu machen, damit es weniger riecht/schmeckt?

Und ohne diesen SZ-Text zu kennen, habe ich mir eben diese Frage im Hardob-Blog (weiter oben) zur Diskussion, zum "Denken" anheim gestellt. Wurde dahingehend dann aber vom Masterpsychologen "Wolfram" (in seinem Gefolge dann auch von Hardob) zurückgepfiffen; ist eh' nur ein pubertierender Junge - heje... Und DvW versteht sowieso nicht, was ein Vater (like me) an so einem "möglichen" Verhalten eines anderen Vaters gruselig finden kann.

Das formal-anwaltliche Prozedere in allen Ehren, und die Verhältnismäßigkeit der Aktion ist ohne Zweifel jenseits. Aus meiner Sicht jedoch ist das möglicherweise Interfamiliäre in diesem konkreten Fall mindestens ebenso maßgebend, schlimmer als bei dem Fall der Hessen-CDU, weil von Ciecero und von Hardob auf das "Jüdische" abgehoben wird, der Hessen-CDU das damals eher etwas peinlich war; mein unmaßgeblicher Eindruck.

jura für anfänger

guckst du http://www.jura-schemata.de/verh%E4ltnism%E4%DFigkeitsprinzip.htm

das abschleppen des lap-top war ein - absehbarer! - schuß in den ofen. denn selbst wenn man feststellt, dass die fb-nachricht von dort kam, wäre man keinen schritt weiter. es kann immer noch jede und jeder gewesen sein, welche überhaupt zugang hat. und wer das alles sein könnte? oh je!
dem buben kann man damit also nichts beweisen. und wem anders auch nicht. ergebnis: in dubio pro reo.

ich spekulier auch mal: dass sie über den lap-top nicht weiterkommen, war denen auch klar. sie haben halt gehofft, wenn sie morgens um sechs ins schlafzimmer stürmen, dann ist der bub so verschreckt, dass er alles gesteht (was auch immer es sein mag).
da bewegen wir uns dann auf dem gebiet verbotener vernehmungsmethoden und daraus resultierender beweisverwertungsverbote.
ein jurist in staatsdiensten sollte solches vorher bedenken. sag ich mal so, obwohl ich nicht ausgewiesene strafverteidigerin bin.

und deine überlegungen zum interfamilären (?)...

ach so, ja... das, was die SZ zitiert, das ist genau das, was die staatsanwaltschaft davon hätte abhalten müssen, überhaupt diesen dussligen antrag auf durchsuchung zum zweck des auffindens eines lap-top zu stellen! ich nehme mal an, dass die SZ damit irgendwelchen wilden spekulationen keinerlei vorschub leisten wollte.

Wie oft...?

Wie oft soll ich denn noch sagen/schreiben, dass ich Deine, generell die Kritik an diesem Einsatz der Staatsgewalt absolut teile?

Natürlich, theoretisch kann es "immer noch jede und jeder gewesen sein". Den Jungen wollte ich auch in keiner Weise belangen; oder habe ich das irgendwo auch nur angedeutet? Nur diese konsequente Verweigerung, das "Unmögliche" zu denken, das irritiert mich schon. Gerade bei KommentatorInnen und Nicks, die sonst jeden Satz, jede Wortsequenz im Bedarfsfalle nach jedweder Richtung dekonstruieren und darüber im Diskurs neu positionieren können.

Wenn es Vater und Sohn gemeinsam waren -oder nur der Vater und der Sohn weiss es natürlich- dann tragen beide über nun lange Zeit ein Geheimnis mit sich herum, etwas, was Menschen traumatisieren, zerbrechen kann. Und auch das scheint mir in diesem konkreten Fall unter die diskursiven Räder zu kommen. Es wird wahlweise hinten an gestellt, lächerlich gemacht oder tabuisiert.

so oft

bis du verstanden hast, dass du damit nichts anderes als dein eigenes interfamiliäres diskutierst.
wenn das klar ist, dann nur zu!

dieser Blogger will doch nur hetzen (spielen),

das dürfte jedem, der seine Kommentare kennt, auch wissen.
Meine Empfehlung: IGNORIEREN, genau wie die üblichen Geschwätzblogger und anderen "Gestörten" in seinen Blogs, die positiv auf seine Spielchen anspringen.

Sehe ich nicht so,

wie du Dir denken kannst. Und auch aus dem Grunde bin ich noch nirgends gesperrt oder in die Warteschleife gesetzt worden.

Andererseits und im Moment -das gebe ich klammheimlich zu- habe ich natürlich einen gewissen Spaß daran, an diesem Tabu zu rütteln, dass es (siehe SZ-Zitat) beispielsweise auch der Vater gewesen sein könnte, allein oder -mir wahrscheinlicher- als Respekts- und Integritätsperson zusammen mit dem damals erst vierzehnjährigen Sohn.

Natürlich muss deren Anwalt zum "Schweigen" raten, denn das Verhalten des Vaters im Binnenverhältnis -also gegenüber dem Sohn- wäre sonst möglicherweise ein Straftatbestand.

klar, man kann nicht anecken, wenn man keine Ecken hat,

aber das ist Dein Problem. Ich beteilige mich nicht an solchen Theorien, die, wie es SERIOUSGUY47 richtig anmerkt, vom eigentlichen Problem ablenken. http://goo.gl/wdfne
Sollte der Vater in irgendeiner Weise involviert sein, dann ist das äußerst schäbig seinem Sohn gegenüber, und verdient höchste Verachtung: das ist Missbrauch Schutzbefohlener, und das als Erziehungsberechtigter.

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, außer vielleicht, dass Cicero & Co. ganz schön den Bach runter gehen.
Der Bloome hat ja inzwischen eine große Auswahl, sollte er einen neuen Job brauchen.