29 Jul 2013

Rivva / Opt-In

Submitted by ebertus

Wenngleich mein kleiner Blog dort wohl noch nie erschienen ist und "keine Ahnung", was dahingehend zu tun wäre, nach welchen Kriterien dort selektiert wird. Dennoch nutze ich Rivva recht gern, lasse mich immer mal anregen und via der Verlinkungen weiterleiten.

 

Circa 650 Lokalzeitungen, Magazine und ihre Blogs werden angesichts der aktuellen Rechtsunsicherheit nicht mehr in der Aggregation auftauchen.

Es ist traurig. Der bürokratische Aufwand, um alle interessanten Quellen einzeln um Erlaubnis zu fragen, sprengt ein Ein-Personen-Projekt. Was fehlt, ist ein maschinenlesbarer Standard.

 

Man mag das bedauern, Frank Westphal verstehen. Andererseits kann dies natürlich auch als Chance begriffen werden. Der mediale Mainstream war mir dort bei Rivva eh' etwas zu dominant und nach BMW scheint nun die SZ das Projekt zu sponsern. Das sollte man schon wissen!

Was rivva vormacht, das sollte bei eindeutig nichtkommerziellen Blogs zunehmend Standard werden, darf man sich als BlogbetreiberIn nicht auf ein "vorläufig" verlassen, sondern bestenfalls (noch) verlinken. Beim Freitag bedeutet dies, meine (glücklicherweise wenigen) Blogs, daraufhin überprüfen, ggf. löschen. Auf der eigenen Website werden Texte mit (zumindest längeren) Zitaten aus dem öffentlichen Zugriff genommen. So entstehen Parallelgesellschaften, und das ist vielleicht auch ganz gut so...


 

wer die Resignation bei RIVVA richtig deutet,

weiß doch längst, dass das Projekt ausläuft. Denn für die "Großen" braucht nun wirklich keine "Werbung" mehr gemacht werden.

Aus diesem Grunde

hatte ich ja auf die SZ als Sponsor hingewiesen. Wenn rivva wirklich nur dieses "Ein-Mann-Projekt" darstellt, die Algorithmen weitgehend definiert sind, dann kann das ja beinahe ein Selbstläufer sein, sich den wenigen noch notwendigen (finanziellen) Support von einer mit Sicherheit in Grenzen bereitwilligen Klientel bestreiten lassen.

Wäre dabei mit einem Euro/Monat, was ich auch beispielsweise für XMarks bezahle. Die Selektion nur eben beschränkt auf nichtkommerzielle Blogs. Wer Flattr etc. auf seinen Seiten anbietet, der müsste mehr bezahlen um gelistet zu werden. Und bei mittelgroßen Medien wie taz oder JW ist dann Schluß. Die BigPlayer bleiben aussen vor.

Dream on...

Willfährig skurril

oder auch "dead on arrival". Da hat man sich von einer willfährigen Regierung (gibt es wohl häufiger) ein skurriles Gesetz (ist wohl weltweit einmalig) namens "Leistungsschutzrecht" (LSR) genehmigen lassen; nachdem man es eben dieser Regierung beinahe genau so in den Block diktiert hatte; mein unmaßgeblicher Eindruck...

Und nun führt man sein eigenes Tun ad absurdum. Wahrscheinlich ist Google gar noch lieb, nimmt das "vorläufig" mal eben hin oder nicht zur Kenntnis. Dabei wäre "Rausschmeissen" im Grunde die richtigere Antwort für dieses peinliche Gebaren, weil ein nun nachgeschobenes "vorläufig bis zur geregelten Rechteverwertung" ja genau durch das bestellte Gesetz adressiert wurde, werden sollte; oder etwa nicht?

Was kommt denn nun noch?

klingt wie "die Geister, die ich rief, werd`ich nicht mehr los"

vielleicht erheben ja ein paar der benachteiligten "Kleinen" Klage wegen der zu erwartenden Nachteile.