Mein (armes) Amerika

"Mein Amerika" fungierte hier bereits als Titelbild. Bill Brysons nette, meist kurzweilige Schreibe mag ich gern, er liebt das Land und seine Menschen, kritisiert dennoch den alltäglichen Wahnsinn, die extreme Bigotterie der amerikanischen Gesellschaft, des "american way of life". Aber Bryson ist (vielleicht wie nicht wenige in seinem Alter) ein bekennender Anhänger von Nostalgie, hat seinen Weg gemacht und darf sich nun etwas ausruhen, in in einer eher milden Perspektive verweilen.

99 Prozent

Neunundneunzig Prozent der Menschen sind nicht mehr beteiligt am Zuwachs von Wohlstand, an den Ressourcen der Welt, verbrauchen die möglicherweise noch vorhandene, geringe Substanz. Ein Prozent dagegen profitiert umsomehr, domestiziert alle anderen mit Zuckerbrot und Peitsche, mit bunten Glasperlen und medialer Hofberichterstattung, mit subtiler, zunehmend jedoch offener Repression; bis hinein in die Zentren der alten Welt.

Apple II


Abbildung: Ein (mein) erster Programmentwurf

Anläßlich des Todes von Steve Jobs ist Erinnern angesagt, fühlte ich mich doch immer als Wiedergänger, als Schmalspurausführung seines damaligen Partners Steve Wozniak.

In 1981/82 und noch vor dem Erscheinen des sog. IBM-PC einen Apple-II besessen zu haben war schon Luxus pur, bestenfalls noch getoppt von der einige Jahre früher erstandenen A77, einer 38er Bandmaschine von Studer/Revox (anderes Thema).

And it's 1,2,3 what are we fighting for?

Der letzte Helicopter ...

Zehn Jahre in Afghanistan, zehn Jahre in einem Krieg der lange nicht so genannt werden durfte, gemäß Köhler-Doktrin und im Geiste der Struckschen Vorgabe lediglich zur Verteidigung unserer - sicher legitimen - Wirtschaftsinteressen geführt wird. Zehn Jahre Nation-Building, zehn Jahre Brunnen bohren, zehn Jahre neue Kreuzzüge; und kein bisschen weise(r).

Piraten und andere Minderheiten


Bild: Bernd Ebert

Die Berliner Wahlen sind vorbei, die Piraten mit beinahe sensationeller Stimmenzahl in das Abgeordnetenhaus und in diverse Bezirksvertretungen gewählt.

Nicht dass die CDU geschockt wäre, oder die FDP weniger Stimmen bekommt als eine Rechtspartei; nein, die etablierten Bürgerversteher von der SPD über die Grünen bis hin zu den Linken sind schockiert, schicken die medialen Wadenbeisser an die Front der veröffentlichten Meinung.

Der Unfehlbare

Nun, für unfehlbar halten sich Viele, für allwissend sowieso. Dabei ist es im Wesentlichen lediglich eine Frage der Macht, eine Frage der Kontrolle über die Gesellschaft, die maßgeblichen Medien; im Kleinen wie im Großen. Die Kirche, gerade die katholische Kirche als Institution gehört nach wie vor zu den absolute und eben unfehlbare Macht ausübenden Instrumenten einer Domestizierung weiter Teile der abendländisch geprägten Völker und deren Menschen.

Freiheit statt Angst 2011

Bild: Offizieller Demo-Flyer aus 2010

Bereits im letzten Jahr standen Teilnahme und Solidarität auf meinem Programm und am kommenden Samstag soll es nicht anders sein. Das Wetter verspricht angenehm zu werden und mit der S-Bahn geht es direkt zum Bahnhof "Brandenburger Tor", bis vor einiger Zeit noch mit der Bezeichnung "Unter den Linden" verbunden.

 

 

 


Links überholen

Was ist los mit den Wertkonservativen, den medialen Eliten? Unisono eine Kapitalismuskritik auf bislang nicht gekanntem Niveau. Wobei sich alle Wertkonservativen einerseits in einer sehr realistischen Zustandsbeschreibung ergehen, die Geister aus der Gruft nun wohl "richtig" verorten, aber andererseits nicht dem Ansatz einer möglichen Lösung nähertreten wollten. Nachdenken über die Zukunft steht sehr schnell unter Generalverdacht; und mit der vor Monaten schwer gescholtenen Gesine Lötzsch wollte man sich doch nicht so schnell gemein machen, oder?

Tent City II

Zitat: "Die Armen können sich alles erlauben – die haben ohnehin nichts zu verlieren. Die Reichen können die besten Anwälte bezahlen und wer weiß was noch alles. Aber die Mittelschicht steckt zwischen beiden fest: Ohne die wirtschaftliche Macht, um das System zu schmieren, aber mit gerade genug Wohlstand, um Angst zu haben, es zu verlieren. Deswegen hat man uns jahrelang gemolken. Aber das ist jetzt vorbei."

Die Märkte

Gute Frage, die nach den "Märkten" - irgendwo gelesen...

Dennoch, ebenso irrelevant wie die nach dem vielen neu "gedruckten" Geld. Schon um Papier zu sparen [sic] wurde da kaum real gedruckt. Es ist überwiegend virtuelles Geld, welches die Notenbanken etc. dazu verwenden, nahezu oder gänzlich Wertloses - welches aber real existiert - für die Besitzer im Status des Werthaltigen zu belassen.

2x Nina Hagen

Bildmontage: LP-Cover

Der medial viel beachtete Tod von Amy Winehouse sei ein Anlaß für eine immer mal notwendige Positionsbestimmung. Winehouse mag eine viel diskutierte, gar große Künstlerin gewesen sein, die damit einhergehende, mediale Vermarktung ihrer Drogensucht war es ebenso.

Aber Kunst und Kultur bilden, formen sich im Kopf des Konsumierenden, sind keine absoluten Wahrheiten. Mein "Fall" war die Kunst, die Musik von Winehouse nicht unbedingt.

 

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