OnArt & Culture

"Kunst darf alles"? Immer weniger wohl, wenngleich dieser Begriff von der entarteten Kunst noch ein historisch bedingtes Tabu scheint. Kunst und Kultur, in einfacher Form als Klamauck verabreicht hat systemkonform, affirmativ der sog. Alternativlosigkeit gegenüber zu sein; zunehmend...

Hier also, was herkömmlich und weniger herkömmlich unter "Kunst und Kultur" so läuft. 

Marlene im Fronttheater

Als heute die ersten Meldungen aus Afghanistan über die jüngste Guttenberg-Show auf uns Medienbürger herabrieselten, da musste ich spontan an Oskar Matzerath denken. Nein, diesmal nicht an die Szene mit Maria und dem Brausepulver sondern an das Fronttheater. Sind wir schon wieder soweit? Müssen telegene, extrovertierte Menschen incl. dem sie begleitenden Schowmaster dort - und für die Heimat - das Fronttheater aufführen? Ist das bereits wieder so ernst oder wird aus dem vielfältigen Leid die mediale Gaudi extrahiert?

SPENDE, das unbekannte Mäzentum der Kleinen Leute

Vor ein paar Tagen definierte ein Freund im Telefonat den Hintergrund christlicher vorweihnachtlicher Spendenbereitschaft der 'Kleinen Leute' für die 'Dritte Welt' - sozusagen die 'Entwicklungshilfe von unten' aus Deutschen Landen - wie folgt :

"Die Armen in den Reichen Ländern finanzieren die Reichen in den Armen Ländern"

Ein Beitrag von Armin

Der kommende Aufstand III

Dieser nun dritte Teil zur Thematik des Textes möge keine Fortsetzung im formalen Sinne, in Kontinuität der beiden vorhergehenden Beiträge hier sein. Weniger eine überwiegende Erläuterung und Verlinkung, aber auch kein spärlich kommentiertes "für sich selbst sprechen" des Textes. Dieser Ansatz hier wird daher im Wesentlichen und zumindest im Überblick mein Verständnis des Textes reflektieren, sowohl formal wie auch inhaltlich.

GEDANKEN ZUR ZEIT: LIEBE BRICHT AUS ...

Die herbstlichen Angriffe der bundesdeutschen Konsum-Anbieter sind überstanden, nein, die Sortierung der Feste im Jahreskalender bleibt -noch- unangetastet, Häschen Hüpf in Zusammenarbeit mit Henne Gack besorgt weiterhin das österliche Fest, der (Cola-)Rote mit seinem Rauschebart und seinem beigeordneten Rutenschwinger das Weihnachtliche.

Ein Beitrag von Ruganer

Von Pierre Bourdieu zu Günter Grass

Schon komisch? Über einen französischen Soziologen zurückbesinnend auf einem deutschen Literaten. Von Grass kannte ich bislang und neben seinem (andauernden?) Engagement für die SPD lediglich und in Auszügen das "Tagebuch einer Schnecke" sowie die Blechtrommel. Gerade der darauf basierende Film von Volker Schlöndorf hatte es mir aus junger Mensch angetan. Nicht zuletzt die Szene im Badehaus war irgendwie prägend, gerade auch und aktuell, wenn man den damaligen, den geschlechterspezifischen Rollentausch mit diesem, den primär auf Quote und Voyeurismus zielenden Lynchmob-Pranger des Trash-TV vergleicht.

Voll fürn Arsch

Ja, "Codo" fand ich schon toll, den vordergründig simplen, zwischen Gefühl und (neudeutsch) alternativlosem Sachzwang oszillierenden Text genau so wie die Musik, auch wenn Annette da bereits Produzentin, nicht mehr primär Sängerin war. Und der Schwester, Inga, wurden später schon mal Sympathien für die RAF unterstellt.

Bill Bryson's Amerika


Bildmontage: Bucheinband

Mal wieder eine Buchempfehlung, aber keine Sorge.

Politischer Tiefgang, absolute intellektuelle Höhe und manchmal schon beinahe verbissenes Welterkennen ist hier sekundär, der oft geniale Sprachwitz, die ironische Übertreibung aber auch die im Grunde zugeneigte Distanz zum "American way of life" stehen im Vordergrund.

Beinahe ein "muss", für jeden Amerikafreund mit ebenfalls kritischer Distanz; like me, eben.

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