OnMedia

Medienwandel, gar Medienkrise sind häufig gebrauchte Stichworte. Technologisch getrieben sind medien insbesondere bei gesellschaftspolitisch relevanten Themen vielfach Träger von Propaganda, bieten wahlweise eine dezente, dennoch gpflegte sog. Hofberichterstattung.

Hier also alles, zu Medien, deren Technologie und deren Propaganda(auftrag).

Das "Recht" auf die Privatkopie

Ist die Privatkopie eigentlich "ein Recht"? Oder wird dieses Handeln im Grunde lediglich geduldet? Letzteres wohl und nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass eine Kontrolle, ein Nachweis der Verfehlung und dann möglicherweise zu exekutierende Sanktionen in diesem Privatbereich unverhältnismäßig wären.

Fundraising

Diese Tage war in der taz zu lesen, dass die Wochenzeitung "Der Freitag" finanzielle Probleme hat, sparen muss. Nun sollte dennoch umgehend konstatiert werden, dass der Freitag ein Investorenobjekt ist, bei dem die finanziellen Probleme im Grunde lediglich Wegemarken sind, schlimmstenfalls in einer (Teil)abschreibung des eingesetzten Kapitals münden. Als Spiegel-Erbe wird der Investor dies mit Sicherheit verkraften. Zwei andere Aspekte wiegen nach meinem Dafürhalten jedoch schwerer, sind substantieller in ihren Auswirkungen, aber auch Fragestellungen.

Bitte differenzieren!

Frau Merkel differenziert…, oder auch: Merkel vs. Augstein

“Antisemitismus ist, wenn man gegen Krieg oder Beschneidung ist?”

Nein, nein! Nicht von Frau Merkel der Spruch, sondern von einem Kommentator bei der ZEIT, wo die Moderation mittlerweile gar (zensierend?) zum Differenzieren auffordert; was aber weder Merkels Tenor aussagt, noch der von mir eingangs zitierte Kommentator beherzigt.

Medienkrise(n) - nimm's leicht...

"ebertus, Sie schreiben schlecht" - diese schnöde Wahrheit, attestiert von einer Bloggerin welche mir nur virtuell, eher wenig bekannt ist und die gerade (andauernd) ihre Sommerpause betreibt. Ja, was soll mann dazu sagen? Betroffen sein, überrascht? Sich entschuldigen? Meine Antwort wäre:

"Am Monatsende war und ist bei mir das Geld für dieses halbwegs angenehme Leben auf der Bank. Und ohne eine einzige Zeile Schöngeistiges, Hochqualitatives oder tiefschürfend Geschwurbeltes je zu Papier, auf den Bildschirm gebracht zu haben".

Halt du sie Dumm, ich halt sie Arm ...

... nimmt der Minister flüsternd den Bischof beim Arm". Soweit Reinhard Mey vor einigen Jahren  in einem nach wie vor aktuellen, zunehmend relevanter werdenden Liedtext. Der Rollback in die Feudalgesellschaft wird nicht nur durch die sog. Neoliberalen verbrämt propagiert. Immer dabei sind andere Teilhaber der Macht, die Religionen; und in genau dieser Form von Mittelalter bis Frühzeit. Die Beschneidungsdebatte führt diesen Sachverhalt vor unser aller Augen auf aktuelle und dennoch neue Höhen.

Antisemit!

Wenn es den -durchaus teilweise berechtigten- Vorwurf des "Antisemit!" als Herrschaftsinstrument und gern nach Moshe Zuckermann nicht geben würde, so müsste er glatt erfunden werden. Mal wieder ein Karrikaturenstreit, aber nicht gegen den Islam sondern -me too, me too- gegen die Juden. Natürlich, das ist etwas vollkommen anderes, weil der böse Islam und die Muselmanen sind ja beinahe generell zum Abschuss freigegeben, während das richtig verstandene Judentum als "last resort" für den (aktuell) etwas problembehafteten Kapitalismus herhalten darf.

Die herrschenden Ideen sind oft die Ideen der Herrschenden

Insofern ist ein zukünftig von Spitzensportlern einzuforderndes Demokratiebekenntnis bestenfalls als Flankierung des bereits weitgehend umgesetzten Propagandamodells zu verstehen; dieses "Modell" einer eher unbewußt erlebten Gehirnwäsche, postuliert von Noam Chomsky und bereits vor mehr als zwanzig Jahren. Schlußendlich ein reload des hierzulande zelebrierten, berüchtigten Radikalenerlasses und erkennbar im Geiste der Ära eines McCarthy.

Querfront ante portas?

Die Amadeu Antonio Stiftung versteht sich als Bollwerk gegen Gewalt, Rechtsradikalismus und Antisemitismus. Hehre Ziele, die inhaltlich wohl keiner weiteren, zumindest keiner kontroversen oder gar relativierenden Diskussion bedürfen. Auffällig, zu Fragen anregend gestaltet sich jedoch die dort via verschiedener Beiträge gern eingestreute Begrifflichkeit von der sog. "Querfront" -nicht zuletzt als "Keule" für allfällige Diskreditierung zu verwenden- und die ebenfalls auffällige Abwesenheit, jegliches Negieren, d.h. (nicht)thematisieren von gesellschaftspolitischen Zusammenhängen. Bei dieser und möglicherweise besonderen Art von "neuer, sozialer Marktwirtschaft", da wird man doch mal nachfragen dürfen ...

Linke Buchtage vs. Laika Verlag

Zitat: "Die Zusammenstellung des Bandes insgesamt ist unserer Ansicht nach zu kritisieren. Statt die Vorgänge auf und um die Mavi Marmara aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten, wird eindeutig Position für die sogenannte Hilfsflottille bezogen. Dieses Buch verwehrt sich jeder Distanz, jeder abwägenden Analyse, die Kritik geht nur in eine Richtung und bedient antisemitische Ressentiments."

Wagner&Co.

Eigentlich war ich in anderer Mission im Netz unterwegs, kam dann jedoch "irgendwie"  auf die Spuren von Wagner; dem Komponisten Richard Wagner, versteht sich und konkret über den angegebenen Link zu Haaretz. Der Veranstalter, Yonathan Livni, ist ebenfalls ein Nachkomme von Holocaust-Überlebenden, was ihm in diesem Falle wohl aber wenig nützen wird, er "das" erst einmal betriebswirtschaftlich wird überleben müssen und es schlußendlich ja hätte wissen können, Barenboim lässt grüßen ...

Seiten