Religion

"Killing fetuses is murder"

Nun habe ich mir ja bereits vor einigen Wochen vorgenommen, auch auf dem eigenen Blog keinen separaten Text zur Beschneidung mehr zu verfassen. Diesen Vorsatz durchzuhalten, das ist nicht leicht, zumal es immer wieder neue Bezüge, die Beschneidungscausa tangierende Ereignisse gibt und/oder Querverweise nötig werden - wie hier nun im Falle des Yona Metzger.

Halt du sie Dumm, ich halt sie Arm ...

... nimmt der Minister flüsternd den Bischof beim Arm". Soweit Reinhard Mey vor einigen Jahren  in einem nach wie vor aktuellen, zunehmend relevanter werdenden Liedtext. Der Rollback in die Feudalgesellschaft wird nicht nur durch die sog. Neoliberalen verbrämt propagiert. Immer dabei sind andere Teilhaber der Macht, die Religionen; und in genau dieser Form von Mittelalter bis Frühzeit. Die Beschneidungsdebatte führt diesen Sachverhalt vor unser aller Augen auf aktuelle und dennoch neue Höhen.

Ungarn ante portas

In der Freitags-Community gibt es wieder mal Zoff. Der eher vordergründige Anlass war ein türkischer Moslem, gar noch Mustafa mit Namen, an dem bzw. an dessen Beiträgen sich die (einige) abendländische Fundamentalisten so richtig abarbeiteten, in Teilen gar ereiferten. Den Splitter im Auge natürlich übersehend, waren diese Entrüsteten nicht nur mit der intensiven Teilnahme an den entsprechenden Threads beschäftigt. Nein, auch mit diesem "Herr Lehrer, ich weiss was" haben sie wohl die Redaktion mit Beschwerden überzogen, sich diese einmal mehr zum Einschreiten genötigt sah. Heute mittag war mal wieder ein Thread mit diversen Beiträgen verschwunden; und mir platze der virtuelle Kragen.

Altruistische Religion ...

und wie so oft sind die Kommentare das Salz in der Suppe, hier in Begleitung dieses wirklich lesenswerten Interviews mit einem doch schon massiv tangierten, ehemaligen Kirchenvertreter in den USA. Dieses eindeutige Statement ...

"...der einzige Weg für mich, ein gläubiger Christ zu bleiben, war, diese Institution zu verlassen."

Jenseits von Mixa - über die Person(en) hinaus

Der Status, das gesellschaftspolitische Agieren der Kirche(n) liegt in der Regel nicht so auf dem voyeristischen Präsentierteller wie dies aktuell die Ereignisse von Käßmann bis Mixa vermuten lassen würden. Und Katholiken sind vielfach stressresistenter, wenn es dann doch einmal zum Schwur, vor sich selbst begründet zum Austritt kommen mag.