Apokalypse

Wie Fische im Wasser / die Nahrungskette

Wenn man die Nachrichten aus Japan auch nur in einer Richtung weiter denkt,so muss man vielleicht nicht gleich panisch werden, mistrauisch aber in jedem Falle. Was passiert eigentlich mit dem Wasser, dass die kleinen Männlein dort mit ihren Spielzeug-Wasserpistolen ("Spielzeug" in Anbetracht der Dimension dieser Katastrophe) so heldenhaft und nur leidlich zielgerichtet über den Reaktor-Trümmerfeldern versprühen?

Zauberleerlinge

Nein, kein Tipfehler, kein Nichtwissen, nicht mal wirklich Ironie. Die kleinen Männlein dort im Angesicht der Apokalypse, mit ihrem Spielzeug-Equipment, ihrer Ausrüstung für das Bauen und Unterhalten von Sandburgen, dem Löschen von Zimmerbränden vielleicht, sie sind die (unfreiwilligen?), virtuellen Helden, schlußendlich auch noch selbst Schuld, wenn ihnen real etwas zustößt.

Die Kernschmelze des Kapitalismus

Zum gleichnamigen Beitrag der FTD später mehr; zuerst der spontane Gedanke:

"Atomkraft oder Steinzeit", und da gibt es - zugegeben - auch in meinem Bekanntenkreis, zu meinem Erschrecken (einen) Menschen, (dem) denen diese Floskel nicht als rhetorische, überspitzende, provozierende Übung entgleitet - nein, das ist ernst gemeint. Und fast richtig, nur das Wörtchen "oder" muss wohl durch ein "und" ersetzt werden: dann sollte es passen. Wie ein westliches Land mit Spitzentechnologie, mit Ökonomie auf führendem Niveau in die - zumindest partielle - Steinzeit katapultiert werden kann, das erleben wir gerade; und mit beinahe faszinierendem Schrecken.

(Über)lebenshilfe wird notwendig

Die aktuellen Ereignisse in Japan sind natürlich nicht direkt auf die Gegebenheiten hierzulande übertragbar. Dennoch sollte und muss es Konsequenzen geben; wenigstens im Denken. Der gesellschaftspolitische Aspekt wird in einem anderen Blog zumindest angerissen, hier soll es dagegen um konkrete, praktische Vorbereitungen gehen - die Vorbereitung auf erwartbare Ernstfälle,  die Tage und Wochen "danach".

Das hilflose Agieren der Eliten

Die jüngsten Ereignisse in Japan mögen nicht direkt auf unsere Verhältnisse übertragbar sein, indirekt schon. Und der politische, der militärisch-industrielle Komplex agiert dabei zunehmend hilflos auf globale Herausforderungen, sowohl auf Entwicklungen unter bewußter Steuerung bzw. Inkaufnahme als auch auf primär natürliche Gegebenheiten. Vertuschen, beschwichtigen, ablenken, für dumm verkaufen sind die Mittel der Wahl und das Gemeinwohl, die Fürsorge für Schwächere, Entwicklungsperspektiven für die Mehrheit der Menschen, all dies bleibt unter der neoligeraler Ägide des nützlichen Funktionierens, der Konzentration auf die Partikularinteressen Weniger nun zunehmend auf der Strecke.