Finanzkrise

Eine kurze Geschichte von fast allem - 08

Die achte Auflage dieser kleinen, kurz kommentierten, sehr selektiv ausgewählten Meldungen der letzten Tage möge eine kleine Tradition hier fortsetzen. Spanien, Südeuropa generell ist ein Thema, die Wirtschafts- bzw. Bankenkrise hält an und ohne absehbares Ende; im Gegenteil. Der Krieg in Afghanistan geht weiter, der nahe Osten (hier Gaza) steht wieder neu im Fokus und der Panzerdeal zeigt die Perversität hehrer Politikersprüche in aller Klarheit.

Florida-Rolf, jetzt in Athen?

Die Rettung der Erde kann warten, Krankheiten, Elend, Hungersnöte ebenfalls. Und Schuld sind einmal mehr die Schmarotzer, hierzulande bereits von einem SPD-Granden sehr plakativ erkannt. Kein Wunder also, wenn das in Griechenland ähnlich, vielleicht noch viel schlimmer ist. Da ging und geht also unser gutes Geld dahin, sollten wir nun gerade hinter Regierung, Industrie und Banken zusammen stehen; sagen die staatstragenden, die hofberichterstattenden Medien.

Das System ist die Katastrophe / der Immobilienhype

Im Grunde wollte ich lediglich auf den Artikel von Tomasz Konicz bei Telepolis hinweisen. Die Apokalypse des Kapitalismus ist nach diesem fundierten, Hintergründe und Zusammenhänge benennenden Beitrag also streckenweise bereits im medialen Mainstream - wenn auch im negativen Sinne, lediglich als Option - angekommen. Effekthascherei der Schreiberlinge könnte man jedoch ebenfalls dazu sagen, ein gerütteltes Maß an Koketterie unterstellen, schlußendlich das Trittbrettfahren im Zuge der Atomkatastrophe erkennen.

Braucht man sog. "ThinkTanks"?

Nachdem der "Dritte Weg" der Sozialdemokraten gescheitert ist, sie im Grunde gar noch als (Mit)Brandstifter der Finanzkrise dastehen, für die zunehmenden, sozialen Verwerfungen in der Gesellschaft ebenfalls (mit)verantwortlich sind, für die selbst nach seriösen Statistiken nicht zu leugnende Umverteilung auf Wenige Besitzende (haupt)verantwortlich zeichnen, sich darüber hinaus wenig bis überhaupt nicht einsichtig zeigen wollten, so ist eine grundsätzliche Diskussion und Neubewertung der sozialdemokratischen Essentials wohl mehr als angesagt, muss auf die Agenda der nächsten Jahre; mindestens bis zur Wahl in 2013 - wenn das nicht gar noch zu früh sein dürfte.

Die Notstandsexpertin

Zur Zeit dieser Schreibe (09.05.2010 / 20:14) ist die Konstellation der kommenden Regierung in NRW nicht vollkommen klar, vielleicht auch nicht mal wirklich wichtig. Die Entwicklungen am politischen Horizont gehen jedenfalls über dortiges "rot/grün", deren mögliche, minimale Mehrheit hinaus. Und ansonsten? Eine Kraftilanti wird es sicher nicht geben, dann schon eher die GroKo - und alles (SPD/Grüne) Gerede von der Einflußnahme via Bundesrat hat sich dann recht schnell relativiert.